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Idealspaten


Die Idealspaten-Bredt GmbH & Co. KG ist ein Unternehmen in Herdecke an der Ruhr. Das Unternehmen beschäftigt etwa 100 Mitarbeiter und fertigt jährlich 1.000.000 Schaufeln und 400.000 Spaten für den deutschen Markt und den Export.

Geschichte

Die Schaufel- und Spatenfabrik Eckardt & Co, Gesellschaft mit beschränkter Haftung wurde 1899 vom Fabrikanten Emil Eckardt († 1928), dem Unternehmer Kommerzienrat Gustav Vorsteher und Christian Sondermann, einem Enkel des Oberbergischen Industriepioniers Johann Wilhelm Sondermann, gegründet. Am 15. April 1899 wurde der Grundstein des Betriebs gesetzt, und am 10. Februar 1900 konnte mit der Produktion und dem Vertrieb von Schaufeln und Pflugriestern mit 84 Beschäftigten begonnen werden. Ab 1903 kam der Idealspaten auf den Markt, ein Spaten, bei dem erstmals Blatt und Feder aus demselben Stück bestanden. Um 1906 legte das Unternehmen eine kleine Arbeitersiedlung von 6 Häusern mit je 4 Wohnungen in Herdecke an, die heute unter Denkmalschutz steht.

Während des Ersten Weltkriegs wurden wegen des Arbeitskräftemangels Frauen in der Produktion eingesetzt. Im Jahr 1925 erfuhr das Werk eine erhebliche Erweiterung.

Emil Eckhard verstarb 1928, und das Unternehmen geriet kurze Zeit später in finanzielle Schwierigkeiten. Am 21. Dezember 1928 musste der Konkurs angemeldet werden und rund 240 Arbeiter wurden arbeitslos.

Die Konkursmasse wurde gegen Ende des Jahres 1929 schließlich übernommen. Zu den Gesellschaftern zählten unter anderen Dr. Otto Thomashoff und Karl Gapp aus Hagen. Das neue Unternehmen erhielt den Namen Idealspaten- und Schaufelwalzwerke vorm. Eckardt & Co., G.m.b.H., Herdecke (Ruhr).

Ab 1935 belieferte das Unternehmen den Reichsarbeitsdienst und die Wehrmacht mit Spaten. Im Jahr 1938 stieg die Zahl der Belegschaft auf 547 Beschäftigte. Im Herbst 1939 gliederte man im Zuge der Arisierung die zuvor in jüdischem Besitz befindliche Teplitzer Eisenwerke, Schaufel- und Zeugwaren-Fabrik AG in Teplitz, Tschechien, dem Unternehmen an.

Während des Zweiten Weltkriegs litt das Unternehmen wieder unter Arbeitskräftemangel. Man griff auf mehrere hundert Kriegsgefangener und Fremdarbeiter vor allem aus Polen und Russland zurück, die ab 1941 in einem umzäunten Barackenlager untergebracht wurden, bewacht durch eine Einheit der Wehrmacht. Im Jahr 1943 errichtete man ein weiteres Lager auf dem Unternehmensgelände. Zu den Lagerbedingungen zählten Hunger und Misshandlungen. Etliche Zwangsarbeiter kamen ums Leben.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte das Unternehmen wieder einen Aufschwung und hatte mehr als 500 Mitarbeiter. Während der 60er-Jahre wurde die Konkurrenz durch ausländische Produkte stärker, während die Nachfrage sank.

Im Jahr 1971 wurde das Unternehmen mit der A. Bredt & Co. KG Witten aus Witten vereinigt und hieß von da an Idealspaten- und Schaufelwalzwerke A. Bredt GmbH & Co. KG oder kurz Idealspaten-Bredt GmbH & Co. KG.

Literatur

  • Willi Creutzenberg: Nun mit Mut, Ausdauer und Gottesvertrauen weiter ans Werk! Schlaglichter aus der hundertjährigen Geschichte der Herdecker Schaufel- und Spatenfabrik. Teil 1. - Artikel in: Herdecker Blätter, Heft 15 (Mai 1999), Seiten 11–18 Onlineversion (Memento vom 7. April 2005 im Internet Archive)
  • Willi Creutzenberg: Wir bitten, den Flüchtling in Haft zu nehmen und der Geh. Staatspolizei zu übergeben. Schlaglichter aus der hundertjährigen Geschichte der Herdecker Schaufel- und Spatenfabrik. Teil 2. - Artikel in: Herdecker Blätter, Heft 16 (November 1999), Seiten 23-30 Onlineversion (Memento vom 7. April 2005 im Internet Archive)
  • Willi Creutzenberg: Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter bei der Firma Idealspaten. Arbeiten für den Feind - Zur Situation der Zwangsarbeiter in Herdecke während des Zweiten Weltkrieges - Teil 2. - Artikel in: Herdecker Blätter, Heft 19 (November 2001), Seiten 15-22

Weblinks


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