Heinrich von Hewen (Bischof, 1398) - LinkFang.de





Heinrich von Hewen (Bischof, 1398)


Heinrich von Hewen, auch Heinrich VI. Freiherr von Hewen, (* um 1398 in Schwarzenbach bei Jonschwil; † 22. November 1462 in Konstanz) war Bischof von Konstanz und Apostolischer Administrator von Chur.

Familie

Heinrich von Hewen war der Sohn aus der Ehe von Peter von Hewen, Herr zu Engen (Ruine Hohenhewen)[1], und der Gräfin Anna (oder Bertha) von Werdenberg-Heiligenberg aus dem Geschlecht der Werdenberg. Seine Schwester Anna von Hewen war Äbtissin des Fraumünsters in Zürich.[2]

Leben

Hewen studierte ab 1415 zunächst in Wien, später in Rom und Padua. Er führte vier Ämter parallel aus, ab 1423 Domdekan am Straßburger Münster, ab 1424 Propst im luzernerischen Beromünster (Stift Beromünster) und 1426 Domherr am Konstanzer Münster. Von 1435 bis 1441 war er zudem Dompropst von Konstanz.

Am 4. August 1436 wurde er zum Bischof des Bistums Konstanz gewählt und durch Papst Eugen IV. am 19. September 1436 bestätigt. Die Bischofsweihe erhielt er am 22. Dezember 1436. Eugen IV. setzte Heinrich von Hewen zudem am 8. März 1441 als Apostolischen Administrator des Bistums Chur ein. Der dortige Bischofsstuhl von Konrad von Rechberg zu Hohenrechberg war nach nur einjähriger Amtszeit verwaist. Das Amt in Chur hatte er bis zum 10. Mai 1456 inne. Bis zu seinem Tode war er Bischof von Konstanz.

Hewen galt als Reformbischof und Friedensstifter. Heinrich von Hewen engagierte sich insbesondere um die Befriedung im Alten Zürichkrieg (Toggenburger Erbschaftskrieg), der mit dem Schiedsspruch von Einsiedeln am 13. Juli 1450 endete.[3]

Zwischen 1385 und 1461 kam es zu den sogenannten Stadtrechtskämpfen zwischen Konstanz und Meersburg. 1457 führten Bischof Heinrich von und die Stadt Meersburg unter Bürgermeister Simon Weinzürn, dem reichsten Patrizier in Meersburg, Krieg miteinander. Meersburg musst sich schließlich dem Bischof beugen. Weinzürn kam infolge der Auseinandersetzungen ums Leben.[4]

Bischofswappen

Der Wappenschild viergeteilt zeigt in Feld 1 und 4 auf weiß/silbernem Grund einen schwarzen Alpensteinbock, rechts/links gestellt, das Wappen des Fürstbistums Chur (Gotteshausbund); in Feld 2 und 3 ein rotes Kreuz auf weiß/silbernem Grund, das Wappen des Bistums Konstanz, der Mittelschild, im oberen schwarzen Feld ein sechszackiger silberner Stern, das Wappen des Adelsgeschlechts von Engen-Hewen. Kreuz, Mitra, Bischofsstab und Schwert, Insignien geistlicher und weltlicher Macht.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. „Burgruine Hohenhewen“ , Akademie der Wissenschaften Göttingen, eingesehen am 20. Juli 2009
  2. Andreas Meyer: Hewen, Anna von im Historischen Lexikon der Schweiz
  3. „Vermittlungsbemühungen und Selbstinszenierung des Konstanzer Bischofs Heinrich von Hewen“ , Aufsatz Andreas Bihrer, Universität Freiburg, eingesehen am 20. Juli 2009
  4. aktuell.pdf „Mord auf dem See“ , eingesehen am 20. Juli 2009

Literatur

  • Peter F. Kramml: Heinrich IV. von Hewen (1436-1462). Friedensstifter und Reformbischof. In: Die Bischöfe von Konstanz. Band 1. Gessler, Friedrichshafen 1988, ISBN 3-922137-48-2, S. 384–391

Weblinks

VorgängerAmtNachfolger
Friedrich III. von ZollernBischof von Konstanz
1436–1462
Burkhard II. von Randegg
Konrad von RechbergBischof (Administrator) von Chur
1441–1456
Antonius de Tosabeciis


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich von Hewen (Bischof, 1398) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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