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Hermaringen


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: HeidenheimVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 498 m ü. NHN
Fläche: 15,26 km²
Einwohner: 2144 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 140 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 89568,
89537 (Gerschweiler)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 07322
Kfz-Kennzeichen: HDH
Gemeindeschlüssel: 08 1 35 021
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Karlstraße 12
89568 Hermaringen
Webpräsenz: www.hermaringen.de
Bürgermeister: Jürgen Mailänder (parteilos)
}

Hermaringen ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg. Sie ist die kleinste selbständige Gemeinde im Landkreis Heidenheim.

Geographie

Gemeindegliederung

Zur Gemeinde Hermaringen gehören das Dorf Hermaringen, der Gemeindeteil Gerschweiler, Hohweiher und das Gehöft Allewind. Des Weiteren liegen im Gemeindegebiet die abgegangenen Ortschaften Burg Benzenberg, Burg auf dem Stronberg (landläufig „Strohmberg“), Güssenburg, Güssenberg, Stettberg, Kapfersfeld und Taublingen.[2] Hermaringen liegt an der Brenz.

Flächenaufteilung

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[3]

Geschichte

Älteste Funde einer Besiedelungsgeschichte in Hermaringen sind Grabhügel im Hartwald, die vermutlich von Kelten der frühen Hallstattzeit stammen. Aus der römischen Zeit gibt es nur sehr wenig Spuren, jedoch lassen Urnengräber die Existenz eines Gutshofs vermuten.

Der Ortsname Hermaringen, der vom Männernamen Herimar abgeleitet ist, wurde erstmals um 1150 als Haermeringen genannt. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1216. Es war damals unter Herrschaft der Grafschaft Dillingen. Ortsherren waren seit dem 13. Jahrhundert die Güssen, die die nahegelegene Güssenburg erbauten. Nachdem die Reichsstädte Ulm, Lauingen und Giengen an der Brenz sie im Juni 1448 zerstörten, wurde die Burg im selben Jahr von Graf Ulrich von Württemberg erworben.

Religionen

Wie in ganz Württemberg wurde auch in Hermaringen im 16. Jahrhundert die Reformation eingeführt. Seither ist der Ort evangelisch geprägt. Die kleine römisch-katholische Gemeinde im Ort, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg aus zugezogenen Flüchtlingen und Heimatvertriebenen bildete, wird im Zusammenhang einer „Seelsorgeeinheit“ im unteren Brenztal von Giengen an der Brenz aus geistlich versorgt.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohner
1. Dezember 18711 911
1. Dezember 18801 921
1. Dezember 18901 932
1. Dezember 19001 971
1. Dezember 19101 1.002
16. Juni 19251 1.080
16. Juni 19331 1.109
17. Mai 19391 1.146
13. September 19501 1.695
Jahr Einwohner
6. Juni 19611 1.940
27. Mai 19701 2.293
31. Dezember 1980 2.196
27. Mai 19871 2.115
31. Dezember 1990 2.234
31. Dezember 1995 2.345
31. Dezember 2000 2.243
31. Dezember 2005 2.297
31. Dezember 2010 2.313

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Hermaringen hat 12 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
 %
50
40
30
20
10
0
43,50 %
28,31 %
28,19 %
UBV
CDU/FWG
WdA
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
+4,70 %p
-3,39 %p
-1,31 %p
UBV
CDU/FWG
WdA
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
UBV Unabhängige Bürgerliche Vereinigung 43,50 5 38,8 5
CDU/FWG Christlich Demokratische Union Deutschlands/Freie Wählergemeinschaft 28,31 4 31,7 4
WdA Wählervereinigung der Arbeitnehmer 28,19 3 29,5 3
gesamt 100,0 12 100,0 12
Wahlbeteiligung 62,4 % 63,0 %

Wappen

Das Hermaringer Wappen zeigt im Schildhaupt drei sechsstrahlige silberne Sterne, das Zeichen der Güssen. Im Schild sieht man eine grüne Linde. Die Gemeindefarben sind Grün-Silber bzw. Grün-Weiß.

Gemeindepartnerschaften

Seit 1992 besteht eine Partnerschaft mit der sächsischen Gemeinde Claußnitz.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Hermaringen liegt an der Bundesstraße 492 (nach Herbrechtingen). Anbindung besteht zur Bundesautobahn 7 (Ausfahrt 117). Hermaringen liegt an der Brenzbahn (AalenHeidenheimUlm) und gehört dem Heidenheimer Tarifverbund an.

Bildungseinrichtungen

Mit der Rudolf-Magenau-Schule verfügt Hermaringen über eine eigene Grundschule. Weiterführende Schulen können in Giengen und Heidenheim besucht werden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Die Ruine der Burg Güssenburg liegt auf dem Schlossberg über dem Brenztal.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Fritz Keck, Bürgermeister von 1948 bis 1978
  • Kurt Keller, Bürgermeister von 1978 bis 2002

in Hermaringen geboren

mit Hermaringen verbunden

  • Rudolf Magenau (1767–1846), evangelischer Pfarrer in Hermaringen von 1819 bis 1846[5]

Weblinks

 Commons: Hermaringen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Hermaringen – in der Beschreibung des Oberamts Heidenheim von 1844

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1. S. 598–600.
  3. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Hermaringen.
  4. Hermaringen - Geburtsort Elsers auf georg-elser-arbeitskreis.de. Abgerufen am 25. Oktober 2015.
  5. Biografie von Rudolf Magenau auf hermaringen.de.

Kategorien: Ort im Landkreis Heidenheim | Hermaringen | Gemeinde in Baden-Württemberg

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Hermaringen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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