Hottingen (Stadt Zürich) - LinkFang.de





Hottingen (Stadt Zürich)


Hottingen
Quartier von Zürich
}
Höhe 444 m
Fläche 5,05 km²
Einwohner 10'882 (31. Dez. 2014)
Bevölkerungsdichte 2155 Einwohner/km²
BFS-Nr. 261-072
Postleitzahl 8032
Stadtkreis Kreis 7 seit 1893/1913

Hottingen ist ein Quartier der Stadt Zürich. Die ehemals selbständige Gemeinde Hottingen wurde 1893 eingemeindet und bildet heute zusammen mit Fluntern, Hirslanden und Witikon den Kreis 7.

Wappen

Blasonierung

In Rot ein gestieltes, vierblättriges grünes Kleeblatt

Geschichte

Erstmals urkundlich wird Hottingen im Jahr 946 als Hottinga erwähnt. Ende des Mittelalters bestand die Siedlung aus gut zwei Dutzend Haushalten. Später bildeten sich um den heutigen Kreuzplatz und um den heutigen Hottingerplatz zwei Siedlungskerne. Die Hänge des Adlisbergs waren fast vollständig durch Reben genutzt. Im 18. Jahrhundert wohnten neben Bauern auch Kleinhandwerker und Heimarbeiter der Textilindustrie.

Mit der Entwicklung der nahen Stadt Zürich setzte im 19. Jahrhundert eine grosse Bautätigkeit ein. 1902–1905 wurde die evangelisch-reformierte Kreuzkirche im Stil des Klassizismus und Jugendstils gebaut, als Pendant zur gegenüberliegenden Kirche Enge. 1906–1908 folgte die römisch-katholische Kirche St. Anton, die als neuromanische Kirche mit Jugendstilelementen erbaut wurde und der erste öffentliche Auftrag des späteren ETH-Professors Karl Moser in Zürich war.

Religion

In Hottingen gibt es derzeit acht christliche Gemeinden und Gruppen, die sich in sieben Gotteshäuser verteilen:

Beim Kreuzplatz steht das Gebäude der Ersten Kirche Christi Wissenschafter (Kirche erbaut 1937–1938 von den Architekten Hans Hofmann und Adolf Kellermüller).

An der Bergstrasse beim Wolfbachtobel befindet sich Zürichs Hare-Krishna-Tempel.

Bildung und Kultur

In Hottingen sind sechs öffentliche Schulen angesiedelt. Das Quartier gehört zum städtischen Schulkreis Zürichberg, im Quartier selber liegen die Primarschulen «Bungertwies» – organisiert als Tagesschule – und Ilgen. Das «Bungertwies» umfasst eine eigene Schulschwimmanlage, in der Schule untergebracht sind die Stufe Kindergarten, die Unterstufe (1.–3. Klasse) und die Mittelstufe (4.–6. Klasse). Das «Ilgen» beherbergt im Ilgen A die Stufe Kindergarten und die Unterstufe, im Ilgen B die Mittelstufe.

Die Oberstufe (7.–9. Schuljahr) wird in den Nachbarquartieren besucht, der Schulkreis Zürichberg umfasst die drei Oberstufenschulhäuser Hirschengraben, Hirslanden-Hofacker und Riesbach-Münchhalde, sowie die Kunst- und Sportschule Neumünster.

Von den auf kantonaler Ebene organisierten Gymnasien sind in Hottingen die Kantonsschule Rämibühl und die Kantonsschule Hottingen angesiedelt. Die KS Hottingen ist ein Gymnasium mit wirtschaftlich-rechtlichem Profil sowie eine Informatikmittelschule.

Lesezirkel Hottingen

Der Lesezirkel Hottingen wurde am 4. November 1882 durch die Hottinger Turnvereinskollegen Wilfired Treichler und Hans Bodmer im Wirtshaus zur Sonnegg gegründet. Er wollte «belehrende Unterhaltung», «Kenntnis der Tagesliteratur» und «Studium des politischen, sozialen, wissenschaftlichen und künstlerischen Lebens der Gegenwart» für «weite Kreise der Bevölkerung unentgeltlich zugänglich» machen. Ab 1886 begannen die legendären Abende für Literatur und Kunst. Unter anderen lasen Hugo von Hofmannsthal, Rainer Maria Rilke, Gerhart Hauptmann, Hermann Hesse, Rudolf Alexander Schröder, Karl Kraus, Ernst Zahn und Thomas Mann.

Während rund 50 Jahren war der als Verein organisierte Lesezirkel Hottingen ein prägendes Element im Kulturleben der Stadt Zürich. Anfangs des Zweiten Weltkriegs wurde er wegen finanzieller Schwierigkeiten liquidiert.[1]

Persönlichkeiten

  • Carl Abegg (1860–1943), Textilfabrikant; am 20. Oktober 1860 in Hottingen geboren
  • Bertha von Petersenn (1862–1910), Reformpädagogin; am 4. Oktober 1862 in Hottingen geboren
  • Fritz Baltzer (1884–1974), Zoologe, Entwicklungsphysiologe und Genetiker; am 12. März 1884 in Hottingen geboren
  • William Wolfensberger (1889–1918), Dichterpfarrer, am 17. Juni 1889 in Hottingen geboren
  • Franz Tank (1890–1981), Physiker, am 6. März 1890 in Hottingen geboren

Sehenswürdigkeiten

Schauspielhaus

Das Schauspielhaus am Heimplatz (Pfauen) ist das wichtigste Sprechtheater der Stadt.

Kreuzkirche

Die 1902 bis 1905 erbaute evangelische Kreuzkirche mit ihrer imposanten Kuppel ist eine Kombination verschiedener Baustile vom Klassizismus bis zum Jugendstil. Das Kreuz als Umriss liegt mitten im Wohn- und Schulquartier Hottingens.

Kulturama

Das Kulturama an der Englischviertelstrasse ist ein Museum zur Evolutions- und Kulturgeschichte. Es zeigt Exponate der Paläontologie, um die Evolutionsbiologie von Mensch und Tier zu dokumentieren, widmet sich aber ebenso den frühen Hochkulturen.

Coninx-Museum

Das Coninx-Museum an der Heuelstrasse beherbergt die Sammlung des Malers und Kunstsammlers Werner Coninx (1911–1980).

The Dolder Grand

The Dolder Grand gehört zu den exklusivsten Hotels der Stadt Zürich und ist seit der umfassenden Renovation durch den Architekten Norman Foster ein Gebäudekomplex, der historische und moderne Hotelarchitektur in sich vereint.

Bircher-Benner-Klinik

Das ehemalige Sanatorium des Birchermüesli-Erfinders Maximilian Oskar Bircher-Benner gehört heute der Zurich Financial Services und dient anderen Zwecken. Die Gebäude an der Kelten- bzw. Köllikerstrasse sind aber noch erhalten.

FIFA-Hauptsitz

Sowohl der alte als auch der neue Hauptsitz der FIFA befinden sich in Hottingen: zuerst auf dem Sonnenberg, jetzt in der Nähe des Zoos.

Verkehr

Hottingen wird vom Stadtzentrum her durch die Tramlinien 3, 8 und 15 der Verkehrsbetriebe Zürich erschlossen, ferner durch die Trolleybuslinie 31. Die höher gelegenen Gebiete des Quartiers sind mit der Tangential-Trolleybuslinie 33 sowie mit der Dolderbahn erreichbar. Der Kreuzplatz am südlichen Quartierrand ist zudem durch die Tramlinien 11 sowie durch die Forchbahn (S18) an den öffentlichen Verkehr angebunden.

Hauptverkehrsachsen sind die Hottingerstrasse (welche beim Schauspielhaus beginnt und beim Römerhofplatz in die Asylstrasse übergeht) sowie die Bergstrasse (welche den Klusplatz mit der Kirche Fluntern verbindet). Eine weitere wichtige Verkehrsachse – die aber bereits die Quartiergrenze zu Riesbach bildet – ist die Kreuzbühl-/Forchstrasse (Verbindung vom Bahnhof Stadelhofen zum Hegibachplatz).

Literatur

Weblinks

 Commons: Hottingen (Stadt Zürich)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Conrad Ulrich: Der Lesezirkel Hottingen. NZZ Libro, Zürich 1981, ISBN 978-3-03823-391-6; A.C. Der Lesezirkel Hottingen. (PDF; 949 kB) Neue Zürcher Zeitung, 23. Dezember 1981, S. 29.


Kategorien: Keine Kategorien vorhanden!

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Hottingen (Stadt Zürich) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.