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Hr3


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Allgemeine Informationen
Empfang analog terrestrisch, Kabel, Satellit, DAB & Webradio
Sendegebiet Hessen Hessen
Sendeanstalt Hessischer Rundfunk
Programmchef Jan Vorderwülbecke
Intendant Manfred Krupp
Sendestart 23. April 1972
Rechtsform öffentlich-rechtlich
Homepage www.hr3.de
Liste der Hörfunksender

hr3 ist ein Popmusik-Hörfunkprogramm des Hessischen Rundfunks. Das Programm wurde am 1. Juni 1964 als drittes Programm (auch: 3. Programm) des hr gegründet.[1] Sendestart von hr3 als Servicewelle unter dem derzeitigen Namen war am 23. April 1972.[1] Programmleiter ist Jan Vorderwülbecke.

Die Media-Analyse 2015 Radio II wies für hr3 montags bis freitags eine Tagesreichweite von 1.130.000 Hörern sowie — montags bis freitags von 6 bis 18 Uhr — eine mittlere Hörerzahl von 305.000 nach.

Die Anfänge

In den ersten Jahren war das dritte Programm ein „Spartenkanal“, in dem zunächst die Gastarbeitersendungen der ARD ausgestrahlt wurden.[1] Später kamen weitere Sendungen hinzu, etwa das Funkkolleg. Erst später wurde es zu einem Service-Hörfunkprogramm für Autofahrer in Hessen („Radio Mobil“) mit Schlager-, Volks- und Easy-Listening-Musik. Ab 1981 entwickelte sich das Programm zu einem Pop-Hörfunkprogramm mit aktueller Pop- und Rockmusik sowie massenkompatiblen Klassikern ab den 1970er-Jahren (siehe Formatradio).

Als hr3 1972 mit der Serviceleistung Verkehrsfunk begann, wurde in den Ferienzeiten ein eigenes Kleinflugzeug, die hr3-Biene, zur Stauwarnung eingesetzt.

Ende der 1970er-Jahre begannen die Moderatoren Werner Reinke und Thomas Koschwitz, eine eigens für das Radio erfundene Privatfehde als kabarettistische Einlage zu kultivieren. Teils störten sie die Sendungen des Kollegen, teils machten sie sich in aufeinander folgenden Sendungen gegenseitig nieder. Dieser inszenierte Dauerstreit war eine Mischung aus Vorbereitung und Improvisation: für die Hörer war nicht erkennbar, welche Attacken abgesprochen oder gar gemeinsam ausgearbeitet worden waren und wann die Kontrahenten ihrem Gegenüber echte Streiche spielten, um dessen Schlagfertigkeit auf die Probe zu stellen. Da der Schlagabtausch zunehmend nach dem Muster einer Seifenoper konzipiert wurde, erhöhte sich die Hörerbindung, weil manche Spitzen nur in Kenntnis der Vorgeschichte verständlich waren und viele Hörer den absehbaren „Vergeltungsschlag“ nicht versäumen wollten.

In den 1980er-Jahren prägte die von Musikredakteur und Moderator Jörg Eckrich initiierte und federführend betreute Sendeschiene hr3-TopTime das Abendprogramm, in der u. a. (mindestens bis zum hr3-Programmwechsel zum 1. Januar 1986) Volker Rebell („Volkers Kramladen“), Rainer Sauer („Sounds vom Synthesizer“) und Bernd Schröder („Countrytime“) tätig waren. Bekannte Moderatoren dieser Zeit waren auch Martin Hecht, Rainer Maria Ehrhardt, Ulrike Knapp, Helge Heckmann, Jürgen Kolb und „Atze“ Hans Karl Schmidt.

hr3 im 21. Jahrhundert

Von August 2001 an hatte das Tagesprogramm von hr3 keine Sendungsnamen mehr, sondern war unterteilt in „Der Morgen“, „Der Mittag“ usw. Mit dieser Unterteilung wurde versucht, durch eine einheitliche Anmutung die „Durchhörbarkeit“ zu fördern. Als erste Sendestrecke brach die Frühsendung aus diesem Konzept aus und wurde 2003 wieder in „hr3 pop & weck“ zurückbenannt; seit April 2004 führen alle Sendestrecken wieder eigene Sendungsnamen.

Neben dem Tagesprogramm gab es lange Jahre am Abend ab 23 Uhr Spezialsendungen zu einigen Musiksparten. Zuletzt waren dies „Modern Rock“ (alles von Nirvana über Green Day oder Everclear), „Der Ball ist rund“ (Indie-Musik), „Hard’n’Heavy“ (Heavy Metal und ähnlich laute Gitarrenmusik) und „Volkers Kramladen“ (Weltmusik und Erzählradio mit Volker Rebell — ab Mai 2004 umbenannt in „hr3-Rebell“), die jedoch im April 2004 am alten Sendeplatz teils eingestellt, teils auf den Sonntag verschoben wurden.

Seit April 2004 gibt es montags bis freitags jeden Abend von 19 bis 24 Uhr die Sendung „hr3 Madhouse“ mit Jürgen Rasper zu hören. Seit Anfang Oktober 2007 läuft „hr3 Madhouse“ auch jeden Samstagabend von 18 bis 24 Uhr. In der Zeit von 20:15 Uhr bis 21:45 Uhr wurde darin bis zum 7. November 2015 die „hr3 Madhouse-Quiz Show“ gesendet, welche ebenfalls von Jürgen Rasper moderiert wurde.

Bis Ende 2008 war sonntags von 21 bis 23 Uhr Volker Rebell mit „hr3 Rebell“ zu hören, woran sich die von Klaus Walter moderierte einstündige Sendung „Der Ball ist rund“ anschloss, welche ein Jahr von hr2 ausgestrahlt wurde und Ende Mai 2005 wieder zu hr3 zurückkehrte.

Am 1. Januar 2009 wurden auf hr3 einige Änderungen im Programm vollzogen, um erneut eine gewisse „Durchhörbarkeit“ im Sinne eines Formatradios zu erreichen. So wurden drei Moderatoren und deren Sendungen aus dem Programm gestrichen. Die bereits erwähnte Sendung von Volker Rebell („hr3 Rebell“) und Klaus Walters Sendung „Der Ball ist rund“ wurden ersatzlos abgesetzt. Einzig Werner Reinke wurde mit seiner Sendung „Extra am Samstag“ zu hr1 verschoben. Der neue Name lautet nun „hr1 – Reinke am Samstag“. Spezialsendungen wurden nur noch montags bis freitags von 22 bis 24 Uhr in der Sendung „Madhouse“ gesendet. Zudem wurde alle paar Monate ein „100pro Deutsch-Freitag“ veranstaltet, an welchem von 5 bis 24 Uhr ausschließlich deutsche Songs gespielt werden. Die einzige Sendung, die aus dem Durchhörbarkeitskonzept ausbricht, ist „Die lange harte Nacht“, welche von Christoph Habusta moderiert wird. Die Sendung läuft alle 3 Monate am ersten Samstag von 0 bis 4 Uhr. In der Sendung wird ausschließlich Rock und Metal gespielt.[2]

Sendezeit

hr3 sendet Montag bis Freitag in der Zeit von 5 Uhr bis 24 Uhr; Samstag und Sonntag von 6 Uhr bis 24 Uhr. In der übrigen Zeit wird die ARD-Popnacht ausgestrahlt.

Sendungen

Die bekannteste und älteste Sendung in hr3 war die Morningshow hr3 - pop&weck (sie wurde auch phasenweise als hr3 pop&weck tv live im hr-fernsehen gesendet). Im Oktober 2015 wurde der Name abgeschafft und die Sendung vorübergehend in "hr3 Morningshow" umbenannt. Von Januar bis Juni 2016 hieß sie "Die Daniel Fischer Morningshow". [3] Ab dem 11. Juli 2016 wird Tobias Kämmerer nach nur einem halben Jahr an seinen alten Platz zurückkehren und wieder mit Tanja Rösner die Morningshow moderieren.[4] Außerdem bekannt war die 0138-6000-Show mit Marcus Rudolph und Peter Lack, die bis Ende August 2013 jeden Samstag von 14 bis 18 Uhr lief. Die Show hat in den letzten Jahren diverse Preise bekommen, unter anderem den „Radio-Oscar“, den International Radio Award, in New York.

hr3 war außerdem der erste Sender weltweit, bei dem eine Nonstop-DJ-Sendung lief, nämlich die legendäre hr3 clubnight. Diese lief lange Jahre in hr3, bis sie von dem Jugend-Hörfunkprogramm hr XXL übernommen wurde. Bis zur Einstellung am 14. Juni 2014 war sie im Nachfolgeprogramm You FM zu hören.

RDS

Wie alle Sender des Hessischen Rundfunks nutzt auch hr3 beim RDS die Funktion des dynamischen RDS-PS und sendet in der Regel den Sendernamen, sowie den gespielten Titel mit Interpret und unregelmäßig auch Telefonnummern (z. B. Stauhotline).

Empfang

hr3 wird derzeit über 13 UKW-Frequenzen in Hessen ausgestrahlt, die weit über die Grenzen des Bundeslandes zu empfangen sind; zudem über DVB-S. Außerdem ist hr3 im analogen und DVB-C Unitymedia-Kabelnetz in Hessen sowie in Kabelnetzen der angrenzenden Bundesländer zu empfangen. Auch der weltweite Empfang über das Internet wird angeboten. Seit 1. Dezember 2011 ist hr3 zusammen mit den anderen Programmen des hr auch über DAB+ empfangbar.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 hr3 . In: ABC der ARD. Ohne Datum. Abgerufen am 5. Dezember 2013.
  2. hr3 - die lange harte nacht , hr3.de, abgerufen am 12. Juli 2010.
  3. Die Daniel Fischer Morningshow - mit meinem Papa!
  4. http://www.hr-online.de/website/radio/hr3/index.jsp?rubrik=5522

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Hr3 (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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