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Heinrich Schiff


Heinrich Schiff (* 18. November 1951 in Gmunden) ist ein österreichischer Cellist und Dirigent.

Leben

Heinrich Schiff stammt aus einem musikalischen Elternhaus. Beide Eltern, Helmut Schiff und Helga Riemann (Enkelin von Hugo Riemann) waren Komponisten. Mit sechs Jahren erhielt er ersten Klavierunterricht, mit 10 Jahren begann er an der Musikschule Linz bei Roland Rois Violoncello zu lernen. Er studierte dann bei Tobias Kühne in Wien und André Navarra in Detmold. 1971 debütierte er in Wien und London.

Seither ist Schiff gern gesehener Gast bei vielen Orchestern und Dirigenten in Europa, den USA und Japan. Unter anderem arbeitete er mit den Dirigenten Claudio Abbado, Sergiu Celibidache, Colin Davis, Christoph von Dohnányi, Nikolaus Harnoncourt, Zubin Mehta, Giuseppe Sinopoli und Franz Welser-Möst. Viele Komponisten haben Werke für Schiff geschrieben, die er zur Uraufführung brachte (u. a. Witold Lutosławski, Hans Werner Henze, Ernst Krenek, Wolfgang Rihm, Friedrich Gulda, Hans Zender und Otto M. Zykan).

Auf Schallplatte hat er das gesamte wichtige Cello-Repertoire eingespielt, sowohl solistische Werke als auch die großen Cellokonzerte. Für seine Aufnahme der Solosuiten von J. S. Bach und der beiden Cellokonzerte von Dmitri Schostakowitsch hat er den Grand Prix du Disque der Akademie Charles Cros erhalten. Für seine Einspielung des Doppelkonzert (Brahms) mit Frank Peter Zimmermann erhielt er den Deutschen Schallplattenpreis.

Seit etwa 1990 widmet sich Schiff auch dem Dirigieren. Er steht immer wieder am Pult großer Orchester wie Los Angeles Philharmonic Orchestra, Orchester Musikkollegium Winterthur und Dresdner Staatskapelle.

Außerdem wirkt er als Hochschullehrer, zuerst an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, dann an der Universität Basel, später am Mozarteum in Salzburg und an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Seit 1990 ist er erster Gastdirigent des Bruckner Orchesters Linz. Von 2006 bis 2009 leitete er die Musiktage Mondsee. Ein Engagement Schiffs für den herausragenden musikalischen Nachwuchs besteht aktuell (August 2010) in der Leitung des Festivalorchesters Young Euro Classic Südosteuropa, das aus ausgewählten Musikstudenten südosteuropäischer Herkunft einschließlich der ehemaligen jugoslawischen Staaten zusammengestellt ist. Heinrich Schiff spielt die beiden Violoncelli Mara von Stradivari (1711) und The Sleeping Beauty von Montagnana (1739).

Im Frühjahr 2012 gab Schiff bekannt, dass er seine Karriere als Instrumentalsolist beende.[1]

Aufnahmen (Auswahl)

Cellist
Suiten für Violoncello solo (Bach) (EMI 1985)
Cellokonzert (Dvořák) mit Concertgebouw-Orchester und Antal Doráti (1994)
Tripelkonzert (Beethoven) mit Christian Zacharias und Ulf Hoelscher, Gewandhausorchester Leipzig und Kurt Masur (1987)
Johannes Brahms: Cellosonaten, mit Gerhard Oppitz (1997)
Dirigent
Joseph Haydn: Violinkonzerte Nr. 1, 3, 4 mit Christian Tetzlaff und Northern Sinfonia (1992)
Frédéric Chopin: Klavierkonzerte Nr. 1 und 2 mit Nikolai Demidenko und Philharmonia Orchestra (1993)
29. Sinfonie (Mozart)
40. Sinfonie (Mozart)
Eine kleine Nachtmusik

Einzelnachweise

  1. klassik.com

Weblinks


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich Schiff (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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