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Hans Steinmetz


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum spätmittelalterlichen Steinmetzen und Maurer, der so bezeichnet wurde, siehe Hans von Ulm (Herrenberg)

Hans Steinmetz (* 23. Mai 1908 in Dieburg; † 17. Oktober 1987) war ein deutscher Politiker der CDU.

Leben und Beruf

Nach Absolvierung des Gymnasiums in Bensheim studierte Steinmetz Rechts- und Staatswissenschaften in Frankfurt am Main und Gießen. Die erste Juristische Staatsprüfung erfolgte 1933, ein Jahr später wurde er als Gegner des Nationalsozialismus „wegen politischer Unzuverlässigkeit“ aus dem Vorbereitungsdienst bei der Justizverwaltung 1934 entlassen. Als Stundenlöhner und Montagehilfsarbeiter arbeitete er von 1936 bis 1940. Bei der Deutschen Fernkabelgesellschaft in Berlin war er als Angestellter von 1940 bis 1941 tätig. Danach war er von 1941 bis 1943 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Reichspostzentralamt in Berlin tätig. Mit der Dissertation „Rechtsformen zwischenstaatlicher Fernmeldekonzerne und des europäischen Fernmeldewesens“ erfolgte 1944 die Promotion zum Dr. jur. Anschließend war er bis Kriegsende als Wirtschaftsjurist in der Industrie tätig.

Im Juni 1945 trat er wieder in den Staatsdienst ein und wurde Mitbegründer der CDU im hessischen Dieburg. Danach war er Regierungsrat bei der ersten hessischen Regierung in Darmstadt, dann kommissarischer Stadtkämmerer der Stadt Darmstadt. 1946 folgte die Große Juristische Staatsprüfung vor dem Oberlandesgericht in Frankfurt am Main. Mitglied der Verfassungberatenden Landesversammlung Groß-Hessen an. Anschließend war er bis zum 31. Oktober 1949 (sein Nachrücker war Heinz Kitz) und erneut von 1954 bis zum 30. Juni 1956 Landtagsabgeordneter im Hessischen Landtag. Zwischenzeitlich war er ebenfalls von 1946 bis 1948 Landrat des Kreises Bergstraße.

Im September 1948 unter Ernennung zum Ministerialdirigenten in die Hauptverwaltung für das Post- und Fernmeldewesen des Vereinigten Wirtschaftsgebiets berufen. Von Februar 1949 bis April 1951 Leiter der OPD Koblenz, am 1. April 1954 Geschäftsführer der Deutschen Postreklame GmbH. Vom 8. Februar 1956 bis 31. Mai 1969 beamteter Staatssekretär im Bundesministerium für das Post- und Fernmeldewesen.

Steinmetz war seit 1961 Mitglied der katholischen Studentenverbindung K.D.St.V. Sauerlandia Münster.

Werke

  • Der Mensch in der Verwaltung, 1963
  • Menschenbeurteilung und Menschenbehandlung im öffentlichen Dienst, Lutzeyer-Verlag, 1963 (mit Hellmuth Heye und Julius Poeverlein)
  • Geschichte der Deutschen Post, Band 4, 1945–1978, Bonn 1979 (mit Dietrich Elias)

Herausgeber:

  • Handwörterbuch des Postwesens, 1953
  • Jahrbuchs des Postwesens, seit 1956
  • Schriftenreihe zur Organisation und Dienstpostenbewertung der Deutschen Bundespost

Auszeichnungen

Literatur


Kategorien: Behördenleiter | Person (Deutsche Bundespost) | Träger des Silvesterordens (Großkreuz) | Träger des Großen Silbernen Ehrenzeichens am Bande für Verdienste um die Republik Österreich | Mitglied der Verfassungberatenden Landesversammlung (Groß-Hessen) | Landrat (Kreis Bergstraße) | Beamteter Staatssekretär (Bundesrepublik Deutschland) | Landtagsabgeordneter (Hessen) | Ritter (Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem) | CDU-Mitglied | Gestorben 1987 | Geboren 1908 | Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern und Schulterband | Deutscher | Verwaltungsjurist | Mann | Korporierter im CV

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Hans Steinmetz (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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