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Hardtwald (Karlsruhe)


Der Hardtwald (der Name kommt wohl von dem Flurnamen „Hardt“) ist ein historisches Waldgebiet in der Oberrheinebene zwischen Rastatt und Schwetzingen/Oftersheim, nördlich und südlich von Karlsruhe. Als größtes und bekanntestes Waldgebiet dieser Region wird nach ihm die Landschaft auf dem rechtsrheinischen Hochgestade als Hardt bezeichnet. Zahlreiche ortsansässige Unternehmen, Vereine, Schulen und Bauwerke tragen das Wort Hardt als Bestandteil im Namen. Seltener ist auch die Schreibweise Haardt zu lesen, was nicht zu Verwechslungen mit der linksrheinischen Haardt führen sollte.

Nordhardt

Nördlich von Karlsruhe ist der Hardtwald ein fast zusammenhängendes, ebenes und Naherholung bietendes Waldgebiet (Staatsforst). Der Hardtwald wird hier auch als die grüne Lunge von Karlsruhe bezeichnet. Durch seine Verlängerung in Form des Schlossgartens reicht die Grünzone bis in die Innenstadt. Damit fungiert der Hardtwald neben seiner Aufgabe als Wassergewinnungsgebiet auch als Frischluftschneise für die Stadt. Mitten im Waldgebiet wurde das Forschungszentrum Karlsruhe errichtet. Zum nördlichen Hardtwald gehört auch das Naturschutzgebiet Kohlplattenschlag. Die Nordhardt wird von Süd nach Nord vom Hirschkanal und von Ost nach West vom Pfinz-Entlastungskanal durchflossen.

Südhardt

Südlich von Karlsruhe reicht der Hardtwald bis nach Ötigheim.

Geschichte

Bis zur Gründung der Stadt Karlsruhe im Jahr 1715 war der Hardtwald noch ein zusammenhängendes Waldgebiet. Markgraf Karl III. Wilhelm von Baden-Durlach baute zunächst ein Schloss mit Wegenetz durch den Hardtwald, der ihm auch als Jagdrevier diente. Nachdem er seine mitten im Wald errichtete Ruhestätte zur neuen Residenz ausbaute, wuchs die Stadt im Laufe der Zeit, und immer mehr Waldfläche wurde gerodet und bebaut.

Im Zweiten Weltkrieg sollte durch den geheimen Bau einer Stadtattrappe (Tarnname „Venezuela“) mit dem bekannten Karlsruher Fächergrundriss im nördlichen Hardtwald zwischen Linkenheim, Friedrichstal und Blankenloch eine Zerstörung der Stadt verhindert werden, was jedoch ohne Erfolg blieb.[1][2]

Literatur

  • Patricia Blum (Hrsg.): Erlebnis Hardtwald. Der Traum in Grün. Braun, Karlsruhe 2004, ISBN 3-7650-8272-4.

Einzelnachweise

  1. Die Scheinanlage - ein zweites Karlsruhe im Hardtwald. Landesarchiv Baden-Württemberg, 8. April 2005, abgerufen am 29. Juli 2009.
  2. Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe - Bestand S Umweltschutz. Landesarchiv Baden-Württemberg, abgerufen am 13. Juni 2011.

Weblinks

 Commons: Hardtwald (Karlsruhe)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


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