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Holstein-Kiel


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum gleichnamigen Fußballverein siehe Holstein Kiel

Holstein-Kiel war von 1261 bis 1316 eine Linie des Adelsgeschlechts von Schauenburg und Holstein, die 1321 ausstarb. Ab 1316 regierten die Grafen von Holstein-Plön auch das Kieler Territorium.

Geschichte

Die Grafschaften Holstein und Stormarn wurden bis 1238 von Adolf IV. von Schauenburg und Holstein regiert. Er zog sich ins Kloster zurück, daraufhin regierten seine Söhne Johann I. und Gerhard I. gemeinsam in Holstein. 1261 teilten diese die Grafschaft, wobei Johann in Kiel herrschte, und damit die Linie Holstein-Kiel gründete, und Gerhard in Itzehoe herrschte und damit Holstein-Itzehoe gründete.

Vor 1295 wurde Holstein-Itzehoe in Holstein-Plön, Holstein-Pinneberg und Holstein-Rendsburg aufgeteilt.

1316 kam die Grafschaft Holstein-Kiel an den Grafen von Holstein-Plön, indem Johann II. abgesetzt wurde.

1390 starb der letzte Graf von Holstein-Plön und damit auch der von Holstein-Kiel kinderlos. Beide Territorien gingen über an die Linie Holstein-Rendsburg.

Graf Albrecht II. (1369–1403) von Holstein-Rendsburg, Sohn Graf Heinrichs II. († 1385), erhielt durch Teilungsvertrag vom 9. September 1394 die Burg und Vogtei Segeberg als eigenes Herrschaftsgebiet; durch Teilungsvertrag vom 28. August 1397 wurde ihm Kiel als Sitz eines eigenen Territoriums zugewiesen.

Grafen von Holstein-Kiel

  • 1261-1263 Johann I. (* 1229; † 1263)
  • 1263-1273 Adolf V. der Pommerer (* 1252; † 1308), ab 1273 Graf von Holstein-Segeberg
  • 1263-1273 Albrecht I. (*ca. 1255, † 1300) als minderjähriger Mitgraf, dann Domherr in Hamburg und ab 1283 Dompropst in Hamburg
  • 1263-1316 Johann II. der Einäugige (* 1253; † 1321), abgesetzt
  • 1316-1359 Johann III. der Milde (* ca. 1296; † 1359), ab 1312 Graf von Holstein-Plön
  • 1359-1390 Adolf VII. (* ca. 1329; † 1390), auch Graf von Holstein-Plön

Nach dem Tod von Johann I. regierten seine Söhne Adolf V. und Johann II. gemeinsam in Holstein-Kiel. Der dritte Bruder Albrecht I. wurde abgefunden und Kanoniker in Hamburg. 1273 teilten Adolf V. und Johann II. Holstein-Kiel, wobei Johann II. weiterhin von Kiel regierte; Adolf V. erhielt die Siegesburg als Residenz der Grafschaft Holstein-Segeberg. Als Adolf V. 1308 ohne männlichen Erben starb, fiel Holstein-Segeberg wieder an Holstein-Kiel.

Die Söhne von Johann II. starben 1313/15 unter ungeklärten Umständen. Nunmehr ohne Erben wurde Johann II. 1316 abgesetzt. Nachfolger wurde Johann III., ein Sohn von Gerhard II. von Holstein-Plön.

Als Adolf VII. 1390 ohne Erben verstarb, fielen Holstein-Kiel und Holstein-Plön an Graf Nikolaus von Holstein-Rendsburg († 1397) und seinen Neffen Graf Gerhard VI. von Holstein-Rendsburg († 1404).

Entstehung und Untergang der Grafschaft

 
 
 
 
Holstein
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Holstein-Kiel
(1261–1390)
 
 
 
 
 
Holstein-Itzehoe
(1261–1290)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Holstein-Segeberg
(1273-1308)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Holstein-Plön
(1290–1390)
 
Holstein-Rendsburg
(1290–1459)
 
Holstein-Pinneberg
(1290–1640)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herzogtum
Holstein
(ab 1474)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Grafschaft Rantzau
(1650–1726)
 
 
 

Kategorien: Kieler Geschichte | Schleswig-holsteinisches Adelsgeschlecht | Haus Schauenburg | Reichsgrafschaft

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