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Inselbogen


Ein Inselbogen ist eine geotektonische Struktur der Erdkruste in Form von rezenten oder ursprünglichen Inseln bzw. Inselketten. Er entsteht bei Vorgängen der Plattentektonik, wenn eine ozeanische Platte unter eine andere ozeanische Platte abtaucht (Subduktion). Der bogenartige Verlauf der Inseln und Inselketten entsteht durch die Geometrie der Erdoberfläche in der Zone, in der eine Lithosphärenplatte abknickt und in einem bestimmten Winkel unter eine andere Platte geschoben wird. Inselbögen sind instabile Systeme und Zeugnisse eines intensiven Magmatismus.

Entstehung

Die Form der Inselbögen ist in der Geometrie von Sphärenstücken auf einer Kugeloberfläche begründet. Wenn man in einen Tischtennisball einen kleinen Einschnitt macht und das Flächenstück dann eindrückt, entsteht ein gebogener Knick, dessen Wölbung vom Einschnitt weg zeigt.

Entlang solcher Knickstellen kommt es in der Erdkruste zu Bruchstellen und Spalten. Häufig werden von der abtauchenden Platte oberste Sedimentreste abgeschert, die am Plattenrand der aufliegenden Platte angestaut werden (Akkretionskeil). Zusätzlich erzeugt die Reibung der beiden Platten eine hohe Temperatur. Die Sedimente auf der Platte und ihre alterierten Gesteine enthalten viel Wasser. Durch die Einwirkung von Hitze und Druck wird es freigesetzt und wandert nach oben. Dort führt es im Mantelmaterial der Oberplatte zu einer Herabsetzung des Schmelzpunktes. Dadurch wird dieses teilweise zu Magma aufgeschmolzen. Da das Magma heiß ist, hat es eine geringere Dichte als das umgebende Gestein. Das ist mit Luft in einem Heißluftballon vergleichbar. Es steigt auf und erreicht schließlich die Oberfläche, wo Vulkane oder Plutone entstehen. Inselbögen sind daher vulkanischen Ursprungs. Typisch für Inselbögen sind neben aktiven Vulkanen ihre grünlich-schwarzen Strände. Sie bestehen aus dem erodierten Basaltmaterial der Vulkankegel.

Auf der ozeanischen Seite des Inselbogens, dort wo die subduzierte Platte unter die aufliegende Platte abtaucht, befindet sich eine Tiefseerinne. Den Teil zwischen der Tiefseerinne und dem Inselbogen bezeichnet man als Fore-Arc, den auf der anderen Seite des Inselbogens gelegenen Teil als Back-Arc.

Die Scherspannung kann auch gleichzeitig eine parallele Seitenverschiebung der Plattenränder bewirken, wodurch eine Dehnung des Inselbogens erfolgt.

Taucht eine ozeanische Platte unter eine Kontinentalplatte, entsteht meist kein Inselbogen, aber ein Vulkangürtel in dem durch die Kollision aufgefalteten Gebirgszug, wie es z.B. bei den Anden der Fall ist.

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Kategorien: Geographischer Begriff

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