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Imsbach


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Imsbach (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: DonnersbergkreisVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Winnweiler
Höhe: 293 m ü. NHN
Fläche: 8,92 km²
Einwohner: 875 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 98 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67817
Vorwahlen: 06302, 06357
Kfz-Kennzeichen: KIB, ROK
Gemeindeschlüssel: 07 3 33 033
Adresse der Verbandsverwaltung: Jakobstraße 29
67722 Winnweiler
Webpräsenz: www.imsbach.eu
Ortsbürgermeister: Ingo Müller (SPD)
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Imsbach ist eine Ortsgemeinde im südlichen Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Winnweiler an.

Geographie

Der Ort liegt im Nordpfälzer Bergland zwischen dem Pfälzerwald im Süden und dem Donnersberg im Nordosten, der mit 687 m der höchste Berg der Pfalz ist.

Zu Imsbach gehören auch die Wohnplätze Langheckerhof, Meisendell und Röderhof.[2]

Geschichte

Die Geschichte Imsbachs ist eng mit dem Bergbau verbunden. Eisen- und Erzvorkommen lockten, wie archäologische Funde belegen, schon in der Hallstattzeit Menschen an, die auf der heutigen Imsbacher Gemarkung siedelten und (möglicherweise mit Unterbrechungen) bis in die Mitte des 4. Jahrhunderts hier lebten.[3]

Die erste urkundliche Erwähnung findet sich aus dem Jahr 1019, allerdings noch nicht als eigenes Dorf, sondern als zu Albusheim-Sippersfeld gehörende Waldmark. In einer Grenzbeschreibung derselben wird erstmals der Name „Unnesbahc“ erwähnt. Im Laufe des 11. und 12. Jahrhunderts entstand aus dieser Besiedlung der Waldmark die Siedlung Imsbach. Der östliche Teil der Siedlung gehörte der Abtei Prüm, der westliche Teil den Grafen von Saarwerden.[3]

Im Jahr 1128 kam Imsbach als Lehen in den Besitz des Reichsministerialengeschlechts der Bolander, aus dem im 13. Jahrhundert auch die Linien Falkenstein und Hohenfels hervorgingen. In den Lehensbüchern Werners II. von Bolanden wurde das Dorf Imsbach zum ersten Mal urkundlich erwähnt mit der Bezeichnung Unnisbach.[3]

Der Name könnte von dem altdeutschen Personennamen Umin abgeleitet, also Bach des Umin bedeuten. Daraus entwickelte sich dann der heutige Ortsname (1220: Hunesbach; 1313: Unesbach; 1334, 1335: Unsbach; 1486: Umbsbach; 15. Jh.: Vimbßbach; um 1600: Imschbach; 1726: Imbsbach; seit 1824: Imsbach). Aufgrund der Zweiteilung der Gemarkung kam es dazu, dass nach der Teilung des Hauses Bolanden der westliche Teil der Linie Falkenstein und der östliche der Linie Hohenfels gehörte, was ab dem 18. Jahrhundert zu Besitzstreitigkeiten führte.[3]

Nach 1792 hatten französische Revolutionstruppen die Region besetzt und nach dem Frieden von Campo Formio (1797) annektiert. Von 1798 bis 1814 gehörte das Dorf zum französischen Departement Donnersberg und war dem Kanton Winnweiler zugeordnet. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen und einem Tauschvertrag mit Österreich kam die Region 1816 zum Königreich Bayern. Ab 1818 war die Gemeinde Imsbach dem Landkommissariat Kaiserslautern im bayerischen Rheinkreis, später dem Bezirksamt Kaiserslautern zugeordnet, aus dem 1938 der Landkreis Kaiserslautern hervorging.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Imsbach innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz und gehörte zum Landkreis Rockenhausen im Regierungsbezirk Pfalz. Seit 1969 gehört die Gemeinde Imsbach zum Donnersbergkreis und seit 1972 der Verbandsgemeinde Winnweiler an.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Imsbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 5 4 3 12 Sitze
2009 6 4 2 12 Sitze
2004 6 4 2 12 Sitze

Wappen

Blasonierung: „Geteilt von Blau und Silber; oben ein silbernes sechsspeichiges Rad, unten ein grüner Wellenbalken“.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Überbleibsel des Bergbaus

Das historische Silber- und Kupferbergwerk Weiße Grube, 2 km außerhalb des Ortes gelegen, ist seit 1979 Besucherbergwerk. 2006 wurde mit der Grube Maria in der Nähe ein zweites Schaubergwerk der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Pfälzische Bergbaumuseum in der Ortsmitte ist im alten Schulhaus von 1887 untergebracht und zeigt das Leben und die Arbeit der früheren Bergleute. Wanderwege wie der Imsbacher Grubenrundwanderweg und der Gienanthweg führen an historischen Bergwerks- und Industrieanlagen vorbei.

Siehe auch:

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Westlich von Falkenstein verläuft die B 48, die auch zur A 63 (KaiserslauternMainz) führt. In Winnweiler befindet sich ein Bahnhof der Alsenztalbahn.

Weblinks

 Commons: Imsbach  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010 , Seite 91 (PDF; 2,3 MB)
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 Geschichte der Gemeinde Imsbach auf www.imsbach.eu
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen

Kategorien: Ort im Donnersbergkreis | Imsbach | Gemeinde in Rheinland-Pfalz

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Imsbach (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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