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Hans Prolingheuer


Hans Prolingheuer (* 29. März 1930 in Kamen) ist ein deutscher evangelischer Religionspädagoge, Hochschullehrer und Publizist.

Leben

Prolingheuer studierte Pädagogik und Evangelische Theologie. Von 1955 bis 1965 war er als Religionslehrer und Landesjugendwart tätig. Von 1962 bis 1969 war er leitender Mitarbeiter für die Evangelischen Kirchentage von Dortmund, Köln, Hannover und Stuttgart. Seit 1969 arbeitete er im Dienst des Evangelischen Stadtkirchenverbandes von Köln. Von 1975 bis 1984 war er für die SPD[1] Mitglied des Rates der Stadt Köln und in der Landschaftsversammlung des Rheinlandes. 1980 wurde er in die Synode des Kirchenkreises Köln-Nord gewählt und wurde stellvertretendes Mitglied der Rheinischen Landessynode. Als Mitglied des landeskirchlichen Ausschusses für die Geschichte des Kirchenkampfes im Rheinland verfasste er zahlreiche kirchengeschichtliche Werke und Aufsätze. Auch im Rundfunk trat er als Autor und Regisseur kirchenpolitischer Sendungen zu den Themen Kirche und Nationalsozialismus auf. Seit 1984 war er Dozent für Evangelische Kirchengeschichte an der Universität Marburg.[2]

1989, im letzten Jahr ihrer Existenz, trat Prolingheuer als Mitherausgeber der kirchenkritischen Zeitschrift Die Stimme der Gemeinde auf.

Schriften (Auswahl)

  • Thomas Breuer, Hans Prolingheuer (Hrsg.): Dem Führer gehorsam. Christen an die Front. Die Verstrickung der beiden Kirchen in den NS-Staat und den Zweiten Weltkrieg, Oberursel 2005, S. 154–268.
  • Hitlers fromme Bilderstürmer. Kirche und Kunst unterm Hakenkreuz. Dittrich, Köln 2001.
  • Kirchenwende oder Wendekirche? Die EKD nach dem 9. November 1989 und ihre Vergangenheit. Nachwort von Prof. Dr. Walter Kreck. Pahl-Rugenstein, Bonn 1991.
  • Die Christen an die Front. Publik-Forum-Verl.-Ges., Oberursel 1989.
  • Wir sind in die Irre gegangen. Die Schuld der Kirche unterm Hakenkreuz, nach dem Bekenntnis des „Darmstädter Wortes“ von 1947. Pahl-Rugenstein, Köln 1987.
  • Kleine politische Kirchengeschichte. Fünfzig Jahre evangelischer Kirchenkampf von 1919 bis 1969. Pahl-Rugenstein, Köln 1984; 2., durchges. u. verb. Aufl. 1985.
  • Kirchenkampf vor 1933, ein Kampf gegen die Weimarer Republik. Pahl-Rugenstein, Köln 1980.
  • Der ungekämpfte Kirchenkampf 1933–1945 – das politische Versagen der Bekennenden Kirche. Pahl-Rugenstein, Köln 1983.
  • Ausgetan aus dem Land der Lebendigen. Leidensgeschichten unter Kreuz und Hakenkreuz. Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn 1983.
  • Zur Geschichte der Bekennenden Kirche im Rheinland. Rheinland-Verlag, Köln 1981.
  • Der „rote Pfarrer“ von Köln. Georg Fritze (1874–1939), Christ, Sozialist, Antifaschist. Jugenddienst-Verlag, Wuppertal 1981; 2., neu überarb. u. erw. Aufl. Pahl-Rugenstein, Köln 1989.
  • Die „judenreine“ deutsche evangelische Kirchenmusik – Dargestellt am Schicksal des Kölner Musikdirektors Julio Goslar, in: Beiheft Musik und Kirche in Junge Kirche, Heft 11, November 1981.
  • Der Fall Karl Barth 1934–1935. Chronographie einer Vertreibung. Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn 1977 (2. Aufl. 1984)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Der Spiegel: Massiv tätig. 30. April 1984
  2. Hans Prolingheuer: Der Fall Karl Barth 1934–1935. Chronographie einer Vertreibung, Neukirchen-Vluyn 1984, ISBN 3-7887-0761-5.


Kategorien: Person des Christentums (Köln) | Stadtrat (Köln) | Geboren 1930 | SPD-Mitglied | Kirchenhistoriker | Deutscher | Mann | Autor

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Hans Prolingheuer (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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