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Horst Rippert


Horst Rippert (* 24. Mai 1922; † 19. April 2013 in Wiesbaden) war ein deutscher Journalist und Sportreporter beim ZDF. 2008 kam er in die Schlagzeilen, als bekannt wurde, dass er als Jagdflieger im Zweiten Weltkrieg für das bisher mysteriöse Verschwinden des Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry verantwortlich gewesen sein soll.

Leben

Horst Rippert war der ältere Bruder des Folklore-Sängers Ivan Rebroff.[1][2]

Rippert wurde ab 1941 in Deutschland zum Jagdflieger ausgebildet. In Frankreich (Avignon, Orange und Marseille) flog er anschließend anderthalb Jahre lang eine Messerschmitt Bf 109.

In einem Interview mit der FAZ gab Rippert 2008 an, seine Großmutter sei Jüdin gewesen, diese Tatsache sei jedoch im Militär nie ein Problem gewesen. Er habe insgesamt 28 Abschüsse verzeichnet, das Ritterkreuz und das Deutsche Kreuz erhalten. Er sei zweimal selbst abgeschossen worden, habe sich aber beide Male retten können. Er habe den Krieg als Leutnant beendet.[3] Die Verleihung des Deutschen Kreuzes sowie des Ritterkreuzes ist in der Fachliteratur ebenso wenig nachweisbar[4][5] wie die Beförderung zum Leutnant.[6]

Eigenen Angaben zufolge schoss Rippert am 31. Juli 1944, südöstlich von Marseille über dem Mittelmeer die Lockheed P-38 ab, die vom Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry geflogen wurde, dessen bekanntestes Werk Der kleine Prinz ist. Als Mitglied der Jagdgruppe 200 sei er zu dem Flug von Marignane gestartet. Dies wurde im Jahr 2008 bekannt, nachdem der Forscher Lino von Gartzen bei seinen Recherchen zu einem im Mittelmeer gefundenen Flugzeugwrack auf Rippert gestoßen war.[7][8] Rippert bedauerte den Abschuss zutiefst, wie er bei einer Reportage über den Tod Saint-Exupérys betonte: „Hätte ich gewusst, wer im Flugzeug saß, hätte ich nicht geschossen. Nicht auf diesen Mann.“[9]

Nach dem Krieg studierte Horst Rippert und wurde Journalist beim NDR. 1962 ging er zum ZDF, wo er nach eigenen Angaben der erste Angestellte war.[3] Dort wirkte er lange als Sportreporter und war bei acht Olympischen Spielen und drei Fußballweltmeisterschaften tätig.

Im April 2013 verstarb Rippert in Wiesbaden.[10]

Literatur

  • Claas Triebel, Lino von Gartzen: Der Prinz, der Pilot und Antoine de Saint-Exupéry. Herbig, München 2008, ISBN 978-3-7766-2569-1. Bericht über Forschungen zum wahrscheinlichen Abschuss Saint-Exupérys durch Rippert. Enthält Interview mit Rippert und eine kurze Biographie.
  • Luc Vanrell, Jacques Pradel, Vorwort Alain Decaux: Saint-Exupéry, l'ultime secret. Éditions du Rocher, Monaco 2008, ISBN 978-2-268-06362-1 (französisch).
  • Georg Bönisch, Romain Leick: Gelassen in den Tod. In: Der Spiegel. Nr. 13, 2008, S. 162–164 (online ).

Filmdokumentation

  • Florian Huber: Duell in den Wolken: Der letzte Flug des kleinen Prinzen. 42 Minuten, ZDF 2008.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. BBC Music: Ivan Rebroff (englisch)
  2. Hamburger Abendblatt vom 23. April 2008: Rebroff-Testament: Managerin erbt alles, Bruder geht leer aus
  3. 3,0 3,1 Interview mit Horst Rippert bei faz.net vom 17. März 2008
  4. Klaus D. Patzwall, Veit Scherzer: Das Deutsche Kreuz 1941–1945. Geschichte und Inhaber. Band II. Verlag Klaus D. Patzwall. Norderstedt 2001. ISBN 3-931533-45-X.
  5. Veit Scherzer: Die Ritterkreuzträger 1939-1945. Die Inhaber des Eisernen Kreuzes von Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine, Waffen-SS, Volkssturm sowie mit Deutschland verbündete Streitkräfte nach den Unterlagen des Bundesarchivs. Scherzers Militaer-Verlag. Ranis/Jena 2007. ISBN 978-3-938845-17-2.
  6. Prien u. a.: Messerschmitt Bf 109 im Einsatz bei der III. und IV./Jagdgeschwader 27. Struve, 1995, ISBN 978-3923457304.
  7. Saint-Exupéry habe ich abgeschossen ZDF.de zur Fernsehreportage der Reihe Terra X, abgerufen am 23. Mai 2011
  8. Seriennummer 2734: Die Zahl des Prinzenvaters ARD.de, abgerufen am 12.Februar 2012
  9. Hamburger Morgenpost vom 2. Juni 2008: „Ich habe den Piloten nicht erkennen können“.
  10. Todesanzeige bei wiesbadener-kurier.de, abgerufen am 18. Juni 2013


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Horst Rippert (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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