Hartitzsch (Adelsgeschlecht) - LinkFang.de





Hartitzsch

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Hartitzsch (auch Hartsch, Hartzsch,Hartisch, Hartič, Hartic, Hartitz, Hartusch) ist der Name eines böhmisch-meißnisches Adelsgeschlechts. Die Besitzungen der Familie lagen vor allem im sächsischen Osterzgebirge.

Geschichte

Der Sage nach soll der Ahnherr des Geschlechtes Fischer an der Donau gewesen sein und einen deutschen Kaiser vor feindlichen Verfolgern über den Fluss in Sicherheit gebracht haben, worauf ihm der Adel verliehen wurde. Eine andere Sage erzählt hingegen, der Fischer habe auf einem Kreuzzug eine sarazenische Flotte in Brand gesteckt und sei dafür geadelt wurden. Der Stammsitz des Geschlechts von Hartitzsch soll der Legende nach eine Burg Hartic bei Johnsdorf in Böhmen gewesen sein.

Im 14. Jh. und 15. Jh. erscheint die Familie als durch Bergbau zu Wohlstand gekommenes Patriziergeschlecht der Stadt Freiberg. Sie stellte dort mehrere Ratsherren, Stadtälteste und Bürgermeister. Die Stammreihe beginnt mit dem Ratsherrn und Bürgermeister von Freiberg Nicolaus Hartusch, der 1340–1365 urkundlich erscheint. Am 14. April 1414 siegelt Johannes Hartus eine Urkunde.[1]

Nach und nach erwarben sie auch außerhalb der Stadt Freiberg größere Besitzungen und gingen bald in den Landadel über. 1340 wurden sie mit Dorfchemnitz, 1364 mit Pretzschendorf, 1365 mit Weißenborn sowie 1366 mit Voigtsdorf und Friedebach belehnt. 1398 folgte Lichtenberg, 1401 Helbigsdorf und Weigmannsdorf, 1465 Wolfsgrund und Röthenbach. Ende des 15. Jh. konnten sie Colmnitz, Tanneberg und Langenau hinzukaufen und im 17. Jh. Bieberstein, Böhrigen, Ebersbach, Krummenhennersdorf sowie Neukötitz. In Böhmen besaßen sie die Güter Maltheuern (ab 1535), Kolosoruk (ab 1576) und Johnsdorf (ab 1590); diese Besitzungen verloren sie jedoch im Jahre 1623 nach der Schlacht am Weißen Berg als protestantisches Adelsgeschlecht. Seit 1723 war der Kammerjunker bei ihrer hochfürstlichen Durchlaucht Ludwig Adolph von Hartitzsch († 1753, oo Maria Elisabeth Dorothea von Bose), Erb-. Lehn- und Gerichtsherr auf Schnellroda und nach ihm sein Sohn Alexander bis 1755. Im 18. Jahrhundert erbte die Familie noch Steinbach. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erlosch das Geschlecht.

Wappen

Das Wappen zeigt in Blau zwei aufgerichtete abgewendete silberne Fische (Harten). Auf dem Helm mit rechts blau-silbernen und links rot-silbernen Decken ein offener rechts roter, links silberner Flug.

Die Fische im Wappen sollen den Beruf des Fischers als sagenhaften Stammvater symbolisieren.

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

  1. Original im Hauptstaatsarchiv Dresden, Nr 5633

Literatur

Weblinks


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