Hedersleben - LinkFang.de





Hedersleben


Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Hedersleben im Landkreis Harz, zum gleichnamigen Ortsteil von Eisleben siehe Hedersleben (Eisleben)
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: HarzVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Vorharz
Höhe: 101 m ü. NHN
Fläche: 16,47 km²
Einwohner: 1385 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 84 Einwohner je km²
Postleitzahl: 06458
Vorwahl: 039481
Kfz-Kennzeichen: HZ, HBS, QLB, WR
Gemeindeschlüssel: 15 0 85 160
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Magdeburger Straße 3
06458 Hedersleben
Bürgermeisterin: Kornelia Bodenstein
}

Hedersleben ist eine Gemeinde im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt. Sie gehört der Verbandsgemeinde Vorharz an, die ihren Verwaltungssitz in Wegeleben hat.

Geografie

Die Gemeinde liegt am Fluss Selke unmittelbar vor der Mündung in die Bode. Im Osten des Gemeindegebiets, das ansonsten hauptsächlich landwirtschaftlich genutzt wird, liegen die westlichen Ausläufer des unter Naturschutz stehenden großen Waldgebietes Hakel.

Geschichte

Der Ort wurde erstmals 978 in einer Urkunde Ottos II. erwähnt.

Religion

Das Zisterzienserinnenkloster St. Gertrud (Patrozinium: Gertrud von Nivelles) wurde 1253 errichtet, 1262 kamen Nonnen aus dem Kloster Helfta hinzu. Die ältere Marienkirche wurde nach der Reformation als Simultankirche genutzt. 1713 wurde auf dem Gelände des Klosters eine evangelische Pfarrkirche errichtet, während die katholische Gemeinde im Jahr 1717 eine neue barocke Kirche einweihte. Der bis heute erhaltene romanische Kirchturm der Vorgängerkirche wurde dabei in die neue katholische Kirche integriert. 1810 wurde das Kloster nach dem Reichsdeputationshauptschluss durch die westfälische Regierung aufgehoben. Letztendlich konnte 1841 eine katholische Pfarrei neu errichtet werden, und 1845 wurde mit dem Wiederaufbau der mittlerweile teilweise stillgelegten und baufälligen Kirche begonnen. 1846 wurde sie eingeweiht, sie besteht bis heute als St.-Gertrud-Kirche. 2003 wurde zur 750-Jahr-Feier der Klostergründung ein Gedenkstein errichtet.[2] 2005 wurde eine umfassende Sanierung der St.-Gertrud-Kirche abgeschlossen.

Die katholische Gemeinde St. Gertrud gehört heute mit der Gemeinde Herz-Jesu in Thale und der Gemeinde St. Mathilde in Quedlinburg zur Pfarrei St. Mathilde mit Sitz in Quedlinburg.

Die Gemeinde ist überwiegend evangelisch. Die evangelische Kirche gehört heute zum Kirchspiel Bode-Selke-Aue mit Sitz in Hausneindorf und zum Kirchenkreis Halberstadt.

Politik

Bürgermeister

Die ehrenamtliche Bürgermeisterin Kornelia Bodenstein wurde zum ersten Mal am 10. Mai 1998 gewählt und am 24. April 2005 darin bestätigt.

Gemeinderat

(laut amtlichem Endergebnis der Wahl zum Gemeinderat Hedersleben am 13. Juni 2004; Wahlbeteiligung: 38,8 %)

  • CDU – 33,7 %, 4 Sitze
  • SPD – 26,2 %, 3 Sitze
  • Wählergruppen – 18,2 %, 2 Sitze
  • Einzelbewerber – 15,6 %, 2 Sitze
  • Die Linke – 6,3 %, 1 Sitz

Wappen

Das Wappen wurde vom Heraldiker Karl-Heinz Fritze aus Niederorschel gestaltet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Das ehemalige Kloster St. Gertrudis wurde säkularisiert und 1811 vom Oberamtmann und Rittergutsbesitzer Johann Matthias Heyne erworben und verblieb bis zu Enteignung 1945 im Zuge der Bodenreform in der Hand seiner Nachkommen, die auch die Begründer der Firma Heyne, Heyer & Co. waren und die zuletzt, neben der noch in Teilen baulich vorhandenen Hederslebener Zuckerfabrik, 4500 ha Ackerland bewirtschafteten. Die Familie Heyne/Heine waren Nachfahren des ersten Amtmanns auf Burg Schneidlingen, Michel Heyne, der zuvor am Gröninger Hof des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel tätig gewesen war. Zweige der Familie erwarben auch Besitz in Gröningen, das Vorwerk Heynburg, ferner Hakeborn und das Kloster St. Burchardi (Halberstadt). Aus dem Hederslebener Zweig stammte der Generalleutnant Hans-Walter Heyne.

Zu DDR-Zeiten wurde das Kloster Hedersleben Schule. 2014 erwarben Nachkommen Heynes zusammen mit Partnern das Kloster, das heute als Pächter das Internationale Zentrum für Innovation, Qualifizierung und Gewerbeförderung e. V. beherbergt. Im Nebengebäude ist außerdem ein Museumsbereich mit historischer Dorfschmiede, landtechnischen Geräten und Maschinen eingerichtet.

Denkmale

Auf dem Ortsfriedhof befinden sich Grabstätten für sieben unbekannte KZ-Häftlinge, die im April 1945 auf einem Todesmarsch vom KZ Langenstein-Zwieberge, einem Außenlager des KZ Buchenwald, ermordet und begraben wurden.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Hedersleben wird von drei Buslinien (2, 3 und 217) der Harzer Verkehrsbetriebe angefahren. Es bestehen Verbindungen von und nach Quedlinburg, Heteborn, Gatersleben und Halberstadt. Des Weiteren halten Züge des Harz-Elbe-Expresses am Haltepunkt „Hedersleben-Wedderstedt“ der Linie Halberstadt - Aschersleben - Halle (Saale).

Medien

Regionale Tageszeitung ist die Mitteldeutsche Zeitung.

Bildung

In Hedersleben gab es zu DDR-Zeiten eine Grundschule und Sekundarschule im gleichen Gebäudekomplex. Die Sigmund-Jähn-Oberschule wurde später wegen Schülermangel geschlossen. Erhalten blieb die Grundschule, die nun den Namen "Grundschule am Hakel" trägt. Am 6. August 2010 wurde eine Sekundarschule in evangelischer Trägerschaft eingerichtet.[3][4]

Literatur

Weblinks

 Commons: Hedersleben  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31. Dezember 2014 (PDF) (Fortschreibung) (Hilfe dazu).
  2. Kleine Gemeinde feierte große Tradition. 750 Jahre Zisterzienserinnenkloster und katholische Gemeinde Hedersleben. In: St. Benno Verlag (Hrsg.): Tag des Herrn. Band 43. St. Benno Buch- und Zeitschriftenverlagsgesellschaft mbH, Leipzig, Magdeburg 26. Oktober 2003 (tdh-online.de [abgerufen am 26. Februar 2010]).
  3. Petra Korn: Feilen am Konzept für neue Schule – Förderverein in Hedersleben erarbeitet auch eine Internetpräsenz. Mitteldeutsche Zeitung, 17. Juni 2009, abgerufen am 24. August 2009.
  4. glaube-und-heimat.de: Gnadau, Hedersleben, Johannes-Schulstiftung , 13. August 2010, Zugriff am 14. Februar 2011

Kategorien: Ort an der Bode | Ort an der Selke | Ort im Landkreis Harz | Hedersleben | Gemeinde in Sachsen-Anhalt

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Hedersleben (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.