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Hinsbeck


Dieser Artikel beschreibt einen Stadtteil von Nettetal, das ehemalige Bauerndorf bei Essen-Kupferdreh, wird in Hinsbeck (Ruhr) beschrieben.
Hinsbeck
Stadt Nettetal
Höhe: 54 m
Fläche: 18,98 km²
Einwohner: 4910 (30. Jun. 2013)
Bevölkerungsdichte: 259 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1970
Postleitzahl: 41334
Vorwahl: 02153

Lage von Hinsbeck in der Stadt Nettetal

Hinsbeck ist ein Stadtteil von Nettetal im Kreis Viersen in Nordrhein-Westfalen.

Geographie

Hinsbeck ist ein staatlich anerkannter Erholungsort und innerhalb der flachen niederrheinischen Landschaft als „Bergdorf“ und „Hinsbecker Schweiz“ bekannt. Seine städtebauliche Gestalt wird wesentlich geprägt durch die Lage am Abhang der Hinsbecker Höhen, die dieses Gebiet landschaftlich dominieren. Die am Hang liegende katholische Pfarrkirche St. Peter dominiert das Ortsbild. Hinsbeck liegt am Naturpark Maas-Schwalm-Nette zwei bis drei Kilometer entfernt von den Krickenbecker Seen in der Nähe der deutsch-niederländischen Grenze bei Venlo (NL).

Geschichte

Die ersten schriftlichen Quellen erwähnen den Ort und Kirche 1221 als Hensbec, 1238 als Heingstbeche, 1288 als Henxbeke und um 1300 als Hengesbeke.

Die Bedeutung der Silbe „beck“ ist Hügel (aus idg. „*bheg“ = biegen, germ. „bah“, wölben) - sie beschreibt die erhöhte Lage des Ortes. Die Silbe „hengst“ hat die Bedeutung von etwas Springendem, einem Pferd (erst ab 15. Jh. männliches Pferd)[1].

Die Landschaft um den Ort sah früher wesentlich anders aus als heutzutage. Die Seen existierten noch nicht, es gab dafür ausgedehnte Moore und Bruchland. Erst im 17. Jahrhundert begann man mit dem großflächigen Torfabbau, wodurch die heutige Krickenbecker Seenlandschaft entstand. Die Hinsbecker Heide war ursprünglich mit Buchen und Eichen bewachsen, die Wälder gingen mit der Zeit durch Holzeinschlag und besonders durch Beweidung zum Großteil verloren. So entstand eine Heidelandschaft, bereits zum Ende des 17. Jahrhunderts waren nur noch kleine Waldreste übrig geblieben. In der Mitte des 18. Jahrhunderts begann man mit der Aufforstung mit Kiefern, weite Teile blieben jedoch noch bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts kahl. Heute hat ein durch Samenflug entstandener Mischwald die Heideflächen nahezu verdrängt. In dieser kargen Landschaft richtete man mehrere Gerichtsstätten ein: Das Landgericht op de Geer, außerdem die Schöffenschlucht und den Galgenberg. Auf der Heide befand sich auch der im Volksmund Hellijepöttsche genannte Amandusbrunnen, von welchem aus der heilige Amandus um 647 die Gegend christianisiert haben soll. Im Jahre 1369 umfasste Hinsbeck rund 90 Haushalte, was bei einer angenommenen Zahl von durchschnittlich 8 Personen pro Haushalt etwa 700 Einwohner bedeuten würde.

Hinsbeck wurde am 1. Januar 1970 nach Nettetal eingemeindet.[2]

Politik

Seit der kommunalen Neugliederung im Jahr 1970 gehört die ehemals eigenständige Gemeinde Hinsbeck (Kreis Kempen-Krefeld) zur neu gebildeten Stadt Nettetal im Kreis Viersen.

Sitz der auch für Hinsbeck zuständigen Stadtverwaltung und der politischen Gremien ist der benachbarte Stadtteil Lobberich.

Kultur

Sehenswürdigkeiten

Sport

In Hinsbeck gibt es diverse Sportvereine. Der SC Rhenania Hinsbeck 1919 e.V. ist der größte Sportverein. Er hat neben einer Fußball- und Trimmabteilung eine Breitensportgruppe und eine Badmintongruppe.

Persönlichkeiten

in Hinsbeck geboren

mit Hinsbeck verbunden

Literatur

  • Gerhard Rehm (Red.): Hinsbeck. Beiträge zu Geschichte, Sprache und Natur einer niederrheinischen Gemeinde. Schriftenreihe des Kreises Viersen Bd. 42, Viersen 1997, ISBN 3-931242-13-7.

Weblinks

 Commons: Hinsbeck  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. [1]
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 115.
  3. Information des VVV Hinsbeck
Erholungsort in Nordrhein-Westfalen (staatlich anerkannt)

Kategorien: Ortsteil von Nettetal | Ehemalige Gemeinde (Kreis Viersen)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Hinsbeck (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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