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High Definition Video


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high-definition video (kurz HD video oder HDV, englisch für hochauflösendes Video) ist der Oberbegriff für hochauflösende digitale Videoformate. Der Begriff stellt – neben der aktuellen 3D-Technik – die aktuelle Entwicklungsstufe in der Videotechnik dar und löst seit seiner Einführung immer stärker den seit Mitte der 1990er Jahre etablierten Digital-Video-Standard ab.

Geschichte

Ab Anfang des 21. Jahrhunderts stieg die Pixelzahl bei Camcordern über den Bereich an, der für die Auflösung eines PAL-Bildes notwendig war (vgl. dazu Videokamera), hauptsächlich bedingt durch die vom Kunden nachgefragte, eine hohe Auflösung erfordernde, Fotofunktion solcher Amateurcamcorder. Entsprechend hoch auflösend korrigierte Objektive waren durch die Fotofunktion ebenfalls notwendig geworden. Damit stand die Basistechnologie für hochauflösende Videokameras im Prinzip bereits zur Verfügung und musste nur noch mit einem entsprechenden Verarbeitungsprozessor ergänzt werden, der eine Komprimierung der Bilder bis zu dem Grad durchführen konnte, dass eine Speicherung von hochauflösendem Video auf den bisherigen DV-Kassetten mit den vorhandenen Laufwerken möglich wurde. Dieses konnte dann technisch durch Einsatz der MPEG-2-Kompression anstelle des bisherigen DV-Formates erreicht werden.

Dementsprechend waren solche HDV-Kameras bereits kurz nach Markteinführung vergleichsweise preisgünstig erhältlich, was zu ihrer raschen Verbreitung beitrug. Im Gegensatz zum Fernsehbereich, wo sich HDTV weiter schwer tut, war HDV in der Unterhaltungselektronik und im Prosumer-Segment recht erfolgreich, zumal alle damals erhältlichen HDV-Camcorder zusätzlich noch das „herkömmliche“ Standard-Definition-Digital-Video-Format (SD-DV, auch in 16:9) beherrschten (abwärtskompatibel), was den „Formatumsteigern“ sehr entgegenkam. Die Neuentwicklung professioneller reiner SD-DV-Kameras ist seit 2006 weitgehend eingestellt worden.

HDV entspricht mit maximal 1440x1080 nicht der „Full HD“ Auflösung. Dieses leisten neuentwickelte Aufnahmeformate, wie AVCHD, das auf dem H.264-Codec basiert. Hinzu kommen schnellere Aufzeichnungsmedien wie Festplattenlaufwerke (HDD) oder Speicherkarten, so dass auch 1920 x 1080 Bildpunkte nativ aufgezeichnet werden können.

Ab 2007 und verstärkt 2008 zeigte sich eine Tendenz, trotz gewisser Einschränkungen hinsichtlich Auflösung, Farbraum und Schnittfähigkeit, HDV1 im Broadcast- und Independent-Bereich zu repositionieren, da die technischen Fortschritte Verbesserungen an den Kameras ermöglichten (vgl. z.B. oben); mittlerweile hat die European Broadcasting Union 720/50p zu ihrem Ausstrahlungsformat für HDTV erklärt. Daher sind inzwischen auch 50p-fähige Profi-Kameras und -Schnittsysteme weit verbreitet.

Formate

AVCHD

Im Amateurlager erwächst durch das AVCHD-Format eine nicht-band-basierte Konkurrenz: durch die maximal 24 MBit/s hohe Datenrate wäre theoretisch die Aufzeichnung auf DV-Band und damit die einfache Archivierung möglich, jedoch ist dieses nicht vorgesehen. Diese „Full-HD“-Camcorder (1920 x 1080 Bildpunkte) sind ausschließlich mit Festplattenlaufwerken oder Speicherkarten ausgerüstet. Zwischenzeitlich stehen auch im Amateur-Bereich entsprechende Grafikkarten zur Verfügung, sodass eine Verarbeitung in Echtzeit möglich ist. Zunehmend stellen sich Schnittsysteme auf diese neue Konstellation ein und gehen von der bisher praktizierten Methode der softwaregestützten Videobearbeitung bei solchen komplexen Verfahren ab.

HDV

Hauptartikel: HDV (Videoformat)

„HDV“ ist ein Videoformat für gehobene Amateur- und Unternehmens-Ansprüche, das jedoch aus Kostenerwägungen kurzzeitig Einzug in das professionelle Broadcast-Segment hielt, genau wie es seinerzeit bei DV der Fall war. Die technische Qualität ist jedoch professionellen HD-Broadcast-Formaten wie DVCPRO-HD oder HDCAM unterlegen, deren Datenraten vier- bzw. sechzehnmal so hoch sind und mit höherer Farbabtastung arbeiten. Eine solche Weiterentwicklung ist XDCAM HD von Sony, das in drei verschiedenen Datenraten von 18, 25, 35 MBit/s, sowie 50 MBit/s (XDCAM HD 422) arbeitet und ebenfalls auf einem MPEG-2-Codec basiert.

4K2K

Hauptartikel: 4K2K

4K2K ist ein digitales High-Definition-Video-Format, das etwa der vierfachen HDTV-Auflösung entspricht.

UHDTV

Ultra High Definition Television ist ein digitales High-Definition-Video-Format, das etwa der sechzehnfachen HDTV-Auflösung entspricht.

Siehe auch

Literatur

  • Ulrich Stöckle: HD ready oder was? Tipps für den Umstieg auf HDTV. bhv PRAXIS, 2006, ISBN 978-3-8266-7437-2.
  • Dr.-Ing. W. Wunderlich, Digitales Fernsehen HDTV, HDV, AVCHD für Ein-und Umsteiger. Auberge-tv Verlag, Hohen Neuendorf 2007, ISBN 978-3-00-023484-2.

Weblinks


Kategorien: Videotechnik

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