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Hemmingstedt


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: DithmarschenVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Amt: Kirchspielslandgemeinde Heider Umland
Höhe: 10 m ü. NHN
Fläche: 16,02 km²
Einwohner: 2876 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 180 Einwohner je km²
Postleitzahl: 25770
Vorwahl: 0481
Kfz-Kennzeichen: HEI, MED
Gemeindeschlüssel: 01 0 51 048
Adresse der Amtsverwaltung: Kirchspielsweg 6
25746 Heide
Webpräsenz: www.amt-heider-umland.de
Bürgermeister: Hartmut Busdorf (WGH)
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Hemmingstedt ist eine Gemeinde im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein.

Geografie

Lage

Hemmingstedt liegt im Zentrum des Kreises Dithmarschen zwischen den Städten Heide und Meldorf an der Bundesstraße 5. Die Nordsee ist mit dem Auto in 20 Minuten zu erreichen. In der Nähe liegt die Autobahnzufahrt Heide-Süd/Hemmingstedt auf die Bundesautobahn 23 in Richtung Hamburg. Hemmingstedt liegt an der Marschbahn und hat hier einen Betriebsbahnhof.

Gemeindegliederung

Neben Hemmingstedt liegen die Ortschaften Braaken, Dellweg, Hohenheide, Norderwurth sowie Volkerswurth im Gemeindegebiet.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn im Norden beginnend die Stadt Heide und die Gemeinden Nordhastedt, Epenwöhrden, Nordermeldorf, Wöhrden, Lieth und Lohe-Rickelshof (alle im Kreis Dithmarschen).

Geschichte

Das Kirchspiel Hemmingstedt wurde 1323 erstmals erwähnt. In der Schlacht bei Hemmingstedt am 17. Februar 1500 schlugen Dithmarscher Bauern unter Führung von Wulf Isebrand das dänische Heer unter Johann, in Personalunion König von Dänemark, Norwegen und Schweden, und seinem Bruder Friedrich, Herzog von Holstein. Zahlenmäßig waren sie unterlegen. Sie öffneten jedoch die Siele, überfluteten das Land und nutzten ihre Spieße zum Klotstockspringen. Dadurch konnten sie das kaum noch bewegungsfähige Heer immer wieder angreifen und letztlich den Sieg erringen.

Am 1. April 1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Hemmingstedt aufgelöst. Alle ihre Dorfschaften, Dorfgemeinden und Bauerschaften wurden zu selbständigen Gemeinden/Landgemeinden, so auch ihr Hauptort Hemmingstedt.[2]

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1966 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Braaken eingegliedert. Diese gehörte bis 1934 zur Kirchspielslandgemeinde Hemmingstedt.[3]

Kulturdenkmale

Bauwerke

In der Gemeinde befindet sich eine Kirche aus der Renaissancezeit sowie eine große Windmühle von 1858. Die Marienkirche wurde im 14. Jahrhundert mit Feld- und Ziegensteinen errichtet. Die Figur des gekreuzigten Jesus Christus stammt aus dem 15. Jahrhundert. Die älteste erhaltene protestantische Kanzel der Region und der mit manieristischen Stilelementen versehene Altar stammen von 1560. Die Kirche ist mit zahlreichen in den Jahren 1578/79 angebrachten Geschlechterwappen geschmückt.

In Hemmingstedt befindet sich außerdem eines der höchsten Bauwerke der Westküste, der 175 Meter messende Schornstein der Raffinerie Hemmingstedt.

Politik

Von den 17 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft WGH seit der Kommunalwahl 2013 sieben Sitze, die CDU vier und die SPD und die Wählergemeinschaft FWH haben je drei Sitze.[4]

Wappen

Blasonierung: „Gesenkt geteilt. Oben in Silber, wachsend und schräg gekreuzt, eine an der Kreuzungsstelle zerbrochene, das holsteinische Nesselblattfähnchen tragende schwarze Lanze und eine schwarze Hellebarde, unten in Rot ein goldener Brand.“[5]

Wirtschaft

In Hemmingstedt steht eine Erdölraffinerie. Die Raffinerie Heide ist einer der größten Arbeitgeber im Kreis und Grund dafür, dass auf Hemmingstedt als eine der wenigen Dithmarscher Gemeinden im Zweiten Weltkrieg Bombenangriffe geflogen wurden, mit entsprechenden Auswirkungen auf das Stadtbild. In der Raffinerie, die ehemals der DEA, der Shell gehörte und seit 2010 vom US-Investor A. Gary Klesch gehalten wird, werden im Jahr etwa vier Millionen Tonnen Rohöl verarbeitet. Dabei entstehen unter anderem Dieselkraftstoff, leichtes Heizöl, Flugturbinenkraftstoff und Grundstoffe für die chemische Industrie (Ethylen, Benzol, Ethylbenzol).

Kam das Öl ursprünglich aus dem Ölfeld zwischen Hemmingstedt und Heide, so kam später über den Hafen Brunsbüttel importiertes Öl hinzu. 1991 versiegte das Feld bei Hemmingstedt, mittlerweile kommt aber etwa ein Drittel des Rohstoffs aus dem im nahen Watt gelegenen Ölfeld Mittelplate.

Sehenswürdigkeiten

In der Liste der Kulturdenkmale in Hemmingstedt stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Persönlichkeiten

Weblinks

 Commons: Hemmingstedt  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2014 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867 – 1970. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1972, S. 250.
  3. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867 – 1970. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1972, S. 46.
  4. Bekanntmachung des Gemeindewahlergebnisses in der Gemeinde Hemmingstedt . amt-heider-umland.de, abgerufen am 7. Aug. 2013 (PDF, 248 KB).
  5. http://efi2.schleswig-holstein.de/wr/wr.asp?Aktion=Datenblatt&ID=568 Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein

Kategorien: Ort im Kreis Dithmarschen | Hemmingstedt | Gemeinde in Schleswig-Holstein

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Hemmingstedt (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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