Harald Schartau - LinkFang.de





Harald Schartau


Harald Schartau (* 18. März 1953 in Duisburg) ist ein deutscher Politiker der SPD. Er war bis zum Regierungswechsel nach der Landtagswahl am 22. Mai 2005 Wirtschafts- und Arbeitsminister des Landes Nordrhein-Westfalen.[1] Er ist Arbeitsdirektor der Georgsmarienhütte Holding GmbH.

Leben

Schartau war zunächst als Chemielaborant und später als Sachbearbeiter in der Personalwirtschaft der Mannesmann AG in Duisburg-Hüttenheim (ehemals Gemeinde Huckingen) tätig. Von 1971 bis 1972 absolvierte er die Sozialakademie Dortmund. 1973 nahm er an der Hochschule für Wirtschaft und Politik in Hamburg das Studium auf, das er 1976 als Diplom-Betriebswirt abschloss.

Nach seinem Studium war Schartau als Jugendbildungsreferent beim DGB-Landesbezirk NRW tätig (1977–1978). Danach war er von 1978 bis 2000 bei der IG Metall beschäftigt, zunächst als Sachbearbeiter beim IG-Metall-Vorstand in Frankfurt am Main (bis 1984), später als Bezirkssekretär in Essen und Dortmund (bis 1992), dann als Leiter des Bezirks Dortmund (bis 1996). Von 1997 bis 2000 war er Leiter des IG-Metall-Bezirks Nordrhein-Westfalen.

Nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2000 wurde Schartau am 27. Juni 2000 zum Minister für Arbeit und Soziales, Qualifikation und Technologie ernannt (Kabinett Clement II).

Mittelfristig sollte Schartau die Nachfolge von Wolfgang Clement als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen antreten. Als dieser nach der Bundestagswahl 2002 als „Superminister“ für Wirtschaft und Arbeit nach Berlin wechselte, konnte Schartau jedoch nicht als Ministerpräsident antreten. Grund war eine Besonderheit der nordrhein-westfälischen Landesverfassung, die vorschreibt, dass der Ministerpräsident Mitglied des Landtags sein muss, was Schartau damals nicht war.

Zum Nachfolger von Franz Müntefering als Landesvorsitzender der SPD in Nordrhein-Westfalen wurde er am 15. Dezember 2001 gewählt. Ab Februar 2002 war er Mitglied der Kommission für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt (Hartz-Kommission). Er war Mitglied der 11. und 12. Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten.

Von dem inzwischen zum Ministerpräsidenten aufgestiegenen Peer Steinbrück wurde Schartau am 12. November 2002 als Minister für Wirtschaft und Arbeit in die Landesregierung (Kabinett Steinbrück) berufen. Bei der Landtagswahl 2005 wurde Schartau zwar mit 47,8 % der Stimmen im Landtagswahlkreis Dortmund III (Stadtbezirke Scharnhorst, Brackel und Aplerbeck) direkt in den Landtag gewählt, seine Partei jedoch verlor die Wahl. Deshalb schied Schartau am 28. Juni 2005 aus seinem Ministeramt.

Nach der verlorenen Landtagswahl kündigte der Landesvorstand am 25. Mai 2005 seinen geschlossenen Rücktritt an. Gleichzeitig erklärte Schartau, beim außerordentlichen Parteitag am 9. Juli 2005 nicht wieder für das Amt des Landesvorsitzenden kandidieren zu wollen. Sein Nachfolger im Amt wurde der ehemalige nordrhein-westfälische Finanzminister Jochen Dieckmann.

Schartau war Mitglied im Haushalts- und Finanzausschuss und Vorsitzender der deutsch-chinesischen Parlamentariergruppe des Landtags. Zum 31. Dezember 2008 legte er sein Landtagsmandat nieder. Ab 1. Januar 2009 war Schartau Arbeitsdirektor und Geschäftsführer Personal der Georgsmarienhütte GmbH. Zum 1. Januar 2010 stieg Schartau in die Geschäftsführung der Georgsmarienhütte Holding GmbH auf. Schartau ist seit September 2011 Sprecher der Arbeitsdirektoren der Eisen- und Stahlindustrie.[2]

Am 7. Dezember 2012 verlieh ihm Ministerpräsidentin Hannelore Kraft den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen.[3]

Schriften

  • Klaus Kost, Harald Schartau (Hrsg.): Wir im Revier. Schritte in die andere Zukunft an Rhein und Ruhr. Mit einem Vorwort von Franz Steinkühler. Sp-Verlag, Marburg 1989, ISBN 3-924800-76-6.
  • Harald Schartau: Arbeitsplatz durch Niedriglohn pluss Zuschuss? in: Werden. Jahrbuch für die deutschen Gewerkschaften, 2002/2003, 45. Jahrgang, Frankfurt am Main 2002.
  • Norber Bensel, Jobst Fiedler, Heinz Fischer, Peter Gasse, Werner Jann, Harald Schartau, Hanns-Eberhard Schleyer, Günter Schmid, Wolfgang Tiefensee, Eggert Voscherau, Peter Hartz (Bearb.): Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt: Vorschläge der Kommission zum Abbau der Arbeitslosigkeit und zur Umstrukturierung der Bundesanstalt für Arbeit. Kommission "Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt", Lahr 2002.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Siehe Lebenslauf von Harald Schartau (PDF 10 KB) (Abgerufen am 20. September 2009)
  2. Stahlwerk Georgsmarienhütte hat neuen Arbeitsdirektor. In: HAUFE.Personal, 24. März 2010 (online )
  3. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft verleiht den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen an 14 Bürgerinnen und Bürger auf nrw.de, abgerufen am 15. Dezember 2012.


Kategorien: Politiker (Dortmund) | Wirtschaftsminister (Nordrhein-Westfalen) | Arbeitsminister (Nordrhein-Westfalen) | Sozialminister (Nordrhein-Westfalen) | Technologieminister (Nordrhein-Westfalen) | Träger des Georg-Schulhoff-Preises | Parteivorsitzender der SPD Nordrhein-Westfalen | Landtagsabgeordneter (Nordrhein-Westfalen) | Geboren 1953 | Träger des Verdienstordens des Landes Nordrhein-Westfalen | Politiker (21. Jahrhundert) | Manager | Deutscher | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Harald Schartau (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.