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Henriette von Montenglaut


Artemisie Henriette Marianne von Montenglaut (* 25. Februar 1768 in Böhme bei Hannover; † 5. Dezember 1838) war eine deutsche Schriftstellerin, Schauspielerin und Übersetzerin.

Herkunft

Ihre Eltern waren der Major Olivier Heinrich von Cronstein im Dragoner-Regiment Königin und dessen Ehefrau eine reiche holländische Erbin. Ihr Vater war selbst Dichter und ein Freund des Dichters Johann Wilhelm Ludwig Gleim.

Leben

Sie wurde an einer französischen Pensionsanstalt in den Niederlanden erzogen, wo sie in klassischer Literatur und Dichtung kennenlernte. Danach kam sie an den Hof der Markgräfin Friederike Charlotte, Äbtissin im Stift Herford. Henriette heiratete 1788 den Polizeidirektor von Herford Ferdinand Friedrich Florens Consbruch (* 4. Juni 1762; † 15. Mai 1836)[1]. Das Paar hatte eine Tochter, die Ehe wurde aber 1792 geschieden. Sie heiratete dann einen Herren Müller[2], versuchte sich kurz als Schauspielerin und wurde aber bald Witwe. Sie heiratete dann einen Franzosen, den ehemaligen Oberst und emigrierten Freiherrn Pidoux de Montenglaut († 1810). Dieser starb an Depression und nach dem Verlust seine Vermögens nach dem Hamburger Bankrott von 1810. Ein gemeinsamer Sohn starb wenig später. Sie fing wieder an Gedichte zu schreiben, die ohne ihr Wissen von Freunden, wie dem Fräulein von Ittner und Johann Christian Giesecke fingen an sie zu verteilen. Ab 1812 veröffentlichte zunächst Anonym im Morgenblatt. 1814 konnte sie ihre gesammelten Gedichte in dem Band Herbstblumen herausbringen. Bis 1820 veröffentlichte sie dann nicht mehr, stattdessen übersetzte sie den Roman Merope neu und schrieb für einige Zeitschriften. 1822 veröffentlichte sie unter dem Namen P.V.Husch die Übersetzung des französischen Romans Die Kinder Europas. Zudem war sie Begleiterin der Sängerin Henriette Sontag. Zu ihren bekanntesten Übersetzungen gehörten einige Romane des englischen Autors Walter Scott.

Werke

Naben den Büchern veröffentlichte sie zahlreiche Artikel in verschiedensten Zeitschriften.

  • 1799, Das verwegene Gelübte, 2 Bände, aus dem französischen als Frau von Genlis
  • 1822, Der Pirat, 3 Bände, aus dem englischen, original von Scott
  • 1822, Fünf und zwanzig schottische und englische Lieder mit Musik von Beethoven
  • 1824, Nordlands Heideblüten
  • 1830, Novellen, Erzählungen und Reiseskizzen, 2 Bände.

Literatur

  • Neuer Nekrolog der Deutschen 1838, Band 16, Band 2, S.1072ff
  • Carl Wilhelm Otto August von Schindel, Die deutschen Schriftstellerinnen des neunzehnten Jahrhunderts: M-Z, S.14ff
  • Lebensabriß von Artemisia Henriette Marianne von Montenglaut, Autobiographie

Weblinks

 Wikisource: Henriette von Montenglaut – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. Nicolas Rügge, Im Dienst von Stadt und Staat, S.332
  2. Das gelehrte Teutschland, Ergänzungen zu Band 5, S.612


Kategorien: Geboren 1768 | Gestorben 1838 | Deutscher | Frau | Autor

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Henriette von Montenglaut (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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