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Département Haut-Rhin

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Haut-Rhin
Region Alsace-Champagne-Ardenne-Lorraine
Präfektur Colmar
Unterpräfektur(en) Altkirch
Colmar
Mulhouse
Thann
Einwohner 758.723 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 215 Einw. pro km²
Fläche 3.525 km²
Arrondissements 6
Kantone 31
Gemeinden 377
Präsident des
Départementrats
Eric Straumann[1]
ISO-3166-2-Code FR-68

Das Département Haut-Rhin [oˈʀɛ̃] (Oberelsass, wörtlich Ober-Rhein) ist das französische Département mit der Ordnungsnummer 68. Es liegt in der Region Alsace-Champagne-Ardenne-Lorraine im Osten des Landes und ist, in Angrenzung zu dem anderen elsässischen Département Bas-Rhin (dt. Nieder-Rhein), benannt nach seiner quellnäheren Lage am Rhein, der die Grenze zu Deutschland bildet. Laut einer Umfrage beherrschen 38 % der Einwohner noch einen alemannischen Dialekt. Damit ist der Dialekt hier weniger weit verbreitet als im Département Bas-Rhin.[2]

Geographie

Das Département liegt im Süden der Region Elsass. Die östliche Grenze bildet der Rhein, im Westen ziehen sich die Vogesen durch das Land und im Süden die Ausläufer des Schweizer Jura.

Das Département grenzt im Norden an das elsässische Département Bas-Rhin, im Osten an das Bundesland Baden-Württemberg, im Südosten an die Schweizer Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft, im Süden an den Kanton Jura, im Südwesten an das Département Territoire de Belfort der Region Franche-Comté sowie im Westen an das Département Vosges der Region Lothringen.

Wappen

Beschreibung: In Rot ein goldener Schrägrechtsbalken mit drei goldenen Lilienkronen beidseitig nach dem Balken gelegt.

Geschichte

Gründung und ältere Geschichte

Das Département wurde während der französischen Revolution am 4. März 1790 aus dem südlichen Teil der bis dahin bestehenden Provinz Alsace gebildet. Es gliederte sich in die drei Distrikte (frz.: district) Altkirch, Belfort und Colmar, den Vorläufern der Arrondissements. Das Département und die Distrikte gliederten sich wiederum in 32 Kantone und hatten ca. 290.000 Einwohner. Hauptstadt war bereits damals Colmar.

Die Arrondissements Altkirch, Belfort, Colmar, Delémont (Delsberg) und Porrentruy (Pruntrut, ehemaliges Département du Mont Terrible) wurden am 17. Februar 1800 eingerichtet. Am 30. Mai 1814 wurden die Arrondissements Delémont und Porrentruy aufgelöst, da der Wiener Kongress deren Gebiet dem Schweizer Kanton Bern zugesprochen hatte. 1857 wurde das Arrondissement Altkirch durch Mulhouse ersetzt.

Bezirk Oberelsaß

Hauptartikel: Bezirk Oberelsaß

Vom 10. Mai 1871 (Friede von Frankfurt) bis zum 28. Juni 1919 (Friedensvertrag von Versailles) war das Département ein Teil des Deutschen Reiches. Als Bezirk Oberelsaß gehörte es zum Reichsland Elsaß-Lothringen. Der Bezirk gliederte sich in die sechs Kreise: Altkirch (wie gehabt), Gebweiler, Colmar (wie gehabt), Mülhausen (wie gehabt), Rappoltsweiler und Thann. Das Arrondissement Belfort mit seiner französischsprachigen Bevölkerung blieb als Territoire de Belfort bei Frankreich. Der Bezirk Oberelsaß umfasste damals 3.508 km² und zählte 1885: 462.549 Einwohner.

An der Spitze des Bezirks stand ein Bezirkspräsident, Bezirkspräsidenten waren[3]:

Präsident Amtszeit
Robert Freiherr von der Heydt 1871–1875
Karl Adolph Ernst von Ernsthausen 1875–1879
Ludwig Ferdinand Timme 1880–1888
Gustav von Jordan 1888–1898
Alexander Prinz zu Hohenlohe-Schillingsfürst 1898–1906
Albert August Wilhelm von Puttkamer 1906–1918

Die Volksvertretung im Bezirk war der Bezirkstag. Dieser wählte zehn Mitglieder in den Landesausschuss des Reichslandes Elsaß-Lothringen bis 1911 mit der Verfassung der Landtag eingerichtet wurde.

Seit Ende des Ersten Weltkriegs

Mit der Wiedereingliederung des Départements nach Frankreich 1919 wurde die Gliederung der Kreise nahezu komplett in Arrondissements übernommen. Gebweiler wurde wieder zu Guebwiller, Mülhausen wurde zu Mulhouse, Rappoltsweiler zu Ribeauvillé, lediglich Colmar wurde in Colmar-Ville und Colmar-Campagne aufgeteilt, die jedoch 1934 wieder zusammengelegt wurden. Das Territoire de Belfort wurde nicht wieder in das Département Haut-Rhin integriert, sondern 1922 ein eigenständiges Département Frankreichs, welchem 1941 die Nummer 90 zugeteilt wurde.[4]

Städte

Die bevölkerungsreichsten Gemeinden des Départements Haut-Rhin sind:

Stadt Einwohner
(2013)
Arrondissement
Mulhouse (Mülhausen) 112.063 Mulhouse
Colmar 67.956 Colmar
Saint-Louis (Sankt Ludwig) 19.907 Mulhouse
Illzach 14.870 Mulhouse
Wittenheim 14.666 Mulhouse
Rixheim 13.750 Mulhouse
Kingersheim 12.720 Mulhouse
Riedisheim 11.962 Mulhouse
Guebwiller (Gebweiler) 11.322 Guebwiller
Cernay (Sennheim) 11.664 Thann

Verwaltungsgliederung

Das Département Haut-Rhin untergliederte sich in 6 Arrondissements 31 Kantone und 377 Gemeinden. Am 1. Januar 2015 wurden die Arrondissements Guebwiller und Ribeauvillé aufgelöst.[5]

Arrondissement Einwohner
(2013)
Fläche
(km)
Bev.Dichte
(Einw./km²)
Kantone Gemeinden
Altkirch 69.549 655 106,2 4 111
Colmar 199.182 666 299,1 6 62
Guebwiller 0 584 0 4 47
Mulhouse 349.764 634 551,7 9 73
Ribeauvillé 0 462 0 4 32
Thann 140.228 525 267,1 4 52

Weblinks

 Commons: Département Haut-Rhin  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. haut-rhin.fr abgerufen am 1. Mai 2015
  2. Etude sur le dialecte alsacien (PDF) Aufgerufen am 4. Februar 2014
  3. Verwaltungsgeschichte
  4. Gérard Lang: Le Code officiel géographique. (PDF; 1,9 MB) In: Courrier des statistiques 108 (2003), S. 53–62, hier S. 55.
  5. Dekret Nr. 2014-1720 des französischen Innenministeriums zur Auflösung der Arrondissements Guebwiller und Ribeauvillé und Umgliederung von Gemeinden des Arrondissements Thann im Département Haut-Rhin

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Département Haut-Rhin (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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