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Hartenstein (Sachsen)


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: ZwickauVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 360 m ü. NHN
Fläche: 36,72 km²
Einwohner: 4669 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 127 Einwohner je km²
Postleitzahl: 08118
Vorwahl: 037605
Kfz-Kennzeichen: Z, GC, HOT, WDA
Gemeindeschlüssel: 14 5 24 090
Stadtgliederung: Kernstadt; 3 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 9
08118 Hartenstein
Webpräsenz: www.stadt-hartenstein.de
Bürgermeister: Andreas Steiner (DSU)
}

Hartenstein ist eine Kleinstadt östlich von Zwickau, an der Zwickauer Mulde im Landkreis Zwickau gelegen.

Geografie

Nachbargemeinden

Die Stadt liegt im Westerzgebirge. Angrenzende Gemeinden sind Langenweißbach, Mülsen und Wildenfels im Landkreis Zwickau sowie Oelsnitz, Stollberg, Bad Schlema, Aue und Lößnitz im Erzgebirgskreis.

Stadtgliederung

Die Stadt setzt sich aus den Stadtteilen Hartenstein, Thierfeld (seit 1. Januar 1994), Zschocken (seit 1. Januar 1996) und Stein (seit 1. Oktober 1934) zusammen.

Geschichte

Hartenstein wurde erstmals 1378 als Städtlein bezeichnet und soll eine Gründung der Meinheringer sein, die bereits im 12. Jahrhundert entlang der Handelsstraße von Zwickau nach Böhmen die Burg Hartenstein in der gleichnamigen Grafschaft Hartenstein errichteten. Die Stadt kam danach unter die Hoheit der Burggrafen von Meißen, wurde 1406 an die Herren von Schönburg verpfändet und ging 1414 in deren Besitz über. Sie und die niedere Grafschaft verblieben ihnen auch, als 1559 der obere Teil der Grafschaft Hartenstein von Kursachsen angekauft wurde.

Seit 1701 war die Stadt Hauptort der Herrschaft Schönburg-Hartenstein, einer Linie der Fürsten von Schönburg, bis sie nach dem Rezess mit dem Haus Wettin 1740 endgültig unter kursächsische Herrschaft kam. (Eine Linie der Fürstenfamilie führte bis ins 20. Jh. den Familiennamen Schönburg-Hartenstein.)

1921 ging Hartenstein in die Geschichte der Puppenspielkunst ein: Der aus Bad Ems stammende Max Jacob, Angehöriger der Wandervogelbewegung, gründete die Hartensteiner Puppenspiele; nach der Übersiedlung der Puppenspieltruppe ins nahegelegene Hohnstein wurde sie unter dem Namen Hohnsteiner Puppenspiele weltberühmt. Der Gründungsort dieses bedeutenden Puppentheaters ist aber Hartenstein.

Die zum Schloss umgebaute Burg Hartenstein wurde bei einem amerikanischen Bombenangriff am 20. April 1945 fast vollständig zerstört. In der Nähe von Hartenstein befindet sich die Prinzenhöhle, ein Schauplatz im sächsischen Prinzenraub.

Entwicklung der Einwohnerzahl
  • 1834 - 1708
  • 1885 - 2629
  • 1933 - 2973
  • 1998 - 5330
  • 1999 - 5383
  • 2000 - 5335
  • 2001 - 5198
  • 2002 - 5146
  • 2003 - 5095
  • 2004 - 5089
  • 2005 - 5056
  • 2008 - 4934
  • 2012 - 4717
  • 2013 - 4721
Datenquelle ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen

Politik

Stadtrat

Gemeinderatswahl 2014[2]
Wahlbeteiligung: 46,7 % (2009: 52,6 %)
 %
40
30
20
10
0
37,0 %
36,6 %
18,4 %
8,0 %
n. k.
BWV
FwV
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-2,8 %p
+4,2 %p
+7,2 %p
+0,9 %p
-9,5 %p
BWV
FwV
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Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 16 Sitze des Stadtrates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • CDU: 6 Sitze
  • Bürgerliche Wählervereinigung (BWV): 6 Sitze
  • Feuerwehrverein Hartenstein e.V. (FwV): 3 Sitze
  • SPD: 1 Sitz

Wirtschaft und Infrastruktur

Hartenstein besitzt eine eigene Anschlussstelle an der nördlich des Stadtgebiets entlangführenden Bundesautobahn 72 (Anschlussstelle 12 Hartenstein). Durch die Bahnstrecke Schwarzenberg–Zwickau ist sie auch an das Schienennetz angebunden. Auf ihr verkehrt die DB Erzgebirgsbahn.

Auf der Gemarkung von Hartenstein befindet sich der Standort des stillgelegten Schachts 371 der SDAG Wismut.

Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

  • Friedrich Wilhelm Berger (1844–1911), konservativer Politiker, MdL (Königreich Sachsen), Bürgermeister in Hartenstein
  • Erich Matthes (1888–1970), völkischer Verleger und erzgebirgischer Heimatforscher
  • Max Jacob (1888–1967), Gründer der Hartensteiner, später Hohnsteiner Puppenspiele
  • Wolf Butter (* 1945), Klarinettist, Komponist, Schauspieler

Literatur

  • Richard Steche: Hartenstein. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 12. Heft: Amtshauptmannschaft Zwickau. C. C. Meinhold, Dresden 1889, S. 22.
  • Richard Oertel: Bausteine zur Geschichte der Stadt Hartenstein und deren Umgebung", 5 Bände, Hartenstein 1924 u. 1925.
  • Michael Wetzel: Das schönburgische Amt Hartenstein 1702-1878. Sozialstruktur - Verwaltung - Wirtschaftsprofil. Universitätsverlag, Leipzig 2004, ISBN 3-937209-03-4
  • Hartenstein. In: Zwischen Zwickauer Mulde und Geyerschem Wald (= Werte unserer Heimat. Band 31). 2. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1980, S. 95–99.
  • Stadtverwaltung Hartenstein: Schloßstadt Hartenstein mit Thierfeld und Zschocken, Horb am Neckar 2004 und 2005.
  • Stadtverwaltungen Hartenstein und Wildenfels. Hartenstein und Wildenfels, Schlema 2003.
  • Neue Sächsische Kirchengalerie. Die Parochie Hartenstein. Leipzig 1902

Weblinks

 Commons: Hartenstein  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014
  3. http://www.skisprungschanzen.com/DE/Schanzen/GER-Deutschland/SN-Sachsen/Hartenstein/0969/

Kategorien: Ort an der Zwickauer Mulde | Ort im Erzgebirge | Ort im Landkreis Zwickau | Hartenstein (Sachsen) | Gemeinde in Sachsen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Hartenstein (Sachsen) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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