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Heltersberg


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: SüdwestpfalzVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Waldfischbach-Burgalben
Höhe: 427 m ü. NHN
Fläche: 28,15 km²
Einwohner: 2015 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 72 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67716
Vorwahl: 06333
Kfz-Kennzeichen: PS, ZW
Gemeindeschlüssel: 07 3 40 015
Adresse der Verbandsverwaltung: Friedhofstraße 3
67714 Waldfischbach-Burgalben
Webpräsenz: www.heltersberg.de
Ortsbürgermeister: Ralf Mohrhardt (SPD)
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Heltersberg ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben an. Heltersberg ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie

Heltersberg liegt am Rande des Pfälzerwaldes. Der größte Teil der Gemarkung ist von forstwirtschaftlich genutzten Mischwäldern bedeckt. Der Ort liegt auf einem breiten Hügelsattel, der von den Tälern von Schwarzbach und Hembach umgeben ist.

Zu Heltersberg gehören auch die Wohnplätze Hundsweihersägemühle, Lindenbrunnerhof und Westrichhof.[3]

Geschichte

1272 erstmals urkundlich erwähnt, unterstand der Ort zusammen mit Waldfischbach, Geiselberg, Schmalenberg und Schopp als Teil des Holzlandes dem Kloster Hornbach. Mit der Säkularisierung des Klosters (1557) kamen die Orte an das Kurfürstentum Pfalz, deren weiteres Schicksal sie teilten. Im Dreißigjährigen Krieg weitgehend verwüstet erfolgte der Aufbau zunächst nur zögerlich und wie in anderen Gemeinden des Holzlandes durch Zuwanderer aus der Schweiz.

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Heltersberg mit dem Gericht Waldfischbach zum kurpfälzischen Oberamt Lautern.[4] Im Jahr 1794 wurde das Linke Rheinufer im Ersten Koalitionskrieg besetzt. Von 1798 bis 1814 gehörte Heltersberg zum Kanton Waldfischbach im Departement Donnersberg.

Aufgrund der auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen kam das Gebiet im Juni 1815 zunächst zu Österreich und wurde 1816 auf der Grundlage eines Staatsvertrags an das Königreich Bayern abgetreten. Unter der bayerischen Verwaltung gehörte Heltersberg von 1817 an zum Landkommissariat Pirmasens im Rheinkreis, ab 1862 zum Bezirksamt Pirmasens und gehört seit 1939 zum Landkreis Pirmasens (1997 in Landkreis Südwestpfalz umbenannt).

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gemeinde Heltersberg innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des Regierungsbezirks Pfalz im damals neu gebildeten Land Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Heltersberg, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 650
1835 772
1871 809
1905 1.034
1939 1.337
1950 1.479
Jahr Einwohner
1961 1.831
1970 1.982
1987 2.022
1997 2.226
2005 2.216
2014 2.015

Religion

Ende 2014 waren 43,4 Prozent der Einwohner katholisch und 41,6 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[5]

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Heltersberg besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[6]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 8 4 4 16 Sitze
2009 5 9 2 16 Sitze
2004 6 10 16 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Heltersberg e.V.

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: „In Schwarz rechts ein linksgewendeter rotbewehrter und -bezungter goldener Löwe, links ein aufgerichteter zugewendeter silberner Fisch mit goldenen Flossen, wovon der Löwe einer mit der rechten Vorderpranke berührt“.

Es wurde 1949 vom Ministerium des Innern in Koblenz genehmigt.[7] Der goldene Löwe repräsentiert das Kurfürstentum Pfalz zu dem Heltersberg bis zur Annexion durch Frankreich 1793 gehörte. Der Fisch stammt aus dem Wappen von Waldfischbach, das bis zur Zusammenlegung mit Burgalben ein fast identisches Wappen führte, und weist auf den Fischreichtum der Bäche Schwarzbach und Moosalb hin.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Am westlichen Ortsrand liegt der Naturlehrpfad „Auf der Mauer“ mit verschiedenen Stationen und dem 10,7 m hohen Aussichtsturm „Türmche“, der einen guten Rundblick über Heltersberg und die benachbarten Orte bietet.[8]

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Heltersberg ist nur indirekt durch überregionale Verkehrswege erschlossen: im Westen tangiert die B270 Kaiserslautern – Pirmasens das Ortsgebiet. Einige Kilometer weiter westlich führt die einspurige A 62 von Pirmasens über Landstuhl nach Trier. Ebenso verläuft im westlich gelegenen Moosalbtal eine einspurige Eisenbahnstrecke von Pirmasens nach Kaiserslautern. Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Waldfischbach und Steinalben. Ein kleiner Flugplatz befindet sich etwa 20 km westlich des Ortes (Flugplatz Pirmasens-Pottschütthöhe). Daneben ist der internationale Flughafen Zweibrücken nur gut eine halbe Stunde entfernt.

Ortsansässige Unternehmen

Im 20. Jahrhundert entstanden zunächst mehrere Schuhfabriken, später folgte eine Großbäckerei. Heute verfügt Heltersberg insbesondere über eine bedeutende kunststoffverarbeitende Industrie (Tehalit, heute zur Hager Group gehörend).

Bildungseinrichtungen

Im Ort: Holzland-Grundschule Heltersberg

In Waldfischbach-Burgalben Daniel-Theysohn IGS

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Personen, die in der Gemeinde gewirkt haben

  • Wilhelm von Brockhausen (1773–1858), preußischer General, war bei einem Gefecht bei Heltersberg anwesend
  • Johannes Storck (1829–1914), lebte zeitweise in Heltersberg
  • Jakob Knauber (1869–1950), Pfarrverweser im Ort
  • Martin Walzer (1883–1958), war im Ort zeitweise Pfarrer
  • Verena Bechtluft (* 1986), Keglerin, wurde mit der Mannschaft der Tehalit Heltersberg Deutsche Mannschaftsmeisterin der A-Jugend in Sangerhausen
  • Uwe Benkel (* 1960), Vermisstenforscher, wurde 1998 mit der Verdienstmedaille des Landes ausgezeichnet, wohnt in Heltersberg
  • Dorothee Martin (* 1978), Politikerin (SPD), wuchs in Heltersberg auf.

Literatur

  • Gemeinde Heltersberg (Hrsg.): Heltersberg 1272–1972. Festbuch zur 700-Jahr-Feier. Waldfischbach-Burgalben 1972.
  • Uwe Benkel: Gefallen – vermisst, den Heltersberger Gefallenen, Vermissten und zivilen Opfern beider Weltkriege. „Damit sie nicht vergessen werden ...“. Heltersberg 2008.
  • Reinhold Fremgen (Bearb.): Bürger- u. Familienbuch von 1798–1850 der Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben mit den Orten: Geiselberg, Heltersberg, Hermersberg, Höheinöd, Horbach, Schmalenberg und Steinalben sowie die nicht mehr dazugehörige Gemeinde Schopp, diese nur bis 1818. Waldfischbach-Burgalben 1998.

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Heltersberg  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. 2,0 2,1 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile , Seite 109 (PDF; 2,3 MB)
  4. Wilhelm Fabricius: Die Herrschaften des unteren Nahegebietes: der Nahegau und seine Umgebung, Bonn: Behrendt, 1914, S. 268 (dilibri Rheinland-Pfalz )
  5. Gemeindestatistik KommWis, Stand: 31. Dezember 2014
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3
  8. Naturlehrpfad mit Türmchen auf der Webseite der Gemeinde Heltersberg

Kategorien: Ort im Landkreis Südwestpfalz | Heltersberg | Gemeinde in Rheinland-Pfalz

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Heltersberg (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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