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Herbertingen


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: SigmaringenVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 562 m ü. NHN
Fläche: 38,64 km²
Einwohner: 4743 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 123 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 88516–88518
Vorwahl: 07586
Kfz-Kennzeichen: SIG
Gemeindeschlüssel: 08 4 37 044
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Holzgasse 6
88518 Herbertingen
Webpräsenz: www.herbertingen.de
Bürgermeister: Magnus Hoppe
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Herbertingen ist eine Gemeinde im Landkreis Sigmaringen in Baden-Württemberg (Deutschland).[2]

Geographie

Geographische Lage

Durch die Gemarkung der Gemeinde Herbertingen fließen die Donau und die Schwarzach, ein Nebenfluss der Donau.[2] Der Ort Herbertingen wird über den Krähenbach entwässert.

Der höchste Punkt der Gemeinde liegt auf 628 m ü. NN , der tiefste Punkt auf 537,16 m ü. NN im Donautal[2], er ist zugleich der tiefste Punkt des Landkreises Sigmaringen.

Flächennutzung

Die Gesamtgemeinde Herbertingen liegt mit seinen Gemarkungsfläche von 3867 Hektar (Stand: 1. Juni 2014)[3]. Davon entfallen 67,0 Prozent für die Landwirtschaft, 18,5 Prozent für Waldflächen, 1,4 Prozent für Wasserflächen, 11,3 Prozent für Siedlungs-, Gebäude- und Verkehrsflächen, 0,3 Prozent für Erholungsflächen und 1,6 Prozent für Sonstiges.[3]

Gemeindegliederung

Die Gemeinde setzt sich aus dem Kernort Herbertingen und den Teilorten Hundersingen, Marbach und Mieterkingen zusammen.

Wappen Ortsteil Einwohner
(Stand: 1. Juni 2014)[3]
Fläche
(Stand: 1. Juni 2014)[3]
Herbertingen (Kernort) 3084 1785 ha
Hundersingen 913 968 ha
Marbach 540 738 ha
Mieterkingen 256 377 ha

Geschichte

Die Ersterwähnung von Herbertingen stammt aus einer Urkunde des Königs Ludwig der Deutsche vom Jahr 854, wodurch die Streitigkeiten zwischen dem Kloster St. Gallen und dem Bischof von Konstanz beigelegt werden. Es wird darin zum Gau Goldineshuntare der Ort „Heriprehtinga“ gezählt, wo das Kloster eine Hube (Gehöft) des Bistums Konstanz abtritt, in comitatu Udalrici comitis, in pagello Goldineshuntare, in villa Heriprehtinga.[4] Möglicherweise war Herbertingen sogar der Hauptort der Goldineshuntare.

Die Oberhoheit kam 1282 von den Grafen von Nellenburg an die Habsburger, das Dorf teilte in der Folgezeit die Geschicke der Grafschaft Friedberg-Scheer.[5]

Im Zuge der Gemeindegebietsreform in Baden-Württemberg wurden am 1. Januar 1975 die drei bis dahin selbstständigen Gemeinden Hundersingen, Marbach und Mieterkingen nach Herbertingen eingemeindet.

Seit 1983 ist die Altdeponie Marbach komplett verfüllt, geschlossen und renaturiert. Die umzäunte Deponie befindet sich in der sogenannten „Nachsorgephase“, das heißt die Deponie wird begangen und in regelmäßigen Abständen werden Bodenproben entnommen. Sie kann zwischen 30 und 100 Jahre dauern.[6]

Einwohner

In der Gesamtgemeinde Herbertingen leben 4793 Einwohner.[3]

Politik

Gemeinderat

Die Kommunalwahlen in Baden-Württemberg 2009 vom 7. Juni 2009 führte bei einer Wahlbeteiligung von 49,3 % (- 10,9) zu folgendem Ergebnis:[7]

Partei / Liste Stimmenanteil +/- Sitze +/-
FL 91,0 % + 53,9 17 +10
PB 9,0 % + 5,3 2 +1
CDU 0 % - 59,2 0 - 12

Bürgermeister

Am 8. März 2015 wurde Magnus Hoppe ist mit 64,1 Prozent der abgegebenen Stimmen im ersten Wahlgang zum Bürgermeister von Herbertingen gewählt worden.[8] Zuvor wurde der am 13. Juli 2008 mit 77,1 Prozent der abgegebenen Stimmen im ersten Wahlgang wiedergewählte Michael Schrenk[9][10] am 19. Oktober 2014 zum Nachfolger des Pfullinger Bürgermeisters Rudolf Heß gewählt[11].

  • 1968–2000: Siegfried Abt (CDU)
  • 2000–2014: Michael Schrenk (parteilos)
  • 2015: Magnus Hoppe (parteilos)

Wappen

Das Wappen von Herbertingen zeigt, in Blau gehalten, einen auf einem grünen Dreiberg aufgerichteten goldenen Hirsch, im Maul einen im Wechsel silbern und rot befiederten schwarzen Pfeil haltend.

Städtepartnerschaften

Herbertingen pflegt seit 1997 eine Partnerschaft mit Saint-Paul-en-Jarez im französischen Département Loire.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Herbertingen ist Teil der Tourismusregion „Oberschwäbische Donau“.[12]

Museen

  • Im Ortsteil Hundersingen befindet sich das Heuneburgmuseum und das Freilichtmuseum Heuneburg, die die keltische Geschichte rund um die Heuneburg thematisieren.[13]

Bauwerke

  • Auf der Gemarkung des Ortsteils Hundersingen liegt die Heuneburg, ein keltischer Fürstensitz. Jüngsten Ausgrabungen zufolge existierte die Siedlung bereits vor mehr als 2500 Jahren. Sie wäre damit die älteste Stadt Mitteleuropas.
  • Die Nikolauskapelle am Krähenbach stammt aus dem 16. Jahrhundert. Im 18. Jahrhundert bekam sie einen Erweiterungsbau. Gleichzeitig wurde sie in ihre heutige barocke Form gebracht. In ihr befinden sich wertvolle Ausstellungsgegenstände.[14]
  • Auf Herbertinger Gemeindegebiet befinden sich zahlreiche Kapellen, so zum Beispiel die Lourdeskapelle auf dem Hungerberg, die Angerkapelle, die Jakobuskapelle in Mieterkingen, die Blindenkapelle, die Schaupenkapelle und die Friedhofskapelle von Herbertingen.[14]
  • Die Kirche St. Martin im Ortsteil Hundersingen ist eine neuromanische Basilika von 1906. Die Rokoko-Pieta stammt aus der Hand von Johann Joseph Christian.
  • Im Ortsteil Mieterkingen befindet sich die Kirche St. Peter und Paul. Sie erfuhr 1763 eine Erneuerung im Stil des Rokoko. Die Deckenmalereien zeigen eine gotische Beweinungsgruppe von 1510/20.
  • Für den Betrieb der Nord-Süd-Leitung wurde 1929 von der RWE ein großes Umspannwerk gebaut, wo die von Bürs (Österreich) und Waldshut-Tiengen kommenden Hochspannungsleitungen zusammengeführt werden. Im Zweiten Weltkrieg war dieses Umspannwerk Ziel alliierter Bomber. Das von Amprion (bis 2009: RWE Transportnetz Strom) und der EnBW Transportnetze AG gemeinsam betriebene Umspannwerk wurde vor fünf Jahren um eine in SF6-Technik ausgeführte Schaltanlage für 380 kV erweitert.

Sport

In den frühen 1970er Jahren wurde im Schwarzachtal Kies abgebaut, so dass in der Folge insgesamt fünf große Grundwasserseen entstanden sind, von denen zwei, der heutige Bade- und der Wassersportsee, vollständig renaturiert wurden. Heute sind diese Seen das Erholungs- und Freizeitzentrum Schwarzachtalseen, ein Zweckverband der Gemeinden Herbertingen und Ertingen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Bahnverkehr und öffentlicher Nahverkehr

Bei Herbertingen zweigt die Bahnstrecke Herbertingen–Aulendorf von der Donautalbahn (UlmImmendingen) ab. Der Bahnhof Herbertingen liegt außerhalb der Ortschaft Herbertingen und ist vor allem als Umsteigebahnhof von Bedeutung, näher beim Ortszentrum liegt der Haltepunkt Herbertigen Ort an der Strecke nach Aulendorf. Herbertingen ist in den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) integriert.

Bundesstraßen

Durch Herbertingen führten die Bundesstraße 311 von Ulm nach Donaueschingen und die Bundesstraße 32 von Ravensburg nach Sigmaringen. Der mit bis zu 25.000 Fahrzeugen am Tag stark befahrene Kreuzungspunkt der Bundesstraßen befand sich in der Mitte des Ortes. Der Spatenstich einer 27 Millionen Euro teure Umgehungsstraße der B 311 erfolgte am 30. April 2009, feierlich eröffnet wurde die Umgehungsstraße am 20. Dezember 2012, einige Monate vor dem ursprünglich geplanten Bauende.

Luftfahrt

Zwischen Herbertingen und Mengen liegt der Verkehrslandeplatz Mengen-Hohentengen mit der ICAO-Kennung EDTM.

Ansässige Unternehmen

In Herbertingen befindet sich ein Werk der Zollern-Gruppe. Am Ortseingang aus Richtung Mengen befindet sich nahe dem Bahnhof die Schredderwerke Herbertingen GmbH, ein Recyclingunternehmen mit großem Schredderwerk.

Persönlichkeiten

Lilly Jordans (eigtl. Karoline Reutter; * 16. Oktober 1915; † 19. März 2007), Unternehmerin, gründete erfolgreiche Damenschneiderei in Köln; Namenspatronin der „Lilly-Jordans-Schule Herbertingen“.[15]

Weblinks

 Commons: Herbertingen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Herbertingen in der Beschreibung des Oberamts Saulgau von 1829 – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. 2,0 2,1 2,2 Vgl. Herbertingen. In: Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VII: Regierungsbezirk Tübingen. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004807-4. S. 859–862.
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 Daten und Fakten auf der Internetseite der Gemeinde Herbertingen; abgerufen am 4. Juli 2015
  4. II. Geschichtliche Denkwürdigkeiten. 1. Frühere Verhältnisse. a. Bürgerliche Verhältnisse und Bildung des Oberamts. In: Johann Daniel Georg von Memminger: Beschreibung des Oberamts Saulgau. 1. Auflage. J. G. Cotta, Stuttgart und Tübingen 1829. Reprint. Magstadt 1982 (Wikisource)
  5. Max Miller, Gerhard Taddey: Handbuch der historischen Stätten Deutschlands, Band 6, Baden-Württemberg. 2. Auflage, 1980, S. 328, ISBN 978-3-520-27602-5.
  6. Guy-Pascal Dorner: Nachsorgephase. Arbeit ist keineswegs zu Ende. In: Schwäbische Zeitung vom 10. November 2008
  7. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
  8. Dirk Thannheimer: Hoppe gewinnt im ersten Wahlgang . In: Schwäbische Zeitung vom 9. März 2015
  9. Tobias Wag: Bürgermeister Michael Schrenk im Amt bestätigt In: Schwäbische Zeitung vom 13. Juli 2008
  10. Karlheinz Fahlbusch: 71,4 Prozent für Schrenk In: Südkurier vom 15. Juli 2008
  11. Petra Schöbel: Pfullingen wählt bei der Bürgermeisterwahl Schrenk . In: Reutlinger General-Anzeiger vom 20. Oktober 2014
  12. Vera Romeu (vr): Geburt: Neue Region heißt Oberschwäbische Donau. Sigmaringendorf, Krauchenwies, Mengen, Scheer, Hohentengen und Herbertingen sollen sich zusammenschließen. In: Schwäbische Zeitung vom 19. Februar 2011
  13. Von der Heuneburg nach Beuron. S. 60–64. In: Wanderbar …die schönsten Routen. Erlebnis Kreis Sigmaringen. Landratsamt Sigmaringen, Druckerei Schönebeck, Meßkirch 2004.
  14. 14,0 14,1 Kapellenweg um Herbertingen. S. 42f. In: Wanderbar …die schönsten Routen. Erlebnis Kreis Sigmaringen. Landratsamt Sigmaringen, Druckerei Schönebeck, Meßkirch 2004.
  15. lilly-jordans-schule.de

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Herbertingen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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