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Hochschule Osnabrück


Hochschule Osnabrück
Gründung 1971/2003
Trägerschaft Stiftung öffentlichen Rechts
Ort Osnabrück, Lingen (Ems)
Bundesland Niedersachsen
Land Deutschland
Präsident Andreas Bertram
Studenten 13.552 WS 2015/16[1]
Mitarbeiter 1222 WS 2014/15[2]
davon Professoren 324 WS 2014/15[2]
Jahresetat 114 Mio. € WS 2014/15[3]
Website www.hs-osnabrueck.de

Die Hochschule Osnabrück (ehemals: Fachhochschule Osnabrück) ist eine niedersächsische Fachhochschule mit Verwaltungssitz in Osnabrück. Sie besteht in ihrer heutigen Form seit 2003. Der Studienbetrieb wurde 1971 aufgenommen. Einzelne Fakultäten gehen größtenteils zurück auf Ingenieurschulen und andere höhere Fachschulen, die zum Teil schon in den 1950er Jahren bestanden haben.

Seit dem 1. Januar 2003 ist die Hochschule Osnabrück in eine rechtsfähige Stiftung des öffentlichen Rechts übergegangen, § 1 Stiftung FH Osnabrück-Verordnung (StiftVO-FHOS).[4] Heute besteht die HS Osnabrück aus vier Fakultäten und dem Institut für Musik, sie bietet 68 Bachelor- und 31 Masterstudiengänge (inklusive Weiterbildungsmaster) in einem breiten Fächerspektrum an. Neben den beiden Standorten Osnabrück-Westerberg und Osnabrück-Haste verfügt die Hochschule Osnabrück noch über einen weiteren Standort in Lingen (Ems), der im Zuge des Hochschulpakts 2020 noch weiter ausgebaut wird.[5] In der Albrechtstraße und der Caprivistraße, im Osnabrücker Stadtteil Westerberg, befinden sich die Hörsäle, Seminarräume und Laboratorien der Fakultäten Ingenieurwissenschaften und Informatik, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie des Institutes für Musik. Im historischen Stadtkern Osnabrücks ist der Studiengang Industrial Design in der Vitischanze beheimatet. Die Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur mit ihren Lehrgebäuden, Laboratorien, Gewächshäusern und Versuchsbetrieben findet man im Osnabrücker Stadtteil Haste inmitten eines ca. 5 Hektar großen Parks an den Ausläufern des Wiehengebirges.

Geschichte der Hochschule

Die Ursprünge der heutigen Hochschule Osnabrück liegen in Vorgängerinstitutionen der tertiären Bildung. So ging die heutige Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik aus der 1962 gegründeten „Staatlichen Ingenieurschule Osnabrück“ hervor. Ursprung der Fakultät für Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur ist die „Höhere Landbauschule“ Quakenbrück, die bereits 1936 gegründet wurde. Nachdem diese Institution 1952 nach Osnabrück umzog und sich 1964 in „Ingenieurschule für Landbau“ umbenannte, wurde sie später der Fachhochschule Osnabrück angegliedert. Das heutige Institut für Musik ging aus dem 1919 gegründeten Städtischen Konservatorium Osnabrück hervor und wurde 1996 in die Fachhochschule integriert.

1971 erfolgte die Gründung der „Fachhochschule Osnabrück“ als solcher aus den verschiedenen Vorgängereinrichtungen und der Neuerrichtung des Fachbereichs Wirtschaft. Im Jahre 1987 wurde an der FH Osnabrück erstmals in der Bundesrepublik Deutschland eine Professur für Pflegewissenschaft eingerichtet, die mit Ruth Schröck besetzt wurde.[6]

Von 1995 bis 2000 war die Fachhochschule Osnabrück eine der Modellhochschulen im „Modellvorhaben für eine Erprobung der globalen Steuerung von Hochschulhaushalten in Niedersachsen“, dessen Ergebnisse inzwischen in die Hochschulgesetzgebung des Landes Niedersachsen eingeflossen sind.[7]

Die 2003 erfolgte Überführung in die „Stiftung Fachhochschule Osnabrück“ brachte zahlreiche organisatorische Änderungen mit sich, u. a. der Einrichtung eines Stiftungsrates (Vorsitzende: Helga Schuchardt). Im Jahr 2006 gehörte die neue Stiftung Fachhochschule Osnabrück zu den größten Stiftungen öffentlichen Rechts nach Ausgabenvolumen in Deutschland.[8]

2004 wurde der Neubau auf dem Camprivi-Campus auf dem Westerberg eingeweiht; die Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften nutzt das ehemalige Kasernengelände bereits seit 1998.[9] Das Orientierungsystem am Caprivi-Campus stammt von Andreas Uebele. Ebenfalls 2004 wurde das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege initiiert, dessen Geschäftsstelle sich an der Hochschule Osnabrück befindet und Pflegestandards bzw. nationale Expertenstandards für die Pflege entwickelt.[10]

Im September 2010 wurde mit Inkrafttreten des neuen niedersächsischen Hochschulgesetzes die „Fachhochschule Osnabrück“ in „Hochschule Osnabrück“ umbenannt.[11] Ebenfalls konnte zum Start des Wintersemesters 2010/2011 erstmal die Grenze von 10.000 Studierenden an der HS Osnabrück übersprungen werden.[12]

Die heutige Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik (IuI) ist aus den ehemaligen Fachbereichen Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik sowie Werkstoffe und Verfahren, die Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (WiSo) aus den ehemaligen Fachbereichen Wirtschaft, dem Institut für Öffentliches Management, Institut für Öffentliche Verwaltung (Laufbahnbefähigung gehobener Dienst) und dem Institut für Gesundheitsberufe hervorgegangen. Die heutige Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur (AL) ging aus den ehemaligen Fachbereichen Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur hervor. 2011 wurde die Fakultät Management, Kultur und Technik (MKT) als neuer organisatorischer Überbau am Standort Lingen eingerichtet, die aus dem ehemaligen Department für Kommunikation und Gesellschaft, Department für Management und Technik und dem Department für Duale Studiengänge, einer Kooperation mit der Berufsakademie Emsland,[13] hervorgegangen ist.[14] Eröffnet wurde der neue Campus Lingen im Oktober 2012, nachdem die Hallen I/II des ehemaligen Ausbesserungswerks Lingen ausgebaut wurden.

Zum Wintersemester 2011/12 führte die Fakultät WiSo den neuen und in Deutschland bislang einmaligen Bachelor-Studiengang Angewandte Volkswirtschaftslehre (B.A.) ein.[15] Im Februar 2012 wurde das kooperative Forschungskolleg „FamiLe – Familiengesundheit im Lebensverlauf“ zusammen mit der Universität Witten/Herdecke eröffnet.[16]

Am 19. April 2013 erfolgte der erste Spatenstich für den Erweiterungsbau von Universität und Hochschule Osnabrück auf dem Westerberg. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur investiert rund 23 Millionen € in das Hörsaalgebäude, insgesamt sind Investitionen von rund 80 Mio. € für den gesamten neuen Campus geplant.[17]

Fakultäten und Studiengänge

  • Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik (IuI) in Osnabrück-Westerberg
    • Aircraft and Flight Engineering (B.Sc.)
    • Allgemeine Verfahrenstechnik (B.Sc.)
    • Berufliche Bildung – Elektrotechnik (B.Sc.)
    • Berufliche Bildung – Metalltechnik (B.Sc.)
    • Bioverfahrenstechnik in Agrarwirtschaft und Lebensmittelwirtschaft (B.Sc.)
    • Dentaltechnologie (B.Sc.)
    • Elektrotechnik (B.Sc.)
    • Europäisches Elektrotechnik-Studium (B.Sc.)
    • Europäisches Informatik-Studium (B.Sc.)
    • European Mechanical Engineering Studies (B.Sc.)
    • Fahrzeugtechnik (B.Sc.)
    • Industrial Design (B.A.)
    • Informatik – Medieninformatik (B.Sc.)
    • Informatik – Technische Informatik (B.Sc.)
    • Kunststoff- und Werkstofftechnik (B.Sc.)
    • Kunststofftechnik im Praxisverbund (B.Sc.)
    • Maschinenbau (B.Sc.)
    • Maschinenbau im Praxisverbund (B.Sc.)
    • Mechatronik (B.Sc.)
    • Media- & Interactiondesign (B.A.)
    • Nachhaltige Energiesysteme (B.Sc.)
    • Angewandte Werkstoffwissenschaften (M.Sc.)
    • Elektrotechnik – Automatisierungssysteme (M.Sc.)
    • Entwicklung und Produktion (M.Sc.)
    • Fahrzeugtechnik (M.Sc.)
    • Informatik – Verteilte und Mobile Anwendungen (M.Sc.)
    • Lehramt an berufsbildenden Schulen, Teilstudiengang Elektrotechnik (M.Ed.)
    • Lehramt an berufsbildenden Schulen, Teilstudiengang Metalltechnik (M.Ed.)
    • Mechatronic Systems Engineering (M.Sc.)
  • Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (WiSo) in Osnabrück-Westerberg
    • Angewandte Volkswirtschaftslehre (B.A.)
    • Betriebliches Informationsmanagement (B.Sc.)
    • Betriebswirtschaft (B.A.) (Dualer Studiengang)
    • Betriebswirtschaft im Gesundheitswesen (B.A.)
    • Betriebswirtschaft und Management (B.A.)
    • Elementarpädagogik (B.A.) (berufsbegleitend)
    • Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie (B.Sc.)
    • Ergotherapie, Physiotherapie (B.Sc.) (Dualer Studiengang)
    • International Event Management Shanghai (B.A.)
    • International Management (B.A.)
    • Internationale Betriebswirtschaft und Management (B.A.)
    • Internationales Logistikmanagement China LOGinCHINA (B.A.)
    • Midwifery (B.Sc.)
    • Öffentliches Management (B.A.)
    • Öffentliche Verwaltung (B.A.)
    • Pflege (B.Sc.) (Dualer Studiengang)
    • Pflegemanagement (B.A.) (berufsbegleitend)
    • Pflegewissenschaft (B.A.) (berufsbegleitend)
    • Soziale Arbeit (B.A.)
    • Wirtschaftspsychologie (B.Sc.)
    • Wirtschaftsrecht (LL.B.)
    • Auditing, Finance and Taxation (M.A.)
    • Business Management (M.A.)
    • Controlling und Finanzen (M.A.)
    • Gesundheitsmanagement (MBA) (berufsbegleitend)
    • Hochschul- und Wissenschaftsmanagement (MBA) (berufsbegleitend)
    • International Business and Management (M.A.)
    • International Supply Chain Management (MBA) (berufsbegleitend)
    • Management im Gesundheitswesen (M.A.)
    • Management in Nonprofit-Organisationen (M.A.)
    • Manuelle Therapie (M.Sc.) (berufsbegleitend)
    • Wirtschaftsrecht (LL.M.)
  • Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur (AL) in Osnabrück-Haste
    • Baubetriebswirtschaft Dual (B.Eng.)
    • Berufliche Bildung Ökotrophologie (B.Sc.)
    • Bioverfahrenstechnik (B.Sc.)
    • Freiraumplanung (B.Eng.)
    • Ingenieurwesen im Landschaftsbau (B.Eng.)
    • Landschaftsentwicklung (B.Eng.)
    • Landwirtschaft (B.Sc.)
    • Ökotrophologie (B.Sc.)
    • Produktionsgartenbau (B.Sc.)
    • Wirtschaftsingenieurwesen Lebensmittelproduktion (B.Eng.)
    • Wirtschaftsingenieurwesen im Agri- und Hortibusiness (B.Eng.)
    • Agrar- und Lebensmittelwirtschaft (M.Sc.)
    • Bodennutzung und Bodenschutz (M.Sc.)
    • International Facility Management (M.Sc.)
    • Landschaftsarchitektur und Regionalentwicklung (M.Eng.)
    • Management im Landschaftsbau (M.Eng.)
    • Nachhaltige Dienstleistungs- und Ernährungswirtschaft (M.Sc.) (In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Münster)
    • Produkt- und Qualitätsmanagement in Landwirtschaft und Gartenbau (M.Sc.)
    • Agrar- und Lebensmittelwirtschaft (M.Sc.)
  • Fakultät Management, Kultur und Technik (MKT) in Lingen (Ems)
    • Allgemeiner Maschinenbau (B.Sc.)
    • Betriebswirtschaft (B.A.) (Dualer Studiengang)
    • Betriebswirtschaft und Management (B.A.)
    • Engineering technischer Systeme – Maschinenbau (B.Eng.) (Dualer Studiengang)
    • Engineering technischer Systeme – Elektrotechnik (B.Eng.) (Dualer Studiengang)
    • Engineering technischer Systeme – Mechatronik (B.Eng.) (Dualer Studiengang)
    • Engineering technischer Systeme – Verfahrenstechnik / chem. Prozesstechnik (B.Eng.) (Dualer Studiengang)
    • Kommunikationsmanagement (B.A.)
    • Management betrieblicher Systeme – Betriebswirtschaft (B.A.) (berufsintegrierend)
    • Management betrieblicher Systeme – Wirtschaftsingenieurwesen (B.Eng.) (berufsintegrierend)
    • Pflege (B.Sc.) (Dualer Studiengang)
    • Theaterpädagogik (B.A.)
    • Weiterbildender Masterstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen (MBA) (berufsbegleitend)
    • Wirtschaftsinformatik (B.Sc.)
    • Wirtschaftsinformatik (B.Sc.) (Dualer Studiengang)
    • Wirtschaftsingenieurwesen (B.Sc.)
    • Wirtschaftsingenieurwesen (B.Eng.) (Dualer Studiengang)
    • Kommunikation und Management (M.A.)

Forschung

Für das Jahr 2012 wird die Einrichtung von Binnenforschungsschwerpunkten (BFSP) geplant, um die Forschungsaktivitäten der Hochschule zu fokussieren und erfolgversprechende Projekte mit hohem Innovationspotential besser zu fördern. Derzeit sind an der Hochschule Osnabrück zwölf Forschungsschwerpunkte eingerichtet:

  • Forschungszentrum Energiewirtschaft Energierecht (fee)
  • KOMOBAR – Entscheidungsstrategien und Kommunikationsstrukturen für kooperierende mobile Arbeitsmaschinen in der Agrarwirtschaft
  • Mobilkommunikation
  • Angewandter Forschungsschwerpunkt Automatisierungssysteme (AFAS)
  • Intelligente Sensorsysteme (ISYS)
  • Precision Farming als Instrument der interdisziplinären potenzialorientierten Landnutzung (PIROL)
  • Optimierung von Geschäftsprozessen in der Logistikkette
  • Patienten- und klientenorientierte Konzepte zur Systematisierung der Pflegepraxis
  • Entwicklung, Konsentierung und Implementierung von Expertenstandards in der Pflege
  • Reproduktive Frauen- & Familiengesundheit
  • Konzeptionierung und Einführung einer praxisintegrierenden elektronischen Lernbasis (prieL)
  • SafeConnect

Die Volkswagen-Stiftung fördert die Hochschule Osnabrück von 2012 bis 2016 mit rund 1 Mio. € für das gemeinsame bodenwissenschaftliche Forschungsprojekt Rüwola mit der HAWK Hochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen.[18] Im Dezember 2011 wurden für acht Forschungsanträge der Hochschule Osnabrück Förderungen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von ebenfalls rund 1 Mio. € bewilligt.[19]

Über Kooperationen wie das Forschungskolleg „FamiLe – Familiengesundheit im Lebensverlauf“ ist die Möglichkeit gegeben, im Anschluss an das Studium an der Hochschule Osnabrück eine Promotion anzustreben.[16]

Der Versuchsbetrieb Waldhof der Fakultät Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur in Wallenhorst ist Sitz des Competence Center ISOBUS e.V. (CCI), ein eingetragener Verein zur Förderung der technischen Weiterentwicklung, der beschleunigten Praxiseinführung sowie der internationalen Durchsetzung des ISOBUS, eines Datenübertragungssystems für die Landtechnik.

Internationale Kooperationen

Die meisten Fakultäten der Hochschule Osnabrück bieten europäische/internationale Studiengänge mit einem Jahr Auslandsaufenthalt in einer der vielen Partnerhochschulen an.

Die Fakultät WiSo bietet in Kooperation mit der britischen Hochschule Buckinghamshire New University ein MBA-Programm an. Es findet als dreijähriger berufsbegleitender Studiengang mit Präsenzphasen statt und dient dem Erwerb von Managementwissen und Führungsfähigkeiten. Die Dozentenschaft setzt sich zusammen aus Hochschullehrern der Partnerhochschulen sowie Experten aus Unternehmen. Absolventen erhalten ein Doppeldiplom: Es werden sowohl der akademische Grad Master of Business Administration der Bucks New University als auch der Hochschule Osnabrück verliehen. Die britische Partnerhochschule liegt in High Wycombe (Buckinghamshire/Großbritannien).

Daneben kooperiert die Hochschule Osnabrück auch mit Universitäten in China; so wird zusammen mit der Universität Hefei ein internationaler Studiengang in Logistik-Management („LOGinCHINA“) angeboten, der auf dem Osnabrücker Bachelor-Studiengang Betriebswirtschaftslehre und Management (B.A.) beruht.[20][21] Zusammen mit der FH Münster und der Saxion Hogeschool Enschede wird der MBA-Studiengang „International Supply Chain Management“ angeboten.[22] Gemeinsam mit der Beijing Normal University, der Donau-Universität Krems und der Universität Tampere wurde 2012 ein Erasmus+ Joint Master Degree (Master in Research and Innovation in Higher Education) eingeführt.[23]

Die Hochschule ist eines von sieben Mitglieder im deutschen Hochschulverbund „Alliance for Excellence“ (UAS7).

Studienbedingungen

Im Vergleich zu anderen Hochschulen (Fachhochschulen und Universitäten) ist das Verhältnis der Anzahl von Professoren und Studenten hoch. Viele Gebäude sind zwar schon etwas älter, doch viele wurden und werden noch renoviert. Jedes Jahr zwischen April und Mai findet das nicht nur unter Studenten beliebte Terrassenfest statt. Im CHE-Ranking 2005 wurde der Studiengang Wirtschaftsrecht in der Spitzengruppe platziert, im CHE-Bachelor-Ranking 2007 konnte die Fakultät WiSo mit zwei Studiengängen Spitzenpositionen erreichen.

Die Hochschule Osnabrück nimmt unter dem Namen Ignition Racing Team mit einem interdisziplinären Team an der Formula Student Germany teil, an dem rund 40 Studierende der Fakultäten I&I sowie WiSo beteiligt sind.[24]

Nach einer einwöchigen Probephase Anfang 2009 setzen die Stadtwerke Osnabrück seit April 2010 zwei Buszüge ein. Die 23 Meter langen Gespanne verkehren u. a. auf der stark frequentierten Uni-Linie 21, welche den Hauptbahnhof mit der Universität und der Hochschule am Westerberg verbindet. Initiiert wurde die Kapazitätserweiterung durch den AStA der Hochschule Osnabrück im Rahmen der Verhandlungen zum Semesterticket, da insbesondere in Stoßzeiten die Busse überfüllt waren.[25][26] Inzwischen (Herbst 2011) ist die Flotte auf sieben Anhängerzüge angewachsen. Der Standort in Osnabrück-Haste ist (auch mit Semesterticket) mit den Stadt- und Regionalbuslinien zu erreichen über die Haltestelle Sankt Angela (Linien 41, 541) und Oldenburger Landstraße Hochschule Haste (Linien 583, 584, 585, 586, 610). Für das Jahr 2015 beabsichtigt die Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück die Reduzierung der Bedienungshäufigkeit von drei auf zwei Fahrten pro Stunde der Buslinien 583, 584 in der Oldenburger Landstraße und bei der Buslinie 541 aus Rulle einen zusätzlichen Umstieg auf dem Weg von dort zur Haltestelle Sankt Angela in Haste.

Zum WS 2011/12 hat die Hochschule die ihr maximal zur Verfügung stehende Zahl von 39 Stipendien im Rahmen des Deutschlandstipendiums an 19 weibliche und 20 männliche Stipendiaten vergeben.[27]

Persönlichkeiten und Alumni

Bekannte (ehemalige) Lehrende

Bekannte Absolventen

Die Hochschule Osnabrück in Film und Fernsehen

Im Lindholm-Tatort Das namenlose Mädchen (2007), der in Osnabrück spielt, besuchte das Mordopfer einen Kursus an der Hochschule. Die Dreharbeiten fanden im August und September 2006 u. a. am Standort Haste, der Universität Osnabrück und in einem Studentenwohnheim statt.[28] Für den ebenfalls in Osnabrück spielenden ARD-Fernsehfilm Vertraute Angst (2008) wurde der Caprivi-Campus der Fakultät WiSo als Kulisse für eine psychiatrische Klinik genutzt.[29]

2007 erfolgten am Caprivi-Campus Dreharbeiten für das Doku-Drama Remarque – Sein Weg zum Ruhm (2008) über Erich Maria Remarque, der seine militärische Ausbildung u. a. in der Osnabrücker Caprivi-Kaserne absolvierte.[30]

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Fachhochschule Osnabrück  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Hochschule Osnabrück: WIR in Zahlen abgerufen am 14. März 2016.
  2. 2,0 2,1 Hochschule Osnabrück: WIR in Zahlen abgerufen am 14. März 2016.
  3. Hochschule Osnabrück: WIR in Zahlen - Jahresbericht 2014 abgerufen am 14. März 2016, S. 52.
  4. vgl. auch Doreen Kirmse: Kein Widerspruchsrecht nach § 613a VI BGB bei gesetzlich angeordnetem Übergang des Arbeitsverhältnisses – Stiftungen als Träger von Wissenschafts- und Kultureinrichtungen, in: NJW 2006, 3325, 3327.
  5. Ohne Verfasser: Lingen – Lokhalle wird FH, in: Immobilien Zeitung vom 2. August 2007, S. 18.
  6. Mathilde Hackmann: Development of nursing research in Germany in the European context, in: International Journal of Nursing Practice 2000, 222, 224.
  7. Karl-Heinz Maul: Wissensbilanzen als Teil des handelsrechtlichen Jahresabschlusses – Wissensbilanzen dargestellt am Beispiel des Jahresabschlusses von Hochschulen -, in: DStR 2000, 2009, 2011.
  8. Hermann Falk: Nachhaltigkeitsstrategien für Stiftungen, in: Gotlind Ulshöfer, Gesine Bonnet (Hrsg.): Corporate Social Responsibility auf dem Finanzmarkt, 1. Auflage 2009, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, ISBN 978-3-531-16077-1, S. 204.
  9. Darum!Osnabrück: Studieren in einer Kaserne? Die Caprivi-Kaserne bereits wird seit 1998 als Campus der Hochschule genutzt. , abgerufen am 14. Juni 2015.
  10. Karl-Jürgen Bieback: Keine Vergütungsvereinbarungen in der Pflege mehr? – Probleme der Qualitätssicherung im SGB XI, in: NZS 2004, S. 337, 342.
  11. hs-osnabrueck.de: Fragen und Antworten zur Namensumstellung Fachhochschule Osnabrück >> Hochschule Osnabrück , abgerufen am 27. September 2010.
  12. noz.de: Die magische Zahl ist erreicht , abgerufen am 29. September 2010.
  13. noz.de: Meilenstein für den Campus Lingen. Integration der BA-Studiengänge in die Fachhochschule besiegelt , abgerufen am 1. Dezember 2011.
  14. Thomas Pertz: Campus in Lingen wird erwachsen , Neue Osnabrücker Zeitung, abgerufen am 1. Juli 2011.
  15. vgl. Spiegel Online: Warum bringt uns keiner Krise bei? – 2. Teil: Unis, hört die Signale! Wie Studenten die Lehrpläne reformieren , abgerufen am 28. Dezember 2011.
  16. 16,0 16,1 idw-online.de: Start des kooperativen Forschungskollegs „FamiLe“ von Uni Witten/Herdecke und Hochschule Osnabrück , abgerufen am 25. Februar 2012.
  17. idw-online: Osnabrücker Campus erhält Hörsaalgebäude über 22 Millionen Euro , abgerufen am 20. April 2012.
  18. noz.de: Volkswagen-Stiftung fördert Hochschule Osnabrück , abgerufen am 1. Dezember 2011.
  19. hs-osnabrueck.de: Hochschule Osnabrück mit acht Anträgen erfolgreich. Europäischer Strukturfonds finanziert Forschung mit über einer Mio. Euro , abgerufen am 1. Dezember 2011.
  20. Ohne Verfasser: Kooperation mit Uni in China, in: Personal Nr. 12/2008, S. 44.
  21. Anna Tille: Bildung für die Welt. Niedersächsische Hochschulen exportieren ihre Studienkonzepte nach China und Jordanien, in: DVZ, Beilage vom 14.September 2010.
  22. Maria Kiebert: Deutsch-niederländischer MBA-Studiengang International Supply Chain Management, Fachhochschule Osnabrück. Neue Studienmöglichkeit für Führungskräfte, in: Beschaffung aktuell 8/2006, S. 56.
  23. http://www.wiso.hs-osnabrueck.de/hwm-mba.html?&no_cache=1&L=1 .
  24. vgl. HS Osnabrück, Newsletter „INFHOS“: UNTERNEHMER UND STUDENT IN EINEM , abgerufen am 19. Juni 2011.
  25. Pressemitteilung der Stadtwerke Osnabrück vom 21. September 2009: Mit der Linie 21 noch besser zur Fachhochschule , abgerufen am 3. Januar 2012.
  26. Neue Osnabrücker Zeitung: Hier kommt der Stadtbus mit Anhänger , abgerufen am 3. Januar 2012.
  27. noz.de: Hochschule vergibt Stipendien , abgerufen am 1. Dezember 2011.
  28. Studentenwerk Osnabrück: Geschäftsbericht 2006/2007 (PDF; 2,0 MB), S. 22–23.
  29. Hochschule Osnabrück: Caprivi-Campus wird zur Filmkulisse , abgerufen am 12. Februar 2013.
  30. Hochschule Osnabrück: Dreharbeiten zu Erich Maria Remarque , abgerufen am 12. Februar 2013.

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