Hessischer Hochleistungsrechner - LinkFang.de





Hessischer Hochleistungsrechner


Der Hessische Hochleistungsrechner (HHLR) war ein Teil des Hochleistungsrechnerverbundes des Landes Hessen. Er war von 2002 bis 2012 in Betrieb. Nachfolgesystem ist der Lichtenberg-Hochleistungsrechner.

Hintergrund

Die leistungsstärksten Rechner der Welt werden von den USA, China und Japan eingesetzt. Auf europäischer Ebene wurde die Partnership for Advanced Computing in Europe - Initiative (PRACE) gegründet, an der Deutschland als einer von fünf Hauptpartnern unter derzeit insgesamt 17 Ländern beteiligt ist. Diese Initiative verfolgt das Ziel, eine europaweite Infrastruktur für Hochleistungsrechnen zu schaffen. Auf dieser Ebene sollen Hochleistungsrechner der höchsten Leistungsklasse angesiedelt sein.

Auf nationaler Ebene besteht mit dem Gauß-Centre for Supercomputing (GCS) ein Zusammenschluss der drei Bundesrechenzentren in Jülich, Garching und Stuttgart. Das GCS tritt vertritt die deutschen Interessen in der PRACE-Initiativen.

Die Gauß-Allianz (GA) ist der Zusammenschluss aller Supercomputerzentren auf Landesebene. Die hessischen Interessen in der Gauß-Allianz werden durch die TU Darmstadt als stimmberechtigtes Mitglied und die Goethe-Universität Frankfurt als assoziiertes Mitglied vertreten. Die TU Darmstadt betrieb den HHLR[1].

Der Rechner

Der Rechner wurde 2002 installiert[2]. Er konnte von Wissenschaftlern aller hessischen Hochschulen sowie dem Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GSI genutzt werden. Er wird durch die beteiligten Hochschulen und das Land Hessen finanziert.

Er wurde vom Hochschulrechenzentrum (HRZ) der TU Darmstadt im Auftrag des HHLR-Beirats sowie der Kompetenzgruppe wissenschaftliches Hochleistungsrechnen im Forschungszentrum Computational Engineering (CE) betrieben.

Der Rechner war Teil des hessischen Hochleistungsrechnerverbundes. Gemeinsam mit dem vom Center for Scientific Computing CSC der Universität Frankfurt aufgebauten Linux-PC-Cluster für weniger eng gekoppelte Aufgabenstellungen (geringer Kommunikationsbedarf) ist er einer der beiden Pfeiler des Hessischen Hochleistungsrechner-Konzeptes.

Nachfolge-System ist seit 2012[3] der Lichtenberg-Hochleistungsrechner, dessen Leistung die des HHLR bereits bei Einführung in der ersten Ausbaustufe um das 30-fache übertraf[4].

Eigenschaften

Das System bestand aus 19 SMP-Knoten mit insgesamt 580 Prozessoren. Die 18 Rechenknoten verfügten jeweils über 32 Power6-CPUs und mindestens 128 GB Arbeitsspeicher. Als Shared Memory Rechner (SMP) waren die Maschinen besonders gut für parallele Probleme mit sehr hohem Kommunikationsbedarf geeignet. Um auch Programme, die mehr als einen SMP-Knoten benötigen, effektiv verarbeiten zu können, waren die Rechner untereinander mit einem schnellen internen Netzwerk verbunden (8 Lanes DDR Infiniband).

Aufgaben

Die Hauptaufgabe des Systems bestand darin, Ressourcen für Problemstellungen zur Verfügung zu stellen, deren Anforderungen die lokalen Möglichkeiten eines Instituts oder einer einzelnen Hochschule übersteigen.

Der HHLR war dabei speziell auf Anwendungen mit hoher Parallelität und hohem Kommunikationsbedarf ausgerichtet. Aber auch Anwendungen mit besonders hohem Hauptspeicherbedarf hatten hier ihren Platz.

Einzelnachweise

  1. Hochleistungsrechnen in Hessen, Hessisches Wissenschaftsministerium, abgerufen am 15. Februar 2016
  2. Webseite des Ministeriums für Wissenschaft des Landes Hessen, abgerufen am 15. Februar 2016
  3. www.online.uni-marburg.de, abgerufen am 15. Februar 2016
  4. Webseite des Ministeriums für Wissenschaft des Landes Hessen, abgerufen am 15. Februar 2016

Weblinks


Kategorien: Supercomputer | Wissenschaft in Hessen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Hessischer Hochleistungsrechner (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.