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Horka


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Horka (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: GörlitzVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungsverband: Weißer Schöps/Neiße
Höhe: 164 m ü. NHN
Fläche: 40,79 km²
Einwohner: 1789 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km²
Postleitzahl: 02923
Vorwahl: 035892
Kfz-Kennzeichen: GR, LÖB, NOL, NY, WSW, ZI
Gemeindeschlüssel: 14 6 26 200
Gemeindegliederung: 3 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Gemeindeamt 2
02923 Horka
Webpräsenz: www.horka.de
Bürgermeister: Christian Nitschke (CDU)
}

Horka (obersorbisch Hórka) ist eine sächsische Gemeinde im Landkreis Görlitz. Die Gemeinde, bestehend aus den drei Gemeindeteilen Biehain, Horka und Mückenhain, gehört zum Verwaltungsverband Weißer Schöps/Neiße.

Geographie

Die Gemeinde Horka liegt im östlichen Teil des Landkreises in einem waldreichen Gebiet nahe der Grenze zu Polen, etwa 18 km nordwestlich der Kreisstadt Görlitz und 4 km östlich von Niesky. Das Gebiet gehört mit seinen ausgedehnten Wäldern zur Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft.

Geschichte

Der Ortsname stammt vom obersorbischen Wort hórka (altsorbisch gorka, zu deutsch „Hügel“), das für „Hügeldorf“ steht.[2]

Horka wurde 1305 erstmals in einem Görlitzer Stadtbuch urkundlich erwähnt. Von 1377 bis 1396 gehörte die Region zum Herzogtum Lausitz und von 1635 bis zum Jahr 1815 zum Kurfürstentum Sachsen. Infolge des Wiener Kongresses kam die Gemeinde Horka zu Preußen und wurde der Provinz Schlesien zugeordnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wieder sächsisch, gehörte die Gemeinde zum Kreis Niesky, seit 1952 mit der Auflösung der Länder im Bezirk Dresden. Horka trug zwischen 1936 und 1947 im Rahmen der Germanisierung den Namen Wehrkirch.

Am 1. März 1994 wurden die Gemeinden Biehain und Mückenhain nach Horka eingemeindet.

Politik

Gemeinderatswahl 2014[3]
Wahlbeteiligung: 53,0 %
 %
50
40
30
20
10
0
45,1 %
14,3 %
14,3 %
7,8 %
2,6 %
15,9 %
FH
WVM
WGB
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Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 12 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • CDU: 6 Sitze
  • Wählergemeinschaft Biehain (WGB): 2 Sitze
  • Freie Wählervereinigung Mückenhain (WVM): 2 Sitze
  • Wählervereinigung "Florian" Horka (FH): 1 Sitz
  • LINKE: 1 Sitz

Sehenswürdigkeiten

Evangelische Wehrkirche

Die Wehrkirche stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert und ist romanisch-gotisch. Sie ist von einer Wehrmauer umgeben, die im 12. oder 13. Jahrhundert errichtet wurde.[4] Im Fundament des ältesten Teils der Mauer wurde bei Ausgrabungsarbeiten ein ca. 1000 Jahre altes Skelett in einem christlich anmutenden Grab entdeckt. Die Wehrkirche hat eine Gruft mit mehreren Steinsärgen. In ihnen sind noch Knochen zu finden.[4]

Während des 18. Jahrhunderts erfolgten im Inneren wie im Äußeren Umbauten im barocken Stil.

Verkehr

Die Bundesautobahn 4 verläuft südlich der Gemeinde. Sie ist über den etwa 5 km entfernten Anschluss Kodersdorf zu erreichen.

Der Bahnhof Horka Pbf verknüpft die Strecken Węgliniec–Roßlau (Elbe) und Berlin–Görlitz miteinander. Horka liegt im Gleisdreieck dieser Strecken, es fahren Züge der Relation: Görlitz–Niesky–Hoyerswerda (ohne Halt in Horka, 2010–2014 nur als SEV), Cottbus–Görlitz und als starkfrequentierte Gütermagistrale die Strecke Hoyerswerda–Horka–Węgliniec. Im Rahmen des Ausbaus dieser wichtigen Güterstrecke im Ost-West-Verkehr soll das letzte Stück von Knappenrode über Horka bis zur Grenzbrücke bis 2016 elektrifiziert werden. Die in Horka abzweigende Nebenbahn der früheren Kleinbahn Horka–Rothenburg–Priebus wird nicht mehr bedient.

Östlich des Personenbahnhofes existiert mit dem Bahnhof Horka Gbf noch ein Güterbahnhof, der als Grenzbahnhof zur Republik Polen fungiert.

Literatur

  • Ludwig August Theodor Holscher: Die Parochie Horka im Rothenburger Kreise, bestehend aus den Ortschaften Ober-, Mittel-, Nieder-Horka und Mückenhain, topographisch, statistisch, historisch beschrieben. Rothenburg i. d. L. 1856 (E-Kopie ).
  • Von der Muskauer Heide zum Rotstein. Heimatbuch des Niederschlesischen Oberlausitzkreises. Lusatia Verlag, Bautzen 2006, ISBN 978-3-929091-96-0, S. 324 ff.
  • Gemeinde Horka. Horka 1994 (60-seitiges Heft).
  • Hans-Peter Berwig: Horka. 700-jähriges Jubiläum 2005. Horka 2005 (80-seitiger Bildband).

Weblinks

 Commons: Horka  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Jan Meschgang: Die Ortsnamen der Oberlausitz; Domowina Verlag, Bautzen 1973; S. 103
  3. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014
  4. 4,0 4,1 Leichenfund gibt Archäologen Rätsel auf. In: Sächsische Zeitung. Sächsische Zeitung GmbH, 14. Juli 2011, abgerufen am 14. Juli 2011 (deutsch).

Kategorien: Horka | Ort im Landkreis Görlitz | Ort in der Oberlausitz | Gemeinde in Sachsen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Horka (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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