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Iguaçu


Dieser Artikel befasst sich mit dem argentinisch-brasilianischen Grenzfluss Iguaçu/Iguazú, für weitere Bedeutungen siehe Iguaçu (Begriffsklärung) und Iguazú (Begriffsklärung).
Rio Iguaçu
Río Iguazú

Rio Parana mit dem Iguaçu als linken Nebenfluss

Daten
Lage Brasilien (Bundesstaat Paraná), Grenze zu Argentinien
Flusssystem Río de la Plata
Abfluss über Paraná → La Plata → Atlantik
Ursprung Zusammenfluss von Iraí und Atuba in Curitiba, Stadtteil Cajuru
Mündung zwischen Foz do Iguaçu und Puerto Iguazú in den Rio Paraná
Länge 1320 km[1]

Linke Nebenflüsse Rio Passa-2, Rio Agua Amarela, Rio Negro, Rio Paciencia, Rio Timbo, Rio Pintado, Rio Jangada, Rio Iratizinho, Rio dos Patos, Rio Iratim, Rio Butia, Rio Marrecas, Rio Chopim, Rio Jaracatia, Rio Cotejipe, Rio Capanema, Rio San Antonia
Rechte Nebenflüsse Rio Verde, Rio Itaqui, Rio de Vargem, Rio da Agua branca, Rio Potinga, Rio Claro, Rio Palmital, Rio da Areia, Rio Cavernoso, Rio das Cobras, Rio Guarani, Rio Adelaide, Rio Tormenta. Rio Concalves Dias, Rio Floriano, Rio Benjammin Constant, Rio Sao Joao
Durchflossene Stauseen Salto-Caxias-Talsperre
Großstädte Curitiba, Foz do Iguaçu
Mittelstädte Porto União, Puerto Iguazú

Rio Iguaçu

}} Der Iguaçu (portugiesische Schreibweise, im Spanischen Iguazú) ist ein ca. 1.320 km langer Fluss in Südamerika. Sein Unterlauf mit den berühmten Iguazú-Wasserfällen ist Teil zweier Nationalparks und seit 1984 (Nationalpark Iguazú, Argentinien) bzw. 1986 (Nationalpark Iguaçu, Brasilien) auch UNESCO-Weltnaturerbe.[3]

Sein Name leitet sich von dem Guaraní-Wort Yguazú „großes Wasser“ her.

Verlauf

Der gesamte Flusslauf des Iguaçu verläuft im oder am Rande des brasilianischen Bundesstaats Paraná. Er entsteht durch den Zusammenfluss des Iraí mit dem Atuba im Stadtteil Cajuru von Curitiba, an der Fernstraße BR-277. Bei Porto União bildet der die Grenze zum brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina und fließt von dort an westwärts durch den Staat Paraná. Während der letzten Kilometer bis zu seiner Mündung in den Rio Paraná ist er Grenzfluss zwischen Brasilien und der argentinischen Provinz Misiones.[2]

In der Nähe der Mündung in den Paraná befinden sich auf der brasilianischen Seite die Stadt Foz do Iguaçu und auf der argentinischen Seite die Stadt Puerto Iguazú. Die beiden Städte sind durch eine Brücke verbunden, die den Fluss überspannt. Der Fluss gilt als der Totenfluss, da die Gebeine der Verstorbenen ähnlich wie beim Ganges oberhalb der Wasserfälle in den Fluss geworfen wurden und im „Teufelsschlund“ den Blicken der Hinterbliebenen/der Trauergemeinde entschwanden.[4]

Wasserfälle

Bekannt ist der Fluss durch die Iguaçu-Wasserfälle, wenige Kilometer von der Mündung flussaufwärts gelegen. Sie sind der Breite nach die größten Wasserfälle der Welt; die Victoriafälle sind höher, aber schmaler; allerdings ist ihre Absturzkante ununterbrochen. Etwa drei Viertel der Fälle liegen auf argentinischem Staatsgebiet, von wo normalerweise ein Zugang bis zum sogenannten „Teufelsschlund“, spanisch: Garganta del Diablo, besteht. Auf der Gesamtbreite der Fälle von etwa 2.700 m stürzen durchschnittlich 1.700 m³/s, nach längeren Niederschlägen bis zu 12.742 m³/s, in zwei Stufen je nach Stelle 60 m bis 82 m hinab. 1992 waren es nach schweren Regenfällen sogar 29.000 m³/s.[5][3]

Álvar Núñez Cabeza de Vaca war im Jahre 1541 der erste Europäer der Fälle erblickte und sie Santa-Maria-Fälle benannte. Allerdings konnte sich der von ihm gewählte Name nicht gegenüber der dem Guarani-Wort für die Fälle durchsetzen.[6]

Eleanor Roosevelt soll beim Anblick dieser Fälle nur die zwei Worte „Poor Niagara!“ ausgesprochen haben. Je nach Auslegung kann dies als „Arme Niagarafälle“ oder als „armselige/kümmerliche Niagarafälle“ übersetzt werden.[7]

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Iguaçu  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Iguacu River. 2015. Encyclopædia Britannica Online. Abgerufen am 9. Mai 2015 von http://www.britannica.com/EBchecked/topic/282415/Iguacu-River
  2. 2,0 2,1 Der Iguaçu Fluss
  3. 3,0 3,1 John P. Rafferty: Rivers and Streams. The Rosen Publishing Group, 2001, ISBN 9781615303267, S. 54-55 (Auszug (Google) )
  4. Internetauftritt über die Wasserfälle und das Flusssystem
  5. Patricia Corrigan, Geoffrey H. Nash: Waterfalls. Infobase Publishing, 2007, ISBN 9781438106717, S. 84-86 (Auszug (Google) )
  6. Corrigan/Nash, S. 92-93
  7. Todd Lewan: Splashing in waterfalls is a favorite Brazilian pastime. AP Worldstream, 2. Oktober 2002 (Highbeam )

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Iguaçu (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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