Heimbuchenthal - LinkFang.de





Heimbuchenthal


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: AschaffenburgVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Mespelbrunn
Höhe: 231 m ü. NHN
Fläche: 17,15 km²
Einwohner: 2204 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 129 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 63872,
63874 (Höllhammer)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 06092
Kfz-Kennzeichen: AB, ALZ
Gemeindeschlüssel: 09 6 71 127
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 81
63872 Heimbuchenthal
Webpräsenz: www.heimbuchenthal.de
Bürgermeister: Rüdiger Stenger (SPD / FWG)
}

Heimbuchenthal ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Mespelbrunn. Er ist staatlich anerkannter Erholungsort.

Geografie

Geografische Lage

Heimbuchenthal liegt in der Region Bayerischer Untermain im oberen Elsavatal im Naturpark Spessart. Durch den Ort führt die Staatsstraße 2308. Der topographisch höchste Punkt der Gemeindegemarkung befindet sich mit 478 m ü. NN nordöstlich von Heimbuchenthal, am Gipfel der Zeugplatte, der niedrigste liegt am Höllhammer an der Elsava auf 196 m ü. NN .

Gemeindegliederung

Heimbuchenthal hat einen Ortsteil[2] auf einer Gemarkung:

  • Heimbuchenthal

Nachbargemeinden

Gemeinde
Leidersbach
Gemeinde
Mespelbrunn
Gemeinde
Hausen
Rohrbrunner Forst
(Gemeindefreies Gebiet)
Markt
Elsenfeld
Markt
Eschau
Gemeinde
Dammbach

Name

Etymologie

Der Name Heimbuchenthal besteht aus den mittelhochdeutschen Wörtern hagenbuoche, das Hainbuche bedeutet und tal. Als Erklärung ergibt sich Tal in dem Hainbuchen wachsen.[3] Im Volksmund wird der Ort Heemschedaal genannt.

Frühere Schreibweisen

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[3]

  • 1248 Hagenbuchendal
  • 1282 Hainbuchentale
  • 1291 Hambuchendal
  • 1300 Hainbuchendal
  • 1551 Heinbuchenthale
  • 1625 Haimbuchenthal
  • 1686 Heimbuchenthal

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Heimbuchenthal im Jahr 1282. 1495 wird der Ort erstmals als Gericht genannt. Mit dem Erzstift Mainz fiel das ehemalige Vogteiamt (bis 1782) bei der Säkularisation an das neugebildete Fürstentum Aschaffenburg, mit welchem es 1814 (jetzt ein Departement des Großherzogtums Frankfurt) zu Bayern kam.

Am 1. Juli 1862 wurde das Bezirksamt Aschaffenburg gebildet, auf dessen Verwaltungsgebiet Heimbuchenthal lag. 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. Heimbuchenthal war nun eine der 33 Gemeinden im Altkreis Aschaffenburg. Dieser schloss sich am 1. Juli 1972 mit dem Landkreis Alzenau in Unterfranken zum neuen Landkreis Aschaffenburg zusammen.

1982 wurde eine große 700-Jahr-Feier begangen, in deren Rahmen auch einige touristische Anlagen eingeweiht wurden.

Einwohnerentwicklung

  • 1970: 1.875 Einwohner
  • 1987: 2.106 Einwohner
  • 2000: 2.260 Einwohner

Sehenswürdigkeiten

  • Musikpavillon am Kurparksee
  • Fuß- und Radweg entlang der Elsava mit Wildererdenkmal
  • Wallfahrtskapelle Herrin der Berge

Heimathenhof

1 km westlich des Ortes befindet sich der Weiler Heimathenhof, mit einem ehemaligen Hofgut, umgebaut zu einem Hotel und Gästehaus. Direkt am Gasthof kann man Rot- und Damwild in einem weitläufigen Gehege sehen.

Höllhammer

Etwa 4 km in südlicher Richtung im Elsavatal liegt der Weiher Höllhammer mit den ehemaligen Anlagen eines Eisenhammers. Erstmals erwähnt wurde Ende des 13. Jahrhunderts ein Jagdschloss Mulen, sowie der Sitz eines Försters, eine Forsthube.[4] 1535 war der Herrschaftsbau bereits zerfallen und die Grafen von Ingelheim, die ihren Sitz bereits im nahegelegenen Schloss Mespelbrunn hatten, ließen dort dann einen Gutshof errichten, der Höllenhof nach der unweit gelegenen Höllschlucht genannt wurde. Um 1700 entstand dann der von einer Mühle getriebene erste Eisenhammer, der nach dem Hofgut den Namen Höllhammer trug. Der Eisenhammer, inzwischen 1795 von Georg Ludwig Rexroth übernommen, galt zu Beginn des 19. Jh. als "erstes und leistungsfähigstes Hammerwerk" im Fürstentum Aschaffenburg.[5] Um 1830 lebten etwa 100 Menschen auf dem Höllhammer und die eigens erbaute Schule wurde von bis zu 30 Kindern besucht. Bis 1891 wurde noch produziert, anschließend wurde das Gelände wieder in ein Hofgut umgebaut. Zu sehen ist das Knechtshaus mit dem Glockenturm, das Herrenhaus und die Schule. Die Gebäude sind bis auf die Schmieden bewohnt. Im Wald findet sich ein alter Friedhof der Rexroth-Familie.

Kirchen und Kapellen

  • Die Kirche St. Martin ist im Rokokostil gehalten und wurde 1757 erbaut. 2003 erfolgte eine komplette Restauration.
  • Die Kapelle "Herrin der Berge" ließen 1853 die Brüder Konrad und Peter Spieler errichten. Von der Feldkapelle aus hat man einen Blick ins Elsavatal.
  • Die Kapelle Mariä Heimsuchung wurde 1804 von Bauern aus Heimathenhof aus Dank für die Verschonung vor Plünderungen seitens französischer Soldaten erbauen lassen. Eine Renovierung erfolgte im Jahr 2000.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Heimbuchenthal hat 15 Mitglieder einschließlich des hauptamtlichen Bürgermeisters.

CSU/Bürgervereinigung SPD/FWG Gesamt
2014 6 9 15 Sitze
(Stand: Kommunalwahl am 16. März 2014)

Bürgermeister

Bürgermeister ist Rüdiger Stenger (SPD/FWG).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1211 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 287 T€.

Wappen

Blasonierung: In Rot ein silberner Wellenbalken, darüber drei silberne Buchenblätter an gekreuzten Stielen, darunter ein aus dem unteren Schildrand wachsendes silbernes Zahnrad.

Wappengeschichte: Die Buchenblätter im Wappen beziehen sich auf die geografische Lage im Hochspessart und sind ein „redendes“ Symbol für den Ortsnamen. Der Wellenbalken symbolisiert die Lage der Gemeinde im Elsavatal. Die Kombination des Wellenbalkens mit dem Zahnrad weist auch auf das im 18. und 19. Jahrhundert im Ortsteil Höllhammer betriebene Hammerwerk hin. Die Farben Silber und Rot sind die Farben des Kurfürstentum Mainz, das bis 1803 in Heimbuchenthal die Landesherrschaft innehatte. Das kurmainzische Amt in der Gemeinde umfasste acht Orte und gab ihr eine gewisse Selbständigkeit.

Wappenführung seit September 1981

Partnergemeinde

Im Jahre 1988 wurde die französische Ortschaft Thury-Harcourt (im Département Calvados gelegen) zur Partnergemeinde von Heimbuchenthal.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Baudenkmäler

Liste der Baudenkmäler in Heimbuchenthal

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 133 und im Bereich Handel und Verkehr 27 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 176 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 808. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 2 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 3 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 4 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 29 ha.

Bildung

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2006):

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 68 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 15 Lehrern und 201 Schülern

Weblinks

 Commons: Heimbuchenthal  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111121/233141&attr=OBJ&val=1538
  3. 3,0 3,1 Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. C.H.Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 98 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. http://www.historisches-franken.de/index04/mole.htm
  5. Mineralienatlas - Das Eisenhammerwerk "Höllhammer" zu Heimbuchenthal

Kategorien: Ort im Landkreis Aschaffenburg | Heimbuchenthal | Gemeinde in Bayern

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Heimbuchenthal (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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