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Helmut Baierl


Helmut Johannes Baierl (* 23. Dezember 1926 in Rumburg, Tschechoslowakei; † 12. September 2005 in Berlin) war ein deutscher Schriftsteller und Vizepräsident der Akademie der Künste der DDR.

Leben

Baierl, seit 1944 Mitglied der NSDAP[1], war nach seiner Aussiedlung aus Böhmen Landarbeiter und Russischlehrer. Von 1949 bis 1951 studierte er Slawistik an der Universität Halle (Saale) und war danach Dozent für Russisch in der Erwachsenenqualifizierung. 1955 bis 1957 studierte er am Institut für Literatur „Johannes R. Becher“, war bis 1959 Cheflektor des Hofmeisterverlags Leipzig und bis 1967 Autor und Dramaturg am Berliner Ensemble.

Baierl war 1945 bis 1947 Mitglied der LDP, danach bis 1989 der SED. 1961 bis 1967 war er Parteisekretär des Berliner Ensembles, dann bis 1968 Kandidat und bis 1989 Mitglied des SED-Bezirksleitung Berlin.

Seit 1967 war Baierl freier Schriftsteller. Er war 1970 bis 1974 Sekretär der Sektion Dichtkunst und bis 1990 Vizepräsident der Akademie der Künste. Seit 1968 war er unter dem Decknamen „Flinz“ als inoffizieller Mitarbeiter (IM) des MfS erfasst.[2]

Sein Grab befindet sich auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof.

Auszeichnungen und Ehrungen

Werke

  • Gladiolen, ein Tintenfass und eine bunte Kuh, 1953
  • Ein Wegweiser, 1953
  • Die Feststellung, 1958
  • Frau Flinz, 1961
  • Die Feststellung, 1961
  • Der rote Veit, 1962
  • Fünf Geschichten vom Dreizehnten, 1963
  • H. Baierl, M. Wekwerth Frau Flinz, 1965
  • Johanna von Döbeln, 1969
  • Der lange Weg zu Lenin, 1970
  • Die Lachtaube, UA 1974
  • Die Köpfe oder das noch kleinere Organon, 1974
  • Gereimte Reden (Agitationslyrik), 1976
  • Leo und Rosa, 1982
  • Das zweite Leben des F.G.W.Platow, 1983
  • Ihr seid ein Greenhorn, Sir! 1984 (UA im Theater der Freundschaft, Berlin)
  • Polly erzählt. Jugenderinnerungen eines Großstadthundes., 1986, ISBN 3-7684-3604-7

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Roland Berbig: In Sachen Biermann. Protokolle, Berichte und Briefe zu den Folgen einer Ausbürgerung. Berlin: Ch. Links, 1994.
  2. Vgl. Barth: Baierl, Helmut.


Kategorien: Träger des Goethepreises der Stadt Berlin | Träger der Johannes-R.-Becher-Medaille | Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Silber | Träger des Nationalpreises der DDR II. Klasse für Kunst und Literatur | Mitglied der Akademie der Künste (DDR) | Inoffizieller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit | LDPD-Mitglied | Gestorben 2005 | Geboren 1926 | SED-Mitglied | Drehbuchautor | NSDAP-Mitglied | DDR-Literatur | Deutscher | Mann | Autor | Literatur (20. Jahrhundert) | Literatur (Deutsch)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Helmut Baierl (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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