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Hemmingen (Niedersachsen)


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Region HannoverVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 55 m ü. NHN
Fläche: 31,58 km²
Einwohner: 18.668 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 591 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 30953–30966
Vorwahlen: 0511 und 05101 (stadtteilabhängig)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: H
Gemeindeschlüssel: 03 2 41 007
Stadtgliederung: 7 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 01
30966 Hemmingen
Webpräsenz: www.stadthemmingen.de
Bürgermeister: Claus-Dieter Schacht-Gaida (SPD)
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Hemmingen ist eine Stadt (seit dem 1. März 1999) südlich von Hannover in Niedersachsen und gehört zur Region Hannover.

Geographie

Die Stadt Hemmingen besteht aus den sieben Stadtteilen Arnum (Fläche: 4,62 km²), Devese (3,27 km²), Harkenbleck (3,49 km²), Hemmingen-Westerfeld (5,32 km²), Hiddestorf (8,69 km²), Ohlendorf (3,56 km²) und Wilkenburg (2,68 km²). Mit 31,58 km² ist sie der Fläche nach die kleinste Kommune der Region Hannover.

Geschichte

Alte Bezeichnungen des Ortes sind nach 1124 Hemmege, 1185–1206 Hemmige, Anfang 13. Jahrhundert Hemmige, 1223 Hemie, um 1225 Hemmie und 1269 Hemmie.

Bei Hemmingen lag die mittelalterliche Siedlung Klein Hemmingen, die etwa im 15. Jahrhundert wüst fiel. Siedlungsreste wurden 2014 bei Erdarbeiten an der Carl-Friedrich-Gauß-Schule entdeckt und archäologisch untersucht. Im Zuge wachsender Neubausiedlungen in den 1960er Jahren am Stadtrand von Hannover wurden zunächst die Gemeinden Hemmingen und Westerfeld zusammengelegt und erhielten eine eigene Postleitzahl.

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Arnum, Devese, Harkenbleck, Hemmingen-Westerfeld, Hiddestorf, Ohlendorf und Wilkenburg zur neuen Gemeinde Hemmingen zusammengeschlossen.[2] Die sieben ehemaligen Gemeinden haben sich schnell zu einer örtlichen Gemeinschaft zusammengefunden. Charakteristisch für die Ortsteile ist die schnelle Entwicklung nach 1945. Wohnten im Gebiet der heutigen Stadt Hemmingen im Jahre 1939 nur 4.334 Einwohner, sind es heute rund 18.500. Moderne Wohnbauten bestimmen das Ortsbild.

In den Jahren 2003 und 2004 wurden der Rathausplatz und ein Teil der angrenzenden Gebäude saniert und modernisiert. Das Rathaus wurde teilweise abgerissen und im Neubau erweitert und aufgestockt, um den Anforderungen an eine moderne Verwaltung gerecht zu werden.

Politik

Nach der Kommunalwahl 2011 umfasst der Rat der Stadt Hemmingen 26 Sitze; davon fielen 8 an die SPD, 7 an die CDU, 5 an Bündnis 90/Die Grünen, 4 an die Liste DUH (Die Unabhängigen Hemminger), 1 an die PIRATEN und 1 an die Liste BfH (Bürger für Hemmingen).

Bürgermeister ist Claus-Dieter Schacht-Gaida (SPD).

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe Liste der Baudenkmale in Hemmingen (Niedersachsen)

Wirtschaft und Infrastruktur

Unternehmen

Im Gewerbegebiet westlich der Bundesstraße 3 findet sich u.a. ein großes Lager der Igepa mit etwa 220 Beschäftigten. Ebenso ist im Ortsteil Arnum ein großes Gewerbegebiet (Hoher Holzweg) mit unter anderen einer renommierten Firma für Straßenabsperrungen und mehrere Familien geführte Unternehmen. An der Bundesstraße befinden sich viele Supermarktketten für den täglichen Bedarf.

Bildung

In Hemmingen befinden sich drei Grundschulen, die die ersten Jahrgänge betreuen, in Arnum, Hemmingen-Westerfeld und in Hiddestorf.

Die Carl-Friedrich-Gauß-Schule als Kooperative Gesamtschule (KGS) befindet sich in Hemmingen-Westerfeld.

Des Weiteren gibt es in Hemmingen-Westerfeld die Musikschule Hemmingen e.V. Dort können Kinder ab vier Jahren eine sogenannte musikalische Früherziehung oder Grundausbildung erhalten.

Die Stadt Hemmingen verfügt mit dem Jugend-Kultur-Haus in Hemmingen-Westerfeld, sowie den Kinder- und Jugendräumen Arnum über zwei Jugendzentren, in denen Angebote für Kinder und Jugendliche im kreativen, erlebnispädagogischen und außerschulischen Bereich angeboten werden.

Verkehr

Die Bundesstraße 3 führt durch Hemmingen-Westerfeld und Arnum. Für eine seit vielen Jahren geplante Ortsumgehung erging 2004 ein Planfeststellungsbeschluss. Dagegen eingereichte Klagen wurden im Juni 2009 vom Oberverwaltungsgericht Lüneburg abgewiesen.[3] Im Juli 2014 hat der Bund die Gelder für die Umgehungsstraße bewilligt.[4] Im Dezember 2014 war offizieller Baubeginn der 7,5 km langen Umgehung um beide Stadtteile, im September 2019 soll sie fertiggestellt werden.[5][6]

Hemmingen wird von mehreren Buslinien des Großraum-Verkehrs Hannover (GVH) erschlossen und mit Nachbargemeinden verbunden.

Die Region Hannover plant, Hemmingen an die Stadtbahn Hannover anzuschließen. Der Bau soll nach der Fertigstellung der Ortsumgehung der B 3 beginnen. Die Region plant einen Baubeginn für das Jahr 2016.[7] Für den Abzweig in Oberricklingen ist die Stadtbahn-Station Wallensteinstraße beim Bau des Hochbahnsteigs bereits verlegt worden.

Die Teile Hemmingens sind untereinander und mit einigen Nachbarorten durch ein annehmbares Wander- und Radwegenetz abseits des Autoverkehrs verbunden, das ein gewisses Maß an Naherholungspotential birgt.

Sonstige Einrichtungen

Auf einem freien Feld im nördlichen Teil des Stadtgebietes steht seit den 1940er Jahren der Sender Hemmingen. Es ist eine Sendeanlage des NDR für Radio (UKW, DAB) sowie digitales TV (DVB-T). Er besteht aus einem abgespannten Stahlfachwerkmast von 149,5 Metern Höhe. Ein weiterer, 108 Meter hoher Mast wurde 2006 gesprengt, da er nicht mehr benötigt wurde. Der auch vorhandene Mittelwellensender wurde am 13. Januar 2015 abgeschaltet.[8]

Literatur (Auswahl)

  • Der Rote Faden für Hemmingen-Westerfeld, Wilkenburg, Harkenbleck, Arnum, Ohlendorf, Hiddestorf, Devese, 1. Auflage, mit Beiträgen von Irma Cerny, Christa Eichwald, Gunhilde Handke, Ilse Schmehmann, Gerd Staschen, Helga Sturm und Gitta Wüstenhöfer, hrsg. vom Bürgerverein Hemmingen, Hemmingen: Bürgerverein, 1999

Weblinks

 Commons: Hemmingen (Niedersachsen)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2014  (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 196.
  3. Informationen der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zur Ortsumgehung der B 3
  4. HAZ am 29. Juli 2014: B3-Ortsumgehung wird endlich gebaut
  5. Hemmingen – Vollsperrung wird verschoben. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung. Abgerufen am 27. Oktober 2015 (de-de).
  6. Erster Spatenstich für die Ortsumgehung B 3 in Hemmingen | Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. In: www.mw.niedersachsen.de. Abgerufen am 27. Oktober 2015.
  7. Infra am 16. Juli 2014: Stadtbahnanschluss für Hemmingen
  8. Die Mittelwelle geht - NDR Info Spezial bleibt auf ndr.de

Kategorien: Ort in der Region Hannover | Hemmingen (Niedersachsen) | Gemeinde in Niedersachsen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Hemmingen (Niedersachsen) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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