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Haueneberstein


Haueneberstein
Höhe: 130 m ü. NN
Fläche: 9 km²
Einwohner: 4113 (30. Jun. 2011)
Bevölkerungsdichte: 457 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 76532
Vorwahl: 07221

Lage von Haueneberstein im Stadtkreis Baden-Baden

Haueneberstein, mundartlich kurz „Eberschde“, ist ein Stadtteil nordwestlich von Baden-Baden am Rande des Schwarzwaldes.

Geschichte

Die urkundlich belegte Ersterwähnung im März 1245 erfolgte in der Gründungsurkunde des Klosters Lichtenthal. Doch Spuren gehen bis ins 1. Jahrhundert zurück.

Um 1283 kommen die Markgrafen von Baden in den Besitz der Siedlung. Über eine Kirche wird 1348 berichtet. Schon 1433 wird eine markgräfliche Erblehnmühle verliehen, die später ein Wasserrad von 9,10 m Durchmesser besaß. Französische Truppen zerstörten 1689 den Ort. Aus dem Wiederaufbau sind im alten Ortsbereich schöne Ensemble alter Fachwerkhäuser mit Schlusssteinen in Bogenfeldern von Kellereingängen zu sehen.

Kleindenkmale, darunter viele Hochkreuze und Bildstöcke aus dem 18. und 19.Jh. zeugen in beeindruckender Weise von der Ortsgeschichte und der kulturellen Vergangenheit. Die katholische Barock-Kirche St. Bartholomäus wurde 1799 erbaut; im Inneren befinden sich ein Hochaltar von 1742 und zwei Seitenaltäre von 1744 sowie ein Taufstein aus der Zeit um 1500.

Das heutige Schulhaus stammt aus dem Jahr 1907.

Das aus gelblichem Sandstein 1889 im Neorenaissancestil errichtete Rathaus steht im Zentrum des alten Ortskerns. Vor der Eingemeindung am 1. Januar 1974 ist das Dorf von verschiedenen Städten verwaltet worden.

Der Ortsname geht auf Hafeneberstein (in Urkunden mit Schreibweise Haveneberstein) zurück. Das bedeutet, dass die ersten Dorfbewohner wohl Hafnerware hergestellt haben, mit Blei glasiertes Steingut. Sie stammten vermutlich aus dem nahe gelegenen Ebersteinburg ab. Früher soll auch der Lauf des Altrheines näher an Haueneberstein gelegen haben.

Bis in die 1930er Jahre lebten die Bewohner der 900 ha großen Gemarkung vorwiegend von der Landwirtschaft, Viehzucht und vom Handwerk. Ochsenkarren prägten damals das tägliche Straßenbild.

Nach 1945 erfuhr das Dorf einen wirtschaftlichen Aufschwung. In den neu geschaffenen Industriegebieten siedelten sich verschiedene Betriebe an. Mittelständische Firmen aus den Bereichen der Metallbe- und -verarbeitung, der Arzneimittelherstellung, des Druck- und Verlagswesens, aber auch Firmen des Handels-, Dienstleistungs- und Handwerksbereiches bieten heutzutage den Einwohnern Arbeitsplätze und zusätzliche Versorgung.

Kultur & Brauchtum

Haueneberstein ist für seine lange Fastnachtstradition bekannt. Mit der Gründung des Schunkenbacher Carneval-Club im Jahre 1954 – Eintragung in das Vereinsregister erfolgte 1963 – wurde Haueneberstein in den 50er und 60er Jahren ein Aushängeschild für die Durchführung großer Karnevalsumzüge. Diese Tradition findet heut zu Tage seine Fortsetzung in der Straßenfastnacht und den Prinzenbällen.

1998 gründete sich ein Hästrägerverein, Wildsäu vom Hungerberg e. V., deren Masken ein aus Lindenholz geschnitzter Eberkopf mit angenähtem Wildsaufell ist. Sie veranstalten seit her, am Schmutzigen Donnerstag, den alemannischen Nachtumzug, an dem Gruppen mit Hexen und Hästrägern aus ganz Baden teilnehmen.

Bekannt ist Haueneberstein auch für sein Eberbachfest, es findet seit 1998 alle zwei Jahre statt. 12 örtliche Vereine sorgen, links und rechts des Eberbaches, für das zweitägige Festprogramm. Hofeinfahrten verwandeln sich zu Spielplätzen und Biergärten, Musikgruppen und der SCC- Fanfarenzug sorgen für die musikalische Unterhaltung.

Sehenswürdigkeiten

  • Heimatmuseum
  • Kath. Kirche St. Bartholomäus

Weblinks

 Commons: Haueneberstein  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Stadtteil von Baden-Baden | Ehemalige Gemeinde (Baden-Baden)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Haueneberstein (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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