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Hard


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Hard (Begriffsklärung) aufgeführt.
Hard
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Bregenz
Kfz-Kennzeichen: B
Fläche: 17,78 km²
 :
Höhe: 399 m ü. A.
Einwohner: 13.205 (1. Jän. 2016)
Postleitzahl: 6971
Vorwahl: 05574
Gemeindekennziffer: 8 02 15
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktstraße 18
6971 Hard
Website: www.hard.at
Politik
Bürgermeister: Harald Köhlmeier (ÖVP)
Gemeindevertretung: (2015)
(33 Mitglieder)
17
6
5
3
2
17 
Lage der Marktgemeinde Hard im Bezirk Bregenz
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Hard ist eine Marktgemeinde im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Die Marktgemeinde ist mit 13.205 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ) nach der Vorarlberger Landeshauptstadt Bregenz die zweitgrößte Gemeinde im Bezirk Bregenz.

Geografie

Die Marktgemeinde liegt am Ufer des Bodensees, eingebettet zwischen der Bregenzer Ach und der Mündung des Neuen Rheins in den Bodensee, und gehört zum Verwaltungsbezirk Bregenz im westlichsten österreichischen Bundesland Vorarlberg.

Gemeindegliederung

Hard besteht aus einer einzigen, gleichnamigen Katastralgemeinde und Ortschaft.

Nachbargemeinden

Am südlichen Bodensee-Ufer gelegen, grenzt Hard im Osten an die Landeshauptstadt Bregenz, im Süden an Lauterach und im Westen an Fußach.

Geschichte

Um 700 n. Chr. kam es zur ersten Ansiedlung von Alemannen im Gebiet der heutigen Mittelweiherburg. Um 1200 wurden Waldungen in der Nähe des Bodensees gerodet. Das neue Dorf erhielt den Namen Hard (althochdeutsch: Wald). 1249 wurde Hard zum ersten Mal in einem Schutzbrief von Papst Innozenz IV. an das Kloster Mehrerau erwähnt.

Markgräfin Elisabeth geb. Montfort verkaufte die halbe Grafschaft Montfort-Bregenz an den Habsburger Erzherzog Siegmund. Hard gelangte dadurch 1451 zu Österreich. In der Schlacht bei Hard im Jahre 1499 besiegen die Eidgenossen die Ritter des Schwäbischen Bundes. 1620 wurde die erste Dorfschule erwähnt, 1646 wurde Hard eine selbständige Pfarrei. 1794 eröffnete die erste Textilmanufaktur, gegründet von dem Elsässer Samuel Vogel, ihre Pforten, die zugleich das Zeitalter der Industrialisierung einleitete. An ihre Stelle trat später das Unternehmen Schindler & Jenny, dessen führende Köpfe aus dem Schweizer Kanton Glarus stammten (darunter auch Friedrich Wilhelm Schindler) und zu den Mitbegründern der ersten evangelischen Gemeinde in Vorarlberg gehörten.

1806 kam es durch die bayerische Regierung zur Auflösung des Gerichtes Hofsteig. Damit wurde Hard erstmals selbständige Gemeinde. 1905 erhob Kaiser Franz Joseph I. Hard zur Marktgemeinde und verlieh ihr ein Gemeindewappen.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung

Politik

Bürgermeister seit der Erhebung zur Marktgemeinde
Amtszeit Name
1900–1906 Franz Jussel
1906–1936 Johann Mager
1936–1938 Franz Josef Birnbaumer
1938–1945 Rudolf Gunz
1945–1947 Franz Josef Birnbaumer
1947–1950 Adolf Kölbl
1950–1954 Josef Blenk
1954–1970 Anton Gorbach
1970–1998 Gerhard Köhlmeier (ÖVP)
1999–2010 Hugo Rogginer
seit 2010 Harald Köhlmeier (ÖVP)

Die Gemeindevertretung besteht aus 33 Mandataren und setzt sich derzeit wie folgt zusammen:

  • Harder Volkspartei – Harald Köhlmeier: 17 Mandate
  • Grünes Hard: 6 Mandate
  • Harder Liste: 5 Mandate
  • FPÖ Hard: 3 Mandate
  • SPÖ Hard: 2 Mandate

Städtepartnerschaften

Hard unterhält folgende Gemeindepartnerschaften:

Wappen

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Hard

  • Pfarrkirche St. Sebastian: liegt an der Uferstraße, nahe am See. Der neuromanische basilikale Bau wurde 1684 durch Balthasar Brill erbaut und 1876 geweiht.
  • Kirche St. Martin: liegt an der Mühlestraße und wurde 1974–1976 erbaut
  • Schleienlöcher: Die Schleienlöcher sind ein Naturschutzgebiet bei Hard im Rheindelta, zwischen der Dornbirner Ach und dem Neuen Rhein.[1] Wegen des häufigen Vorkommens der Schleie wurden solche Lebensräume auch als „Schleienlöcher“ bezeichnet.[2]
  • Seit 1990 die Hohentwiel – siehe Verkehr
  • Textildruckmuseum Mittelweiherburg: Das ehemalige Textildruckmuseum wurde 1794 erbaut, damals war es eine der wichtigsten Textilduckfabriken in ganz Österreich. Heute dient es nur noch als interessantes Museum, welches auch mit Führungen besichtigt werden kann.
  • Villa Jenny: Die Villa des ehemaligen Besitzers des heutigen Textildruckmuseums Melchior Jenny, kann heute u. a. auch als Kunstmuseum besichtigt werden.
  • Der Wasserturm Hard-Fussach wurde 1900 erbaut. 1902 wurde das Fussacher Wassersystem zusätzlich angeschlossen.
  • Das Rathaus ist ein großer, (von oben gesehen) linsenförmiger Bau aus den 1990er Jahren.

Ortsbildgestaltung

Im Rahmen des europäischen Wettbewerbes „Entente Florale Europe“ wurde Hard 1996 mit einer Goldmedaille in der Kategorie Dorf ausgezeichnet.[3]

Kultur

  • Bibliothek
  • Harder Literaturpreis (wird seit 1983 alle drei Jahre vergeben)
  • Textildruckmuseum Mittelweiherburg
  • Kulturwerkstatt Kammgarn

Auf dem Gelände der früheren Vorarlberger Kammgarnspinnerei in der Spinnereistraße liegt ein Ensemble aus Fabrikgebäude und Arbeiterwohnhäusern. In dem Fabriksgebäude befindet sich die überregional bekannte Kulturwerkstatt Kammgarn. Neben dem Betrieb laufender Veranstaltungen während des Jahres findet im Spätsommer jeden Jahres das Kleinkunstfestival FOEN-X statt. Das Spinnereigebäude ist ein Bau mit eingeschoßiger Eisenkonstruktion im Spinnereisaal und einer repräsentativen langgestreckten Front. Es wurde 1896 erbaut und 1909 durch Josef Schöch erweitert. Die Wohnhäuser wurden in zwei Zeilen in den Jahren 1910/11 sowie 1924/25 erbaut.

Soziale Einrichtungen

  • Kindergärten (Falkenweg, Hofsteig, See, Wallstraße)
  • Seniorenhaus Hard
  • Krankenpflegeverein
  • Sozialsprengel
  • Rotes Kreuz Hard

Bildung

  • Volksschule Markt
  • Volksschule Mittelweiherburg (mit Montessori Klassen)
  • Hauptschule Markt (mit Schwerpunkten Informatik sowie Sport und Bewegung)
  • Hauptschule Mittelweiherburg (mit bildnerisch-kreativem Schwerpunkt)
  • Musikschule Hard

Sport und Freizeit

Der bekannteste Sportverein ist der Alpla HC Hard, der in der Handball Liga Austria (HLA) spielt und 2003, 2012, 2013, 2014 sowie 2015 Meister wurde.

In Hard bieten sich das ganze Jahr viele Möglichkeiten Sport zu betreiben. So beispielsweise ein Eislaufplatz, Eisstockschützenplatz (auch auf Beton), FKK-Strand, Kegelbahn (mit acht Bahnen auch für internationale Turniere tauglich), Minigolfplatz, Schützenheim (Union Schützengilde Hard), Seesportanlage, Segel- und Motorbootschule Hard, Skaterplatz (Größter in Vorarlberg), Sporthalle am See (die Heimhalle des HC Hard), Strandbad (von der Fläche her das größte am Bodensee), Tennisplätze, Waldstadion (Heimstadion des FC Hard).

Persönlichkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Am Ort gab es im Jahr 2003 252 Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 3.541 Beschäftigten und 213 Lehrlingen. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 5.274. Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist auch der Fremdenverkehr.

In Hard führt die letzte Brücke über den Alpenrhein vor seiner Mündung in den Bodensee.

Bedeutende Industriebetriebe

Verkehr, Seehafen

Am Ort gibt es einen Seehafen. Dort liegt auch das inzwischen österreichische Dampfschiff und Technikdenkmal Hohentwiel, der letzte aktive Schaufelraddampfer auf dem Bodensee. Sie war ursprünglich die ehemalige Staatsyacht des letzten Königs von Württemberg Wilhelm II. mit dem Heimathafen Friedrichshafen. Die Hohentwiel ist nach ihrer Renovierung das einzige noch betriebene Dampfschiff (Dieselkessel) und zugleich das älteste, immer noch verkehrende Passagierschiff auf dem Bodensee. Sie verkehrt im Charterbetrieb.

In Hard bildet der Rhein nahe seiner Mündung im Bodensee Sandbänke aus, die Segelboote mit Kiel 2015 auf Grund auflaufen und kippen lassen. Eine Warnboje wurde gesetzt.[4]

Mineralquelle

Eine aus der Bregenzer Ache und dem Rheindelta entstammende schwefelhaltige Talquelle mit einem Gehalt von > 10mg Eisen/l Wasser wurde früher mit Moorzusätzen versehen und als Heilquelle angesehen. Das dazugehörige Bad ist heute aufgelassen, die Quelle wird nicht mehr gewerblich genutzt.[5] Nachweisbar ist die Nutzung der Quelle seit 1684, als der Bademeister Hans Ölz die Badehütte samt Badekessel und Zubern etc. an Hans Georg Arbagauß aus Graubünden um 815 Gulden verkaufte. Bis zum Ende der 1970er Jahre bestand der Badebetrieb in Bad Hard.[6]

Einzelnachweise

  1. Naturschutzgebiet Rheindelta
  2. Maria Aschauer, Markus Grabher, Ingrid Loacker: Geschichte des Naturschutzes in Vorarlberg – Eine Betrachtung aus ökologischer Sicht . Bericht im Auftrag des Vorarlberger Naturschutzrats, 2007. S. 89.
  3. Blumenbüro Österreich
  4. Sandbank wird Skippern zum Verhängnis , orf.at, 25. August 2015, abgerufen 25. August 2015.
  5. Josef Zötl, Johann Goldbrunner, „Die Mineral-und Heilwässer Österreichs: Geologische Grundlagen und Spurenelemente“, Springer Verlag, Wien 1993, ISBN 978-3-7091-7371-8, S. 116 Google Books .
  6. Christoph Vallaster: Kleines Vorarlberger Heilbäderbuch. Buch Spezial Verlag, Dornbirn 1984, ISBN 3-900496-03-3

Weblinks

 Commons: Hard  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Gemeinde in Vorarlberg | Ort im Bezirk Bregenz | Hard

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Hard (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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