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Hrobschitz (Adelsgeschlecht)


Das Geschlecht der Hrobschitzky von Hrobschitz (tschechisch Hrobčický z Hrobčic) war ein Adelsgeschlecht, aus dem Hause des Mikess Hrobciczky von Hrobesicz, ansässig auf dem namensgebenden Stammsitz Hrobschitz (Hrobčice) bei Bilin im Teplitzer Bezirk in Böhmen und auf Niederhansdorf in der Grafschaft Glatz. Im 16. und am Anfang des 17. Jahrhunderts erreichte es seine größte Bedeutung. Zu Beginn des Dreißigjährigen Kriegs, nach der Niederlage bei der Schlacht am Weißen Berg (Bílá hora) 1620 bei Prag verlor das Geschlecht an Einfluss und erlosch im Namensträgerstamm im Jahr 1778 mit Johann Joachim Hrobschitzky von Hrobschitz, Pfarrer und Dechant in Sobotka und Kanonikus in Prag.

Wappen

In von Rot und Blau geviertem Schild zwei aufrecht gestellte, mit den Köpfen zueinander gekehrte, einander in der Form von zwei Achtern dreimal umwindende Schlangen, die rechte den Kopf im roten Feld golden, die linke silbern. Auf dem gekrönten Helm, rechts rot-golden, links blau-goldene Decken, ein runder wie der Schild gezeichneter Turnierspiegel, besteckt mit fünf fächerförmig angeordneten Pfauenfedern.

Ortschaften und Schlösser des Adelsgeschlechts Hrobschitz

Das Adelsgeschlecht ist nach der Ortschaft Hrobschitz (Hrobčice) benannt, die sich im Okres Teplice befindet.

Das Barockschloss Bílence befand sich im 17. Jahrhundert mehrere Jahrzehnte im Besitz des Adelsgeschlechts.

In Manětín ließ Hieronymus der Jüngere Hrobschitzky von Hrobschitz Schloss Manětín errichten.

Geschichte

Ojíř von Hrobschitz wird als der erste nachgewiesene Eigentümer einer Wasserburg im Ort Hrobschitz urkundlich erwähnt.

Im Jahr 1561 wurden Sebeltitz (Žebletín) und andere Orte von A. von Schlick, dem Herrn auf Winteritz, zur Tilgung seiner Schulden an Mikeš von Hrobschitz verpachtet.

Im Jahr 1602 ist Hieronymus der Ältere Hrobschitzky von Hrobschitz, welcher 1597 das Gut Kraschau (Krasov) im Pilsner Kreis gekauft hatte, auch als Herrschaftbesitzer auf Krasch, Hartenstein, Pernstein, Manetin und Buchau urkundlich nachweisbar. Im Jahr 1608, nach seinem Ableben, wurde schließlich dessen Sohn Ferdinand von Hrobschitz als Herr auf Hartenstein und Buchau verzeichnet.

Hieronymus der Jüngere Hrobschitzky von Hrobschitz war der jüngste Sohn von Hieronymus dem Älteren. Er lebte von 1556-1603 und ließ in Manetin das Schloss Manětín errichten. Er herrschte neben Manetin auch über die Dörfer Böhmisch Doubravice, Luková und Křečov bei Kralovice.

Im Jahr 1618 wurde mit dem zweiten Prager Fenstersturz der Dreißigjährige Krieg ausgelöst. Die von Hrobschitz unterstützten mehrheitlich mit anderen böhmischen evangelisch-lutherischen Standesherren den Winterkönig Friedrich V. von der Pfalz. Nach der Niederlage in der Schlacht am Weißen Berg gegen die kaiserlich-habsburgischen Truppen Kaiser Ferdinands II. verloren Jaroslav, Georg und Ulrich (Udalrich) von Hrobschitz das Besitzrecht über ihre Besitzungen in Böhmen. Diese fielen an die Böhmische Kammer und wurden neuen Eigentümern verkauft.

Am 5. Oktober 1755 wurde Franz Anton Hrobcicky von Hrobcic in den böhmischen Freiherrnstand erhoben und verstarb kurze Zeit später.

Wichtige Vertreter des Adelsgeschlechts

Literatur

  • Roman von Procházka: Genealogisches Handbuch erloschener böhmischer Herrenstandsfamilien, Neustadt an der Aisch 1973, Stammfolge Hrobschitzky von Hrobschitz aus dem Hause des Mikess Hrobciczky von Hrobczicz, Seite 120 bis 122 mit zahlreichen Quellen- und weiterführenden Literaturangaben, ISBN 3 7686 5002 2
  • Die Wappen des böhmischen Adels J.Siebmacher´s großes Wappenbuch, Band 30 1979 Neustadt an der Aisch, Hrobcicky von Hrobcic vom Stammsitz Hrobcic im Leitmeritzer Kreis Seite 67 und 68, Wappen auf Tafel 44, ISBN 3 87947 030 8
  • Bernhard Scheinpflug: Zur ältesten Geschichte von Bilin mit einer Stammtafel der Hrobschitz, in: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Deutschen in Böhmen, 20, 1882, Seite 228 bis 257

Weblinks


Kategorien: Böhmisches Adelsgeschlecht

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Hrobschitz (Adelsgeschlecht) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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