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Horst Ende (Kunsthistoriker)


Horst Ende (* 13. Dezember 1940 in Meißen) ist ein deutscher Kunsthistoriker und Denkmalpfleger.

Leben

Horst Ende studierte nach seinem Abitur von 1959 bis 1964 an der Humboldt-Universität in Berlin Kunstgeschichte, Ur- und Frühgeschichte und Neue Geschichte. Nach erfolgreichem Abschluss mit einer Diplomarbeit über Sächsische Profanarchitektur von 1650 bis 1700 blieb Horst Ende für kurze Zeit in Berlin und fand in der für die brandenburgischen Bezirke Potsdam und Frankfurt/Oder zuständigen Berliner Arbeitsstelle des Instituts für Denkmalpflege Arbeit.

Im Oktober 1964 wechselte Ende als wissenschaftlicher Mitarbeiter in die Abteilung Forschung und Dokumentation zur Schweriner Arbeitsstelle des gleichen Instituts, wo er bis zu seinem Ruhestand tätig war. Hier bewies er sehr bald seine vielfältige Einsatzbereitschaft als Kunsthistoriker in allen Bereichen der Denkmalpflege. Seit dem Ausgang der siebziger Jahre war er monatelang mit der Inventarisierung der Denkmäler vor Ort im Kreis Greifswald beschäftigt. 1973 erschien das gemeinsam mit seinen Institutmitarbeitern Gerd Baier, Renate Krüger und Walter Ohle erarbeitete Buch Die Denkmale des Kreises Greifswald, auch als Greifswald-Inventar bekannt. [1] Zu seinen weiteren Arbeiten gehörten 1982 die Denkmaltopographie der ehemaligen Bezirke Neubrandenburg, 1990 des mecklenburgischen Teiles des ehemaligen Bezirkes Rostock und 1995 der vorpommerschen Küstenregion. In der Heftreihe Das christliche Denkmal erschienen von ihm zu DDR-Zeiten Kunstführer zur Marienkirche in Anklam, St. Georgen und St.-Marien in Parchim und zur Nikolaikirche in Wismar. Besonders gefragt waren seine in der Evangelischen Verlagsanstalt zu Berlin erschienenen und mehrfach von 1975 bis 1985 aufgelegten Bände Dorfkirchen in Mecklenburg, Stadtkirchen in Mecklenburg und Kirchen in und um Schwerin.

Bei kunstwissenschaftlichen Betreuungen von Restaurierungsarbeiten in Mecklenburg war Horst Ende nicht nur gefragt, er war auch aktiv vor Ort dabei. So auch ab 1974 mit dem späteren Landeskonservator Dieter Zander und dem Leiter der Restaurierungswerkstatt Johannes Voss beim Thronsaal, der Ahnen- und Schlössergalerie und weiterer Räume im Schweriner Schloss. Wenig bekannt ist auch seine Mitwirkung bei der denkmalgerechten Instandsetzung der Klausur des Klosters zum Heiligen Kreuz in Rostock.

Ab 1990 war Horst Ende Leiter der Abteilung Forschung und Dokumentation in dem neu geschaffenen Landesamt für Denkmalpflege des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin und Stellvertreter des Amtsleiters bis zu seinem Ruhestand 2003. [2]

Ende war Mitglied mehrerer fachlicher Gremien und hatte seit 1994 die Redaktionsleitung der vom Landesamt herausgegebenen Zeitschrift Denkmalschutz und Denkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern inne. Er selbst ist Autor von mehreren hundert Publikationen zur Kunstgeschichte und Denkmalpflege in den Regionen Mecklenburg und Vorpommern. Zugleich haben Endes fachwissenschaftliche Leistungen, seine organisatorischen Fähigkeiten und die langjährige Vertrautheit sowohl mit der Entwicklung des Instituts und jetzigen Landesamtes für Denkmalpflege als auch mit den territorialen kommunalen und kulturpolitischen Gegebenheiten im Land ihn zu einer maßgeblichen Persönlichkeit des Landesamtes, in ganz Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus aber gleichzeitig zu einem der wesentlichen Repräsentanten dieses Amtes werden lassen. [3]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Dirk Handorf: Abschied von einer Institution, Dipl. phil. Horst Ende geht in den Ruhestand. In: Denkmalschutz und Denkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern. Heft 10, 2003, S. 63.
  2. Dirk Handorf: Abschied von einer Institution, Dipl. phil. Horst Ende geht in den Ruhestand. In: Denkmalschutz und Denkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern. Heft 10, 2003, S. 64.
  3. Gerd Baier: Horst Ende zum 60. Geburtstag. In: Denkmalschutz und Denkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern. Heft 7. 2000 S. 74–76.


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Horst Ende (Kunsthistoriker) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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