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Heiligengrabe


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Ostprignitz-RuppinVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 75 m ü. NHN
Fläche: 207,64 km²
Einwohner: 4441 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 21 Einwohner je km²
Postleitzahl: 16909
Vorwahl: 033962
Kfz-Kennzeichen: OPR, KY, NP, WK
Gemeindeschlüssel: 12 0 68 181
Gemeindegliederung: 14 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Birkenwäldchen 1a
16909 Heiligengrabe
Webpräsenz: www.heiligengrabe.de
Bürgermeister: Holger Kippenhahn (WG Heiligengraber Land)
}

Heiligengrabe ist eine Gemeinde im Landkreis Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg.

Geographie

Die Gemeinde liegt im Osten der Prignitz, unmittelbar an der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern. Mit einer Fläche von 206,31 km² gehört sie zu den flächengrößten Gemeinden Deutschlands.

Gemeindegliederung

Zur Gemeinde Heiligengrabe gehören folgende Ortsteile, bewohnte Gemeindeteile sowie Wohnplätze und sonstige Siedlungsgebiete[2]:

Ortsteile

Blandikow, Blesendorf, Blumenthal, Grabow bei Blumenthal, Heiligengrabe, Herzsprung, Jabel, Königsberg, Liebenthal, Maulbeerwalde, Papenbruch, Rosenwinkel, Wernikow, Zaatzke

Bewohnte Gemeindeteile

Dahlhausen, Glienicke, Horst

Wohnplätze und sonstige Siedlungsgebiete

Buchhorst, Friesenhof, Ganzow, Hoheheide, Kattenstiegmühle, Kuckucksmühle, Natteheide, Techow, Volkwig, Waldhof, Wernikow Ausbau, Wüsten-Barenthin

Geschichte

Dieser Artikel oder Abschnitt ist lückenhaft.

Zu DDR-Zeiten wurde im Ort ein FDJ-Ferienlager errichtet. Am 26. Oktober 2003 wurden die Orte Blandikow, Blesendorf, Blumenthal, Grabow bei Blumenthal, Jabel, Liebenthal, Maulbeerwalde, Papenbruch, Rosenwinkel, Wernikow und Zaatzke nach Heiligengrabe eingemeindet.[3] Am 31. Dezember 2004 kamen Herzsprung und Königsberg, die sich gerichtlich erfolgreich gegen eine Eingemeindung nach Wittstock/Dosse gewehrt haben, hinzu.[3]

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1875 323
1890 285
1910 305
1925 377
1933 843
1939 829
1946 1 132
1950 1 313
1964 1 088
1971 1 015
Jahr Einwohner
1981 994
1985 981
1989 1 025
1990 1 019
1991 987
1992 967
1993 975
1994 954
1995 934
1996 923
Jahr Einwohner
1997 959
1998 983
1999 971
2000 945
2001 927
2002 929
2003 4 638
2004 5 190
2005 5 087
2006 5 046
Jahr Einwohner
2007 4 968
2008 4 862
2009 4 756
2010 4 693
2011 4 603
2012 4 510
2013 4 505
2014 4 480

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[4][5], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik

Gemeindevertretung

Die Gemeindevertretung von Heiligengrabe besteht seit der Kommunalwahl vom 14. September 2014 aus 16 Gemeindevertretern[6] und dem Bürgermeister:

Partei/Gruppierung Sitze
Wählergemeinschaft Heiligengraber Land 6
Bürgerliste Blumenthal-Grabow-Rosenwinkel 4
Alternative Wählergruppe Gemeinde Heiligengrabe 2
Die Linke 1
Freie Wählergemeinschaft Prignitz-Ruppin e.V. 1
Wählergruppe Lebens(t)raum Dorf zwischen Jäglitz und Glinze 1
Einzelbewerber Wolfram Hlouschek 1

Bürgermeister

Holger Kippenhahn wurde in der Bürgermeisterwahl am 15. März 2015 mit 56,3 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt.[7]

Wappen

Das Wappen wurde am 5. September 2006 genehmigt.

Blasonierung:

„In Grün über einer silbernen Spitze zum Schildhaupt, belegt mit einem gemauerten roten Treppengiebel, in dessen rundem Mauerdurchbruch ein rotes Jerusalemkreuz schwebt, oben rechts ein silbernes Steingrab und oben links schräggekreuzt silbern eine Axt und ein Hammer.“

Das Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg[8]

Städtepartnerschaft

Partnergemeinde ist Fahrenbach in Baden-Württemberg.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Das Kloster Stift zum Heiligengrabe aus dem 13. Jahrhundert gilt als besterhaltene Klosteranlage in Brandenburg und ist seit 1998 als Denkmal nationaler Bedeutung eingestuft. Es erfuhr unter Kaiser Wilhelm II. besondere Förderung, unter anderem wurde die Grabkapelle neugotisch ausgemalt und der Kaiser stiftete ein großes farbiges Kirchenfenster. Dieses Kaiser-Fenster stammt von dem Kirchenmaler und Mosaizisten August Oetken (1868–1951). Es zeigt die Äbtissin Adolphine von Rohr und den Kaiser bei der Übergabe des vom letzteren neugestifteten prunkvollen Äbstissinnen-Stabes.

Im Ortsteil Jabel befindet sich eine Dorfkirche im Stil der Preußischen Landbauschule mit einer bemerkenswerten Bohlenbinderkonstruktion.

Im Ortsteil Blumenthal befindet sich der von 2003 bis 2004 erbaute Aussichtsturm Blumenthal. Er ist der höchste Holzaussichtsturm in Deutschland.

In Blumenthal-Horst befindet sich auf dem Gelände des Gutes Burghof der ruinöse Nordflügel und ein polygonaler Treppenturm des um 1534 erbauten Renaissance-Schlosses, das seit dem 17. Jahrhundert verfiel. Erhalten ist das 1752 erbaute barocke Gutshaus, das restaurierte Inspektorenhaus sowie Reste des um 1860 entstandenen Landschaftsparks. Im Inneren der 1688 erbauten Gutskapelle befindet sich das Grabmal des Hans Carl Montang von Blumenthal, ein Werk Johann Gottfried Schadows von 1794. Die Gebäude der in den 1950ern errichteten Landwirtschaftsschule werden teilweise vom Gut Burghof genutzt. Der „Förderverein Burgbau im Landschaftspark zu Horst e. V.“ bemüht sich um den Erhalt des aus fünf Jahrhunderten stammenden Ensembles.

Geschichtsdenkmale

  • Gedenktafel für die Opfer des Todesmarsches von KZ-Häftlingen an der Gabelung Dorfstraße/Fretzdorfer Straße im Ortsteil Herzsprung
  • Gedenkstein für antifaschistische Widerstandskämpfer (Sammelgräber für zehn und sieben Häftlinge des KZ Sachsenhausen) auf dem Friedhof im Ortsteil Herzsprung
  • Gedenkstein von 1985 auf dem Friedhof von Herzsprung für drei alliierte Fallschirmspringer, die nach dem Abschuss ihres Flugzeugs in den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges von Volkssturm-Männern erschossen wurden.

Sport

Im Mai 2008 wurde Heiligengrabe von der Landesregierung Brandenburg als Brandenburgs «Sportlichste Gemeinde» ausgezeichnet, da jeder fünfte Einwohner in einem Sportverein aktiv ist.[9]

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Heiligengrabe ist über die Anschlussstellen Herzsprung und Pritzwalk der A 24 (Hamburg–Berlin) erreichbar. In den Ortsteilen Rosenwinkel und Blumenthal gibt es Bahnhöfe an der Bahnstrecke Meyenburg–Neustadt (Dosse), die werktags im Zweistundentakt und vereinzelt am Wochenende von der Linie RB73 der Eisenbahngesellschaft Potsdam, sowie in den Ortsteilen Heiligengrabe und Liebenthal Bahnhöfe des Prignitz-Expresses, die im Stundentakt von der Linie RE6 der DB Regio bedient werden.

Ansässige Unternehmen

  • Kronotex, Hersteller für MDF-Platten und Laminatböden.
  • Claas Vertriebsgesellschaft, Gebietsersatzteillager.

Schulen

In Heiligengrabe gibt es drei Grundschulen und eine Oberschule:[10]

Staatliche Schulen

  • Nadelbach-Grundschule
  • Grundschule Blumenthal

Schulen in freier Trägerschaft

  • Gemeinschaftsschule im Kloster Stift zum Heiligengrabe – Grundschule und Oberschule (anerkannte Ersatzschule)

Söhne und Töchter von Heiligengrabe

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Dienstleistungsangebot der Landesverwaltung
  3. 3,0 3,1 StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003 und 2004
  4. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Ostprignitz-Ruppin . S. 14–17
  5. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  6. Ergebnis der Kommunalwahl am 14. September 2014
  7. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 15. März 2015
  8. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  9. Heiligengrabe ist „Sportlichste Gemeinde“ im Land
  10. Liste aller Schulen im Schulporträt Brandenburg

Weblinks

 Commons: Heiligengrabe  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Ort im Landkreis Ostprignitz-Ruppin | Heiligengrabe | Gemeinde in Brandenburg

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Heiligengrabe (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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