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Ian Buruma


Ian Buruma (* 28. Dezember 1951 in Den Haag, Niederlande) ist ein anglo-niederländischer Schriftsteller, Journalist und Kommentator mit dem Spezialgebiet Asien.

Leben

Buruma wurde in den Niederlanden geboren und ist der Sohn eines niederländischen Vaters und einer englischen Mutter. Sein Vater wurde 1943 als Zwangsarbeiter nach Berlin verschleppt, wo er in einer Fabrik der Knorr-Bremse AG arbeitete[1], und konnte sein Jurastudium an der Universität Utrecht erst 1945 fortsetzen.[2] Sein Großvater war Geistlicher einer Mennoniten-Gemeinde in Nijmegen.[3] Er studierte chinesische Literatur in Leiden und anschließend japanischen Film an der Nihon-Universität in Tokio. Danach hatte er verschiedene Positionen als Redakteur und Dozent inne und publizierte unter anderem in dem US-amerikanischen Magazin The New York Review of Books.

Er hielt fellowships am Woodrow Wilson Institut für Geisteswissenschaften, Washington, D.C. und am St Antony’s College, Oxford.

2003 wurde Buruma Professor für Demokratie, Menschenrechte und Journalismus am Bard College in New York.

2008 wurde Buruma mit dem Erasmuspreis ausgezeichnet.

Seit 2005 lebt er in New York.[4]

Sein Porträt des Jahres 1945 sei "ein lesenswertes, informations- und perspektivenreiches" Buch mit "vielen erhellenden Schlaglichtern", urteilte Ulrich Baron.[2]

Schriften

  • The Japanese Tattoo, 1980, mit Donald Richie
  • Behind the Mask: On Sexual Demons, Sacred Mothers, Transvestites, Gangsters, Drifters, and Other Japanese Cultural Heroes (1983)
  • Japan hinter dem Lächeln: Götter, Gangster, Geishas (A Japanese mirror: Heroes and villains of Japanese culture), 1984, dt. 1985.
  • Tokyo: Form and Spirit (1986) mit James R. Brandon, Kenneth Frampton, Martin Friedman, Donald Richie
  • Der Staub Gottes: Asiatische Nachforschungen (God's Dust: A Modern Asian Journey), 1989, dt. 1992.
  • Great Cities of the World: Hong Kong, 1991.
  • Das Spiel des Maharadschas (Playing the Game), 1991, dt. 1993 - Novelle
  • Erbschaft der Schuld (The Wages of Guilt: Memories of War in Germany and in Japan), 1994.
  • Geisha: The Life, the Voices, the Art, 1998, mit Jodi Cobb
  • Voltaire's Coconuts, or Anglomania in Europe (Anglomania: Europas englischer Traum), 1998, dt. 2002.
  • The Missionary and the Libertine: Love and War in East and West, 2000.
  • Chinas Rebellen: Die Dissidenten und der Aufbruch in eine neue Gesellschaft (Bad Elements: Chinese Rebels from Los Angeles to Beijing), 2001, dt. 2004.
  • Inventing Japan: From Empire to Economic Miracle 1853–1964. 2003.
  • Okzidentalismus: Der Westen in den Augen seiner Feinde (Occidentalism: The West in the Eyes of Its Enemies), 2004, mit Avishai Margalit
  • Die Grenzen der Toleranz: Der Mord an Theo van Gogh. aus dem Englischen übersetzt von Wiebke Meier; Hanser Verlag, München 2006, ISBN 3-446-20836-4.
  • Year Zero: A History of 1945. New York : The Penguin Press, 2013.
  • Their Promised Land: My Grandparents in Love and War. London : Atlantic, 2016[5]

Literatur

  • Michael Hesse: Die Kultivierung des Militarismus, Gespräch, in: Frankfurter Rundschau, 20. Juni 2015, S. 38 f.

Weblinks

 Commons: Ian Buruma  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Ian Buruma: '45. Die Welt am Wendepunkt. München 2014, S. 14.
  2. 2,0 2,1 Ulrich Baron: Und-die-Zeit-stand-still , in: Die Welt, 18. April 2015
  3. Ian Buruma: '45. Die Welt am Wendepunkt. München 2014. S. 12.
  4. ianburuma.com
  5. Philippe Sands: Two lives in camouflage. Rezension, in: Financial Times, 13. Februar 2016, S. 8


Kategorien: Hochschullehrer (Bard College) | Geboren 1951 | Niederländer | Mann | Autor

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Ian Buruma (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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