Hartmannsdorf-Reichenau - LinkFang.de





Hartmannsdorf-Reichenau


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Sächsische Schweiz-OsterzgebirgeVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Klingenberg
Höhe: 569 m ü. NHN
Fläche: 28,31 km²
Einwohner: 1071 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner je km²
Postleitzahl: 01762
Vorwahl: 037326
Kfz-Kennzeichen: PIR, DW, FTL, SEB
Gemeindeschlüssel: 14 6 28 150
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Untere Dorfstraße 82
01762 Hartmannsdorf-Reichenau
Bürgermeister: Reinhard Pitsch (parteilos)
}

Hartmannsdorf-Reichenau ist eine Gemeinde im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in Sachsen. Die Gemeinde besteht aus den beiden Ortsteilen Hartmannsdorf und Reichenau. Sie ist Teil der Verwaltungsgemeinschaft Klingenberg.

Geografie

Hartmannsdorf-Reichenau liegt im Osterzgebirge, etwa 35 km von Dresden entfernt, in der Nähe der Stadt Frauenstein. Östlich der Gemeinde befindet sich die Talsperre Lehnmühle, die die Wilde Weißeritz staut. Weitere Nachbarorte sind Hennersdorf, Röthenbach und der Geburtsort von Gottfried Silbermann, Kleinbobritzsch.

Geschichte

Hartmannsdorf-Reichenau entstand am 1. Januar 1994 durch den Zusammenschluss der bis dahin eigenständigen Gemeinden Hartmannsdorf und Reichenau.[2] Die Gemeindeverwaltung befindet sich seitdem in Reichenau. Die Gemeinde war von 1994 bis 2008 dem Weißeritzkreis angehörig. Seit dem 1. August 2008 ist Hartmannsdorf-Reichenau Teil des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Hartmannsdorf-Reichenau plant eine Fusion mit der Stadt Frauenstein und der Gemeinde Rechenberg-Bienenmühle im Landkreis Mittelsachsen, allerdings wurde im August 2012 der dazu nötige Wechsel in den Landkreis Mittelsachsen durch das Sächsische Innenministerium nicht genehmigt.[3]

Im Jahr 2000 wohnten 1.332 Menschen in Hartmannsdorf-Reichenau, am 31. Dezember 2009 waren es 1.135.

Politik

Gemeinderatswahl 2014[4]
Wahlbeteiligung: 64,5 %
 %
50
40
30
20
10
0
47,4 %
45,0 %
7,6 %
WIR
KBBH
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Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 10 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • Wählerinitiative Reichenau (WIR): 5 Sitze
  • Kommunale Bürgerbewegung Hartmannsdorf (KBBH): 5 Sitze

Das Wappen der Gemeinde ziert die Talsperre Lehnmühle.

Gedenkstätten

Sehenswürdigkeiten

Ausflugsziele

  • St.-Laurentiuskirche Hartmannsdorf

Die Kirche ist wahrscheinlich gleich bei der Besiedelung um 1200 als hölzernes Bauwerk errichtet worden, als schlichtes rechteckiges Gebäude und später dann in Stein ausgeführt. Die Kirche wurde bei Gründung des Ortes sofort mit in den Bebauungsplan aufgenommen, da sie mit in die Reihe der Hufen eingegliedert wurde. 1346 erste urkundliche Erwähnung in einem Matrikel des Bistums Meißen. 1512 Anbau der Apsis. 1743 und 1850 Anbau der Vorhallen.

Östlich von Hartmannsdorf liegt die 1927 bis 1931 errichtete Talsperre, welche aufgrund ihrer geraden Gewichts-Staumauer eine Besonderheit darstellt. Sie dient dem Hochwasserschutz, sowie der Trinkwasserversorgung der Umgebung und auch für Dresden. Ihr Stauinhalt liegt bei 23 Millionen Kubikmetern. Die Staumauer ist 50m hoch und 520m lang.

  • Hartmannsdorfer Schweiz

Unterhalb der Talsperre befinden sich bis zu 20 m hohe Felsen, in welchen sich Teile der Dorfbevölkerung im Zweiten Weltkrieg versteckten.

  • Alte Schanze im Weißeritztal

Die Skisprungschanze (Name: Schanze der Zukunft) war in den 1950er Jahren der Treffpunkt der Dorfjugend im Winter. Sie wurde innerhalb mehrerer Jahre von Hans Neubert aus Frauenstein erbaut, der diese mit weiteren Skisprungbegeisterten in den Berg grub.

  • Wegweisersäulen und -steine sowie königlich-sächsische Meilensteine

Fünf historische Wegweisersäulen und -steine befinden sich in der Ortslage sowie zwei Königlich-sächsische Meilensteine aus der Zeit von 1859 bis 1865 an der ehem. Freiberg-Teplitzer Poststraße, ein Abzweigstein Ecke Kammstraße/Butterstraße und ein Halbmeilenstein am Parkplatz Weicheltmühle. Das Original des Halbmeilensteines ist mit zwei originalen Wegweisersteinen aus dem Ortsteil Reichenau im Gemeindeamt eingelagert.

Sport

In der Umgebung existieren viele Wanderwege, außerdem gibt es viele Strecken zum Freeride-Mountainbiken. Im Winter sind teilweise Langlaufloipen gespurt.

Persönlichkeiten

  • Johann Christoph Arnold (* 10. März 1763 in Hartmannsdorf b. Frauenstein; † 6. August 1847 in Dresden), Buchhändler, Verleger

Weblinks

 Commons: Hartmannsdorf-Reichenau  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  3. Erzgebirgsdorf strebt Fusion mit Frauenstein an - Trotz des Vetos aus Dresden Pläne nicht begraben . Dresdner Neueste Nachrichten vom 17. August 2012
  4. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014


Kategorien: Hartmannsdorf-Reichenau | Gemeinde in Sachsen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Hartmannsdorf-Reichenau (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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