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Hernstein


Hernstein
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Baden
Kfz-Kennzeichen: BN
Fläche: 46,45 km²
 :
Höhe: 438 m ü. A.
Einwohner: 1.540 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 33 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2560
Vorwahl: 02633, 02672
Gemeindekennziffer: 3 06 14
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Berndorfer Straße 6
2560 Hernstein
Website: www.hernstein.gv.at
Politik
Bürgermeister: Leopold Nebel (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
14
4
1
14 
Lage der Marktgemeinde Hernstein im Bezirk Baden
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Hernstein (alte Schreibung vereinzelt auch Herrnstein) ist eine Marktgemeinde mit 1540 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ) in Niederösterreich und liegt ca. 50 km südlich von Wien im Bezirk Baden.

Geografie

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende sieben Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2015[1]):

  • Aigen (362)
  • Alkersdorf (61)
  • Grillenberg (369)
  • Hernstein (470)
  • Kleinfeld (40)
  • Neusiedl (175)
  • Pöllau (24)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Grillenberg, Hernstein, Kleinfeld, Neusiedl bei Grillenberg, Pöllau, Steinhof und Veitsau.

Bevölkerungsentwicklung

Volkszählung Einwohner
2012 1503
2011 1508
2006 1408
2001 1421
1991 1305
1981 1191
1971 1097

Quelle: Statistik Austria, Bevölkerungsentwicklung von Hernstein

Gemeinderat

Geschichte

Hernstein geht auf eine Herrschaftsbildung der bayerischen Grafen von Falkenstein und Neuburg zurück. Im Jahre 1125 wurde der Falkensteiner Reginold als Genannter de Harrandistein dokumentiert. Beim Untergang des Falkensteiner Geschlechts in der Mitte des 13. Jahrhunderts fiel Hernstein an das Hochstift Freising. In der frühen Neuzeit wechselten häufig die Herrschaftsverhältnisse in Hernstein. Am 19. Mai 1994 wurde Hernstein zur Marktgemeinde erhoben.

Wappen

Blasonierung:
In einem durch Deichselschnitt geteilten Schild oben in Blau zwei gekreuzte goldene Schlüssel, rechts in Grün ein silberner, gequaderter, auf natürlichem Felsen stehender, mit offenem Tor versehener, zinnenbekrönter Wehrturm, links in Silber eine grüne Föhre mit ebensolchem Stamm, der einen goldenen Harztopf trägt.

Schule und Kindergarten

Zurzeit befindet sich ein Kindergarten in Hernstein, sowie eine Volksschule in Grillenberg.

Sehenswürdigkeiten

Burgruine Hernstein

Reste des quadratischen Wehrturms der Burg sind am Berghang hinter dem Schloss sichtbar. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus der Zeit um 1170. Sie wurde 1529 während der Ersten Türkenbelagerung zerstört und nicht wiederaufgebaut.

Schloss Hernstein

Aus einem Meierhof hervorgegangen, erhielt das Schloss im 18. Jahrhundert eine einheitliche Fassade. Im Auftrag von Erzherzog Leopold Ludwig wurde das Schloss 1856 bis 1880 von Theophil von Hansen zu einer der bedeutendsten Anlagen des Historismus umgebaut. Die Neugestaltung der Fassaden war zwar nach bereits zwei Jahren beendet, doch zog sich die Ausstattung des Inneren lange hin, da auch sie von Hansen als Gesamtkunstwerk durchgeplant wurde. Hernstein diente ihm als Experimentierfeld für neue Ideen, die er dann bei seinen Bauten an der Wiener Ringstraße verwirklichte.[2] Die aufwändigen Fresken stammen von den damals bekanntesten Historienmalern Christian Griepenkerl, Eduard Bitterlich, August Eisenmenger und Carl Rahl. 1945 war das teilweise ausgebombte Schloss Sitz des russischen Oberkommandanten. 1955 erwarb die Erste Österreichische Sparkasse das völlig heruntergekommene Schloss und ließ die Kriegsschäden beheben. 1962 wurde das Schloss von der Kammer der gewerblichen Wirtschaft für Wien gekauft, restauriert und in ein Seminarzentrum mit Schlosspark und Teich, umgebaut. 1965 erfolgte der Umbau zu einem Seminarhotel, das Schloss firmiert unter Hernstein Institut, seit 2013 auch Seminarhotel Schloss Hernstein.

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Hernstein

Museen

  • Pechermuseum (als Pecherei bezeichnet man die Gewinnung von Harz bzw. Pech aus Pflanzen)

Literatur

  • Moriz Alois Becker (Hrsg.): Hernstein in Niederösterreich, sein Gutsgebiet und das Land im weiteren Umkreise, Holzhausen, Wien 1885–1889, OBV .
    • Josef von Zahn: Geschichte von Hernstein in Niederösterreich und den damit vereinigten Gütern Starhemberg und Emmerberg. Holzhausen, Wien 1889. – Internet Archive .
  • Erwin Schilder: Berndorf – Vergangenheit und Gegenwart. Stadtgemeinde, Berndorf 1975, OBV .
  • René Riegler: Burgen, Schlösser und Ruinen im Bezirk Baden. Eigenverlag, Ternitz 1997, OBV .
  • Peter Metz: Hernstein im Wandel der Zeit. Von der Frühgeschichte bis in unsere Zeit, DVD-Video, Gemeinde Hernstein, Hernstein 2007, OBV .
  • Verena Bendek: Schloss Hernstein. Über Hansens historische Räume, ihre Ausstattung und ihr Interieur. Diplomarbeit. Universität Wien, Wien 2008. – Volltext Online (PDF; 2,5 MB) .
  • Helene Schießl: Kapellen, Bildstöcke, Kreuze und Bildbäume im Gemeindegebiet Hernstein erwandern und erfahren. Kral, Berndorf 2008, ISBN 978-3-902447-51-7.
  • Gabriele Handl, Christian Handl: Unser Triestingtal. Altenmarkt, Berndorf, Enzesfeld-Lindabrunn, Furth, Hernstein, Hirtenberg, Kaumberg, Leobersdorf, Pottenstein, Weissenbach. Band 1, 3. Auflage. Kral, Berndorf 2008, ISBN 978-3-902447-46-3.

Weblinks

 Commons: Hernstein  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2015 nach Ortschaften
  2. Von der Burg zum Schloss

Kategorien: Ort im Bezirk Baden (Niederösterreich) | Falkenstein (Bayerisches Adelsgeschlecht) | Hernstein | Gemeinde in Niederösterreich

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Hernstein (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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