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Hohenburg


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Hohenburg (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Amberg-SulzbachVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 389 m ü. NHN
Fläche: 39,29 km²
Einwohner: 1573 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 40 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92277
Vorwahl: 09626
Kfz-Kennzeichen: AS, BUL, ESB, NAB, SUL
Gemeindeschlüssel: 09 3 71 129
Marktgliederung: 23 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 19
92277 Hohenburg
Webpräsenz: www.hohenburg.de
Bürgermeister: Florian Junkes (CSU/Freie Wähler)
}
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Hohenburg ist ein Markt im Oberpfälzer Landkreis Amberg-Sulzbach. Südlich der Gemeinde erstreckt sich der Truppenübungsplatz Hohenfels.

Geografie

Geografische Lage

Hohenburg liegt in der Region Oberpfalz-Nord im Süden des Landkreis Amberg-Sulzbach an der Lauterach.

Gemeindegliederung

Hohenburg hat 23 Ortsteile:[2]

Es gibt folgende Gemarkungen: Adertshausen, Allersburg, Egelsheim, Hohenburg, Mendorferbuch, Ransbach, Thonhausen, Taubenbacher Forst.

Geschichte

Die Burg wurde um das Jahr 1000 in der damaligen Nordmark von den Grafen von Hohenburg als Grenzgrafschaft erbaut. Urkundlich erstmals aufgetreten ist Ernst von Hohenburg im Jahr 1080. Die verwitwete Mechthild von Hohenburg heiratete 1212 den Markgrafen Dipold V. von Vohburg aus dem Geschlecht des Grafen Dipold von Gingen. Aus dieser Verbindung gingen vier Söhne hervor, von denen Berthold, der Vormund des letzten Hohenstaufers Konradin war. Alle vier Brüder starben 1256/57 in sizilianischen Kerkern. Nach dem Aussterben der Markgrafen von Hohenburg gelangte das Herrschaftsgebiet an das Hochstift Regensburg. Die ehemalige Reichsherrschaft des Hochstiftes Regensburg wurde 1803 zusammen mit der Freien Reichsstadt Regensburg zugunsten von Dalbergs säkularisiert und fiel an das Fürstentum Regensburg des Fürstprimas von Dalberg. Mit dem Pariser Vertrag von 1810 kam der Ort zu Bayern. Die Burg, deren Überreste noch von der Größe der Anlage zeugen, verlor ab dem 17. Jahrhundert endgültig an Bedeutung und war langsam dem Verfall preisgegeben.

Die ursprünglich zum Bezirksamt, ab 1939 zum Landkreis Parsberg gehörende Gemeinde wurde am 1. Januar 1963 in den Landkreis Amberg umgegliedert.

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1972 wurden die Gemeinden Aderthausen, Egelsheim und Mendorferbuch eingegliedert, am 1. Juli des gleichen Jahres folgten aus dem Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Allersburg sowie Teile von Ransbach und Thonhausen.[3] Am 1. September 2015 erfolgte die Auflösung des gemeindefreien Gebiets Hirschwald. Dabei wurde ein Teil in die Gemeinde Hohenburg eingegliedert.[4]

Religionen

In der Gemeinde Hohenburg existieren die drei katholische Pfarreien Hohenburg, Allersburg und Adertshausen-Mendorferbuch

Einwohnerentwicklung

  • 1970: 1677
  • 1987: 1003
  • 2000: 1681

Politik

Gemeinderat und Bürgermeister

Nach der letzten Kommunalwahl am 2. März 2008 hat der Gemeinderat zwölf Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 71,0 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  CSU/Freie Wähler     9 Sitze  (76,4 %)
  SPD 3 Sitze (23,6 %)

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister. Bürgermeister ist Florian Junkes (CSU/Freie Wähler, Stand 2014)

Gemeindefinanzen

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 930.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 168.000 Euro.

Wappen

  • Wappenbeschreibung
Unter rotem Schildhaupt mit silbernem Schrägbalken zweimal geteilt von Rot, Silber und Schwarz, darauf drei goldene Ähren, die mittlere aus dem unteren Schildrand, die recht und linke aus dem Schildfuß wachsend; der Schildfuß gespalten und vorne unter goldenem Balkengiebel gespalten von Silber und Blau, hinten unter rotem Balkengiebel gerautet von Silber und Blau.
  • Wappengeschichte
Der silberne Schrägbalken in Rot im Schildhaupt verweist auf die Herrschaft des Hochstifts Regensburg; dieser Teil des Marktwappens blieb seit dem ersten Siegel, das in Abdruck von 1548 überliefert ist, stets unverändert. Das ursprüngliche Wappen von Hohenburg, das Bistumsadministrator Johann dem Markt 1542 verlieh, war unter dem Hochstift Regensburger Schildhaupt dreigeteilt von Rot, Silber und Schwarz und spielte auf die Diepoldinger Markgrafen von Hohenburg an, die als Gründer von Hohenburg gelten. Diesen Teil des Wappens zeigt auch das neue Gemeindewappen. Um 1610 wurde der schwarze Balken im Schildfuß in einen schwarzen Dreiberg verwandelt, aus dem drei Halme (Rohrhalme?) wuchsen; diese wurden in der Literatur als Bäume, in der Lokaltradition als Getreidehalme interpretiert. Um den großen Zugewinn in der Gebietsreform (Eingemeindung der ehemals selbständigen Gemeinden Adertshausen, Allersburg, Egelsheim und Mendorferbuch 1972) auch im Wappen zu dokumentieren, wurden im Schildfuß die Familienwappen der Scharfenberger vorne und der Püntzinger hinten aufgenommen. Diese Familien waren in der Geschichte von Adertshausen bzw. Allersburg von Bedeutung.
  • Wappendaten
Wappenführung seit 1542, Verleihung des Wappens durch Bistumsadministrator Johann von Regensburg; geändert bzw. erneuert 1988, belegt durch das Schreiben der Regierung der Oberpfalz vom 31. Mai 1988, Elemente aus dem Familienwappen der „Diepoldinger von Hohenburg, von Scharfenberg, Püntzinger“
  • Fahne
Rot-Weiß-Schwarz

Städtepartnerschaften

Seit 2010 besteht eine Städtepartnerschaft zu Sokolac in Bosnien-Herzegowina.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Zu den Sehenswürdigkeiten von Hohenburg gehören das Rathaus und die Pfarrkirche am Marktplatz.

Hoch über dem Ort befindet sich auf dem Schloßberg im Gebiet des Truppenübungsplatzes Hohenfels die Burgruine Hohenburg. Sie gehört allerdings zur Nachbargemeinde Hohenfels im direkt benachbarten Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Wallfahrtskirche Stettkirchen, die etwa einen Kilometer südöstlich von Hohenburg liegt.

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Hohenburg

Im Dachstuhl eines alten Hauses in Hohenburg befindet sich eine Wochenstube der in Deutschland extrem seltenen Großen Hufeisennase.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftsdaten

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft sechs, im produzierenden Gewerbe 270 und im Bereich Handel und Verkehr fünf sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 162 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 809. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 56 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.777 ha, davon waren 1.636 ha Ackerfläche.

Industrie- und Gewerbepark

Hohenburg verfügt in Hohenburg selbst über ein kleines Gewerbegebiet, in dem sich z. B. ein Spengler, ein Schreiner, ein Geigenbauer und etc. angesiedelt haben. Außerdem verfügt Hohenburg innerhalb des Gemeindegebietes über einen Industriepark, der zuvor ein Munitionslager und Depot der Bundeswehr war. In diesem Industriepark haben sich mittlerweile namhafte Firmen niedergelassen.

Solarpark Hohenburg

Im August 2005 beschloss der Marktgemeinderat die Gründung einer Gesellschaft (Gesellschaft Solarpark Hohenburg GmbH) für die Errichtung einer Photovoltaikanlage im Industriepark. Diese Solaranlage ist derzeit einzigartig für eine Kommune.

Verkehr

Bildung

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 51 Kindergartenplätze mit 53 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 4 Lehrern und 87 Schülern

Feuerwehren

  • Freiwillige Feuerwehr Hohenburg (Stützpunktfeuerwehr der Gemeinde Hohenburg)
  • Freiwillige Feuerwehr Mendorferbuch-Egelsheim
  • Freiwillige Feuerwehr Ransbach
  • Freiwillige Feuerwehr Allersburg-Berghausen
  • Freiwillige Feuerwehr Adertshausen

Weblinks

 Commons: Hohenburg  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. bayerische-landesbibliothek-online.de
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 419.
  4. Amtsblatt der Oberpfalz , aufgerufen am 1. September 2015

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Hohenburg (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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