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Iquique


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Iquique (Begriffsklärung) aufgeführt.

Iquique

Iquique auf der Karte von

Basisdaten
Staat Chile
Region Tarapaca
Stadtgründung 19. Jahrhundert
Einwohner 183.997 (2012 (vorläufig))
   – im Ballungsraum 350.000
Stadtinsignien
Detaildaten
Zeitzone UTC-4 (März - Oktober), -3 (Oktober - März)
Stadtvorsitz Jorge Soria

Iquique [iˈkike] ist eine Hafenstadt im Norden des südamerikanischen Anden-Staates Chile. Die Hauptstadt der Región de Tarapacá hat 183.997 Einwohner (Volkszählung 2012, vorläufiges Ergebnis).

Geographie

Geographische Lage

Westlich der Atacamawüste liegt die Stadt zwischen Pazifik und Kordilleren, bis etwa 50 Meter über dem Meeresspiegel.

Klima

Das Klima ist extrem trocken, die Temperatur schwankt im Jahresschnitt um knapp 18 Grad Celsius, es regnet äußerst selten.

Iquique
Klimadiagramm
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Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: WMO ; wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Iquique
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 24,9 25,2 24,1 22,3 20,3 19,0 18,0 18,1 18,8 20,0 21,7 23,6 Ø 21,3
Min. Temperatur (°C) 17,6 17,6 16,8 15,1 14,1 13,5 13,1 13,3 13,8 14,5 15,3 16,5 Ø 15,1
Niederschlag (mm) 0 0 0 0 0 0,3 0,1 0 0,2 0 0 0 Σ 0,6
Sonnenstunden (h/d) 10,2 10,3 9,3 7,4 6,7 5,9 5,1 5,2 6,3 8,0 8,9 9,7 Ø 7,7
Regentage (d) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,2 0,1 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,2 Σ 0,5
Luftfeuchtigkeit (%) 68 68 69 71 73 74 74 73 72 70 70 69 Ø 70,9
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Geschichte

Iquique wurde im 16. Jahrhundert gegründet. Ab 1556 wurden große Silber-Verkommen in der Mine von Huantajaya in der Nähe von Iquique ausgebeutet. Huantajaya wurde zur zweitgrößten Silbermine nach Potosí für die Spanier.

Im Jahr 1835 reiste Charles Darwin nach Iquique und beschrieb es als trostloses, heruntergekommenes Dorf, das selbst Wasser aus der Ferne einführen muss. Die erste Entsalzungsanlage wurde jedoch 1845 in Betrieb genommen.

Das einst ärmliche Fischerdorf entwickelte sich allmählich zu einer ansehnlichen Stadt und einem bedeutenden Seehafen. Grund dafür war der aufkommende Salpeter- und Guano-Handel (siehe auch Salpeterfahrt).

Am 13. August 1868 kam es zu einem schweren Erdbeben, ebenso am 9. Mai 1877.

Im Salpeterkrieg fand vor dem Hafen von Iquique am 21. Mai 1879 ein Seegefecht statt, das als Vorentscheidung für die Erringung der Seeherrschaft im Pazifik durch die chilenische Marine gilt. Um die Verstärkung der peruanischen Verteidiger der Hafenstadt Iquique auf dem Seewege zu verhindern, wurde der Hafen von zwei älteren chilenischen Kriegsschiffen blockiert. Die beiden peruanischen Panzerschiffe Huáscar und Independencia trafen auf die chilenischen Blockadeschiffe, wobei das peruanische Monitor Huáscar die altersschwache chilenische Korvette Esmeralda mit seinem Rammbug rammte und so versenkte. Der Jahrestag dieses Gefechts, bei dem der chilenische Kommandant und Nationalheld Arturo Prat zu Tode kam, wird in Chile jedes Jahr pompös gefeiert.

Am 23. November 1879 wurde Iquique von chilenischen Truppen besetzt. Nach dem Krieg fiel die ganze Region Tarapacá mit Iquique als Hauptstadt schließlich im Vertrag von Ancón 1883 an Chile.

1907 protestierten Tausende Arbeiter der Salpeterwerke in Iquique gegen katastrophale Arbeitsbedingungen. Die Armee ging gegen sie vor, wobei bis zu 1000 Protestierende, darunter zahlreiche Frauen und Kinder, erschossen wurden.

1975 erhielt Iquique eine Freihandelszone (ZOFRI), was zum wirtschaftlichen Aufblühen der Stadt führte. Der Aufschwung währte allerdings nicht lange, da Peru ab 1992 ebenfalls diverse Städte mit Freihandelszonen versah.

Am 12. April 2004 wurde Alto Hospicio mit 50.190 Einwohnern (Volkszählung 2002) aus Iquique ausgegliedert und zur selbständigen Gemeinde erklärt.

Iquique wurde in den Abendstunden des 1. April 2014 von einem schweren Seebeben getroffen, dessen Epizentrum ca. 100 Kilometer entfernt lag.[1]

Sehenswürdigkeiten

Der Tourismus spielt eine zunehmende Rolle, die langen Strände ziehen, trotz des nicht sehr warmen Pazifiks, Badegäste an. Vor allem der Strand Cavancha ist in der Badesaison (Oktober bis April) sehr gut besucht. Es finden regelmäßige kulturelle Veranstaltungen statt (z. B. im Teatro Municipal an der Plaza Arturo Prat).

Etwa 50 km östlich der Stadt befinden sich die Humberstone- und Santa-Laura-Salpeterwerke, die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören.

Wirtschaft

Der einst neben Antofagasta wichtigste Salpeterhafen Chiles hat an Bedeutung verloren, die Stadt ist nun Industriezentrum mit fisch- und erdölverarbeitenden Betrieben. Rund 40 km südlich von Iquique liegt der internationale Flughafen Diego Aracena (spanisch Aeropuerto Internacional Diego Aracena ), der zivilen und militärischen Zwecken dient.

Söhne und Töchter der Stadt

Städtepartnerschaften

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Iquique  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. weather.com: Deadly Earthquake Strikes Near Iquique, Chile; Chilean Tsunami Warnings Continue Though No Immediate U.S. Tsunami Threat , vom 2. April 2014

Kategorien: Ort in Chile | Ort in Südamerika

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Iquique (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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