Helmbundkirche - LinkFang.de





Helmbundkirche


Die Ruine der Helmbundkirche ist der letzte Überrest der abgegangenen Siedlung Helmbund bei Neuenstadt am Kocher im Landkreis Heilbronn im nördlichen Baden-Württemberg.

Geschichte

Helmbund wurde im Jahr 797 im Lorscher Codex anlässlich einer Schenkung des fränkischen Grafen Milo an das Kloster Lorsch als Helmanabiunde erstmals urkundlich erwähnt[1] und im späten Mittelalter zugunsten der 1325 erstmals erwähnten neuen Stadt Neuenstadt am Kocher aufgegeben.

Das Patronatsrecht und der Zehnt der dem heiligen Kilian geweihte Kirche in der alten Siedlung Helmbund lagen seit 1289 beim Kloster Schöntal, dem die Kirche im Jahr 1301 inkorporiert wurde. Die Kirche blieb noch bis 1481 Pfarrkirche der neuen Stadt sowie des nahen Filialortes Cleversulzbach und wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Der umgebende Kirchhof war bis 1636 Begräbnisstätte für Neuenstadt und Cleversulzbach. In der Gruft der Kirche wurden noch bis ins 18. Jahrhundert verschiedene regionale Adlige bestattet. Gedenkgottesdienste fanden noch bis 1790 statt.

Nachdem die Ruine in der Mitte des 19. Jahrhunderts einsturzgefährdet war, erwog die Gemeinde Neuenstadt 1870 den Abriss der Ruine. Ihre Steine hätten beim Bau einer Brücke über die Brettach Verwendung finden können. Nach dem Spendenaufruf eines Altertumsfreundes fanden sich dann jedoch genügend Mittel zur Sanierung und zum Erhalt der Ruine.

Von der Kirche hat sich im Wesentlichen der Turmsockel erhalten, der neben verschiedenen spätromanischen Stilmerkmalen auch noch den spitzbogigen Triumphbogen aufweist, der einst die Öffnung zwischen Turmchor und Kirchenschiff bildete.

Literatur

  •  Wikisource: Beschreibung des Oberamts Neckarsulm, Stuttgart 1881, S. 555ff.
  • Helmut Schmolz: Gedanken zur frühen Geschichte des Dorfes Helmbund und der neuen Stadt genannt Helmbund. In: Jahrbuch für schwäbisch-fränkische Geschichte. Band 34. Historischer Verein Heilbronn, Heilbronn 2001. S. 137-146

Weblinks

 Commons: Helmbundkirche  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Minst, Karl Josef [Übers.]: Lorscher Codex (Band 5), Urkunde 3537, 17. Mai 797 – Reg. 2581. In: Heidelberger historische Bestände – digital. Universitätsbibliothek Heidelberg, S. 210, abgerufen am 22. April 2016.

Kategorien: Gotisches Bauwerk in Baden-Württemberg | Kirchenruine in Baden-Württemberg | Kirchengebäude im Landkreis Heilbronn | Bauwerk in Neuenstadt am Kocher | Gotische Kirche

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Helmbundkirche (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.