Hardthausen am Kocher - LinkFang.de





Hardthausen am Kocher


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: HeilbronnVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 182 m ü. NHN
Fläche: 35,55 km²
Einwohner: 3975 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 112 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 74239,
74249 (Buchhof)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 07139
06298 (EADS)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: HN
Gemeindeschlüssel: 08 1 25 111
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Lampoldshauser Straße 8
74239 Hardthausen am Kocher
Webpräsenz: www.hardthausen.de
Bürgermeister: Harry Brunnet
}

Hardthausen am Kocher ist eine ländliche Wohngemeinde im Landkreis Heilbronn in Baden-Württemberg, die aus den Ortsteilen Gochsen, Kochersteinsfeld und Lampoldshausen besteht.

Geographie

Geographische Lage

Hardthausen liegt im Osten des Landkreises Heilbronn im unteren Kochertal am südlichen Rande des Harthäuser Waldes.

Nachbargemeinden

Nachbarstädte und -gemeinden Hardthausens sind (im Uhrzeigersinn, beginnend im Süden): Langenbrettach, Neuenstadt am Kocher, Neudenau, Möckmühl, Widdern, Jagsthausen (alle Landkreis Heilbronn), Forchtenberg und Öhringen (beide Hohenlohekreis). Mit Langenbrettach und Neuenstadt am Kocher ist Hardthausen eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft eingegangen, Sitz der Verwaltungsgemeinschaft ist die Stadt Neuenstadt am Kocher.

Gemeindegliederung

Hardthausen besteht aus den Ortsteilen Gochsen, Kochersteinsfeld und Lampoldshausen. Zu Gochsen gehören der Hof Haaghof und die Wohnplätze Buchsmühle und Sonnenhof, zu Kochersteinsfeld die Höfe Buchhof und Schweizerhof. Abgegangene, heute nicht mehr bestehende Orte sind auf Markung Gochsen Treuchtlingen, auf Markung Kochersteinsfeld Hertrichshausen und Katzbronn, auf Markung Lampoldshausen Bistenweiler, Dreßweiler, Hertwigshausen und Tegerenbach.[2]

Flächenaufteilung

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[3]

Geschichte

Die Ortsteile Gochsen und Kochersteinsfeld wurden in einer Urkunde Kaiser Ottos III. vom 18. Dezember 996 erstmals erwähnt. 1939 wurden in Gochsen 759 Einwohner gezählt, Ende 1945 waren es 861. Im selben Zeitraum wuchs die Bevölkerung in Kochersteinsfeld von 682 auf 785 Personen und in Lampoldshausen von 706 auf 751.[4]

Zum 1. Januar 1974 schlossen sich Gochsen und Kochersteinsfeld freiwillig zur neuen Gemeinde Hardthausen am Kocher zusammen. Zum 1. Januar 1975 kam durch das Gemeindereformgesetz noch die Gemeinde Lampoldshausen dazu (ebenfalls im Zuge einer Vereinigung), die gegen das Gesetz klagte, aber am 23. Oktober 1975 vor dem baden-württembergischen Staatsgerichtshof verlor.

Alle Teilorte waren stark landwirtschaftlich geprägt, während sich ab den 1920er Jahren nur geringe Industrie ansiedelte, so dass Hardthausen heute überwiegend Wohngemeinde für Pendler der umliegenden Städte und Gemeinden ist. Durch die Ausweisung umfangreicher Neubaugebiete sind die Teilorte stark über ihre ursprünglichen Siedlungsflächen hinausgewachsen. Seit 1998 wurden rund 15 Hektar Grundstücke neu erschlossen, weitere sollen folgen.

Religionen

In Gochsen, Kochersteinsfeld und Lampoldshausen gibt es jeweils eigene Evangelische Kirchengemeinden. Für Katholiken, neuapostolische Christen und Zeugen Jehovas gibt es jeweils Gemeinden in Neuenstadt am Kocher.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Hardthausen hat 16 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
61,2 %
38,8 %
Gewinne/Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   2
   0
  -2
  -4
+1,6 %p
-1,6 %p
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
FWV Freie Wählervereinigung 61,2 10 59,6 10
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 38,8 6 40,4 6
gesamt 100,0 10 100,0 10
Wahlbeteiligung 59,85 % 63,9 %

Wappen und Flagge

Die Blasonierung des Wappens von Hardthausen am Kocher lautet: In Silber ein blauer Wellen-Schrägbalken, belegt mit drei schräg aufwärts gerichteten herzförmigen goldenen Blättern und beiderseits begleitet von je einer schräg abwärts gerichteten schwarzen Hirschstange. Die Flagge der Gemeinde ist Blau-Weiß.

Das nach der Entstehung Hardthausens in der Kommunalreform neu geschaffene Wappen vereinigt Elemente der Wappen der drei Vorgängergemeinden. Der Wellen-Schrägbalken symbolisiert den Kocher, die drei Blätter sind vom Wappen der Herren von Gochsen abgeleitet, können aber auch auf den Namensbestandteil Hardt (Weidewald) bezogen werden. Die württembergischen Hirschstangen erinnern an die allen drei Gemeindeteilen gemeinsame Zugehörigkeit zu Württemberg. Das Wappen und die Flagge wurden der Gemeinde am 14. Juni 1977 vom Landratsamt des Landkreises Heilbronn verliehen.[5]

Sehenswürdigkeiten

In den drei Teilorten gibt es jeweils historische Kirchen und Rathäuser. Die evangelische Kirche in Kochersteinsfeld, größtenteils erbaut 1733, enthält diverse historische Epitaphe, darunter mehrere von herzögl. württ. Forstmeistern, sowie zwei Kriegerdenkmale für die örtlichen Gefallenen beider Weltkriege. Das benachbarte Pfarrhaus wurde 1789 erbaut. Die Kirche in Lampoldshausen erhielt ihre heutige Gestalt durch Renovierung 1749 und hat wesentlich ältere Wandmalereien. Auch in Lampoldshausen befindet sich bei der Kirche ein historisches Pfarrhaus.

Die ehemaligen Rathäuser von Gochsen und Lampoldshausen werden als Verwaltungsstellen weitergenutzt, das 1808 erbaute Rathaus in Kochersteinsfeld wurde zum Rathaus der Gemeinde Hardthausen.

Das Buchsbachtal ist ein durch die Begradigung des Kochers im Delta zwischen Altarm und Kanal entstandenes Feuchtbiotop zwischen Gochsen und Kochersteinsfeld, das als Naturdenkmal ausgewiesen ist.

Wirtschaft und Infrastruktur

In der Nähe des Ortsteils Lampoldshausen befindet sich seit 1963 ein großes Prüfstandsareal des DLR für statische Brenntests von Raketentriebwerken, insbesondere für die Ariane-Raketen. Außerdem befindet sich auf dem Gelände die Firma Astrium Space Transportation, die an diesem Standort u. a. Lageregelungstriebwerke für Satelliten entwickelt, baut und testet.

Weinbau

Der Hardthausener Ortsteil Kochersteinsfeld ist ein Weinbauort, dessen Lagen zur Großlage Kocherberg im Bereich Kocher-Jagst-Tauber des Weinbaugebietes Württemberg gehören.

Verkehr

Hardthausen liegt unmittelbar an der Bundesautobahn 81. Die nächsten Anschlussstellen sind in Neuenstadt am Kocher und in Möckmühl. Die frühere Anbindung an die Untere Kochertalbahn (Bad FriedrichshallOhrnberg) liegt seit 1993 still.

Medien

Über das Geschehen in Hardthausen berichtet die Tageszeitung Heilbronner Stimme in ihrer Ausgabe NO, Nord-Ost.

Bildung

In Gochsen, Kochersteinsfeld und Lampoldshausen gibt es jeweils eine Grundschule. Darüber hinaus unterhält die Volkshochschule Unterland in Hardthausen eine Außenstelle.[6]

Sport

Im Ortsteil Gochsen befindet sich das Sportzentrum Buchsmühle. Neben der neuen Sporthalle Buchsbachtalhalle gibt es dort zwei Fußballplätze sowie einen Tennisplatz.

Literatur

  • Hardthausen in Geschichte(n) in Hardthausen. Gemeinde Hardthausen, Hardthausen am Kocher 1997
    Geschichtlicher Abriss der Gemeinde.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Quelle für den Abschnitt Gemeindegliederung: Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1. S. 127–129
  3. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Hardthausen am Kocher.
  4. Mitteilungen des Württ. und Bad. Statistischen Landesamtes Nr. 1: Ergebnisse der Einwohnerzählung am 31. Dezember 1945 in Nordwürttemberg
  5. Quelle für den Abschnitt Wappen und Flagge:
    Heinz Bardua: Die Kreis- und Gemeindewappen im Regierungsbezirk Stuttgart. Theiss, Stuttgart 1987, ISBN 3-8062-0801-8 (Kreis- und Gemeindewappen in Baden-Württemberg, 1). S. 74
  6. VHS Unterland Außenstellen .

Kategorien: Hardthausen am Kocher | Gemeinde in Baden-Württemberg

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Hardthausen am Kocher (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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