Hohkeppel - LinkFang.de





Hohkeppel


Hohkeppel
Gemeinde Lindlar
Höhe: 226 m ü. NN
Fläche: 15,11 km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 51789
Vorwahl: 02206

Lage von Hohkeppel in Lindlar

Das Kirchdorf Hohkeppel ist ein Ortsteil der Gemeinde Lindlar im Oberbergischen Kreis in Nordrhein-Westfalen. Es liegt etwa 7 Kilometer südwestlich von Lindlar, südlich von Schmitzhöhe.

Geschichte

958 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt und zwar als „Die Gebrüder Walfrid und Humfrid dem St. Severinstift ihr Allod mit der Kirche zu Kaldenkapellen und ihre Eigengüter, die Höfe Hufenstuhl, Vellingen und Tüschen u.a. Einkünfte“ schenken, wonach in Anwesenheit von Kaiser Otto I. und dessen Bruder Erzbischof Bruno von Köln die Urkunde angefertigt wurde.

Diese Urkunde bedarf besonderer Erwähnung, es handelt sich um eine der ältesten noch vorhandenen Urkunden des Bergischen Landes und sie gilt als wichtiges Dokument der Zeit, als die Eigenkirchen in diesem Fall Hohkeppel, Bruno von Köln gleichzeitig Herzog von Lothringen, in vielen Urkunden im Erzbistum Köln diese Kirchen an Stifte übertrug, um die Position der Kirchen zu Lasten der Gaugrafen als Grundherrschaften zu stärken. Diese Urkunde verdankt ihre Erhaltung offensichtlich einer im 12. Jahrhundert vorgenommen Fälschung. Der Urkundentext geht jedoch auf eine eindeutig vorhandene Urkunde als Vorlage zurück, aus dieser Zeit stammt auch das gefälschte Siegel des Kölner Erzbischofs Bruno.

Die St. Laurentius-Kirche aus dem 12. Jahrhundert wurde 1835 mit Ausnahme des Westturmes abgerissen und durch die jetzige Kirche ersetzt. Im Kirchturm finden sich drei Kirchenglocken aus dem 15. und 17. Jahrhundert.

Im 14. Jahrhundert kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Lindlar und Hohkeppel wegen des Zehnten. Folge dieses Streites war, dass um das Jahr 1400 Hohkeppel kirchenrechtlich von der Pfarre Lindlar abgetrennt wurde. Die neue Pfarre Hohkeppel umfasste die Honschaften Tüschen und Vellingen.

Im Jahre 1555 wurden das Lindlarer und Overather Landgericht vereint und der Sitz nach Hohkeppel verlegt. In der Folgezeit war vom „Landgericht zu Keppel“ (= Hohkeppel) die Rede. Die Siegelabbildung dieses Gerichts diente als Vorlage für das Wappen von Lindlar. Im ausgehenden 17. Jahrhundert trat Hohkeppel als Verhandlungsort immer mehr in den Hintergrund, obwohl das Gericht seinen Namen behielt. Ab 1691 wurde das Gericht als „Churfürstliches Hohen Keppeler Landgericht zu Lindtlar“ bezeichnet, der Verhandlungsort war nun Lindlar und nicht mehr Hohkeppel.

Wie auch für Lindlar und andere Bergische Orte gibt es eindeutige Spuren und Nachweise für Erzbergbau, wobei die ehemalige Grube Castor größere Bedeutung für das damalige Hohkeppel erlangte.

Bis zum 31. Dezember 1974 gab es eine eigenständige Gemeinde Hohkeppel, die mit der Gemeinde Engelskirchen das Amt Engelskirchen bildete. Die Grenze zwischen den Gemeinden Lindlar und Hohkeppel verlief entlang von Hommerich, Oberbergscheid, Vellingen und Oberfrielinghausen. Die Nordgrenze zur Gemeinde Kürten deckt sich mit der heutigen Kommunalgrenze der Gemeinde Lindlar, die Westgrenze verlief jenseits der Ortschaften Brombach und Brombacherberg, die heute zu Overath gehören. Im Süden grenzte die Gemeinde Hohkeppel an die Agger. Das Gemeindegebiet wurde am 1. Januar 1975 auf die Gemeinden Overath (vgl. § 10 Nr. 2 Köln-Gesetz), Engelskirchen (vgl. § 13 Abs. 2 Nr. 2 Köln-Gesetz) und Lindlar (vgl. § 14 Abs. 1 Köln-Gesetz) aufgeteilt.[1]

Kultur

Kirchengemeinden

Kath. Pfarrgemeinde „St. Laurentius“ Hohkeppel

Kulturpflege und Brauchtumspflege wird in Hohkeppel durch den Heimatverein Hohkeppel, gegründet 1954, vorangetrieben. Alljährlich wird im Oktober das Erntefest mit dem traditionellen Erntezug veranstaltet. Der Erntezug mit dem Erntepaar geht durch alle Ortsteile und historische Straßen, die heute insbesondere auch bei Motorradfahrern aus nah und fern beliebt sind.

Sehenswürdigkeiten

  • St. Laurentius-Kirche (Turm aus dem 12. Jahrhundert, Apsis aus dem Jahre 1835)
  • Wegekreuze von 1722
  • Weißes Pferdchen
  • alte Fachwerkhäuser (Pfarrhaus (1776/78), Schatzbotenhaus (1729, es wurde 1969 abgerissen), Hohkeppeler Hof (17. Jahrhundert), alte Vikarie (1781), Burghof (um 1890))
  • Das denkmalgeschützte Sakramentshaus

Öffentliche Einrichtungen

  • Freiwillige Feuerwehr Lindlar, Löschgruppe Hohkeppel

Wander- und Radwege

Verkehr

Folgende Linien verkehren regelmäßig außerhalb der Ortschaft:

Haltestellen Köttingen oder Loxsteeg: (Die Buslinie im Tal des Lennefer Baches wird seit 2010 nicht mehr bedient, und Lindlar wird über den Höhenrücken über Schmitzhöhe angefahren.)

  • 421 Lindlar – Immekeppel – Moitzfeld – Bensberg (RVK, Mo-Sa 3 Fahrten am Tag, kein Abend-,Feiertags- und Nachtverkehr)

Die folgenden Linien verkehren direkt durch Hohkeppel:

Haltestelle Am Lindenbaum:

  • 402 Untereschbach – Hohkeppel – Lindlar – Linde – Kürten Schulzentrum (KWS, an Schultagen eine Fahrt)
  • 440 Immekeppel – Untereschbach – Hohkeppel (RVK, an Schultagen eine Fahrt)
  • Bürgerbus Rathaus – Busbahnhof – Klespe – Hohkeppel (und zurück) – zwei Fahrten nur Mittwochs

Haltestelle Hohkeppel, Kirche:

  • 398 Lindlar – Hohkeppel – (Halfenslennefe) (OVAG, an Schultagen vier Fahrten)
  • 402 Untereschbach – Hohkeppel – Lindlar – Linde – Kürten Schulzentrum (KWS, an Schultagen eine Fahrt)
  • 440 Immekeppel – Untereschbach – Hohkeppel (RVK, an Schultagen eine Fahrt)
  • Bürgerbus Rathaus – Busbahnhof – Klespe – Hohkeppel (und zurück) – zwei Fahrten nur Mittwochs

Haltestelle Johann-Breidenassel-Straße:

  • 402 Untereschbach – Hohkeppel – Lindlar – Linde – Kürten Schulzentrum (KWS, an Schultagen eine Fahrt)

Haltestelle Hohkeppel, Frielinghausen:

  • 398 Lindlar – Hohkeppel – (Halfenslennefe) (OVAG, an Schultagen vier Fahrten)
  • 440 Immekeppel – Untereschbach – Hohkeppel (RVK, an Schultagen eine Fahrt)

Einzelnachweise

  1. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen (= Kommunale Schriften für Nordrhein-Westfalen. Bd. 36). Deutscher Gemeindeverlag, Köln u. a. 1975, ISBN 3-555-30092-X.

Literatur

  • Anton Jux, Josef Külheim: Heimatbuch der Gemeinde Hohkeppel. Zur Jahrtausendfeier. 958–1958. Gemeinde Hohkeppel, Hohkeppel 1958.

Weblinks


Kategorien: Ehemalige Gemeinde (Oberbergischer Kreis) | Ortsteil von Lindlar

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Hohkeppel (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.