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Hans Lilie


Hans Lilie (* 18. August 1949 in Duderstadt) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler, Professor für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsvergleichung und Medizinrecht und Geschäftsführender Direktor des Interdisziplinären Wissenschaftlichen Zentrums Medizin-Ethik-Recht an der Universität Halle-Wittenberg. Zugleich ist er Vorsitzender der Ständigen Kommission Organtransplantation der Bundesärztekammer, Mitglied des Vorstandes des Deutschen Studentenwerkes und Vorsitzender des Verwaltungsrates des Studentenwerks Halle, Herausgeber der Schriftenreihe Recht & Medizin des Peter Lang Verlages.

Werdegang

Von 1971 bis 1977 studierte Hans Lilie Rechtswissenschaft an der Universität Göttingen und war Studentische Hilfskraft bei Hans-Ludwig Schreiber. 1977 absolvierte er die Erste Juristische Staatsprüfung. Anschließend war er von 1977 bis 1978 wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl von Hans-Ludwig Schreiber. Darauf folgte von 1978 bis 1979 ein Stipendium an der Law School der University of California. 1980 wurde er mit der Arbeit Ärztliche Dokumentationspflicht und Informationsrechte des Patienten – Eine arztrechtliche Studie zum deutschen und amerikanischen Recht an der Universität Göttingen promoviert.

Nach der Zweiten Juristischen Staatsprüfung 1981 war Hans Lilie Hochschulassistent bei Hans-Ludwig Schreiber an der Forschungsstelle für Arztrecht und Arzneimittelrecht an der Juristischen Fakultät der Universität Göttingen. Dort habilitierte sich Hans Lilie im Februar 1990 mit der Arbeit Obiter dictum und Divergenzausgleich im Strafverfahren. Die Juristische Fakultät der Universität Göttingen verlieh ihm die Venia legendi für die Fächer Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsvergleichung.

Anschließend vertrat er eine C4-Professur am Fachbereich Rechtswissenschaften der Universität Hannover. Zugleich hielt Lilie ab 1991 Vorlesungen an der Universität Halle-Wittenberg. Ab dem Sommersemester 1991 übernahm er die Vertretung einer C3-Professur an der Juristischen Fakultät der Universität Göttingen und erhielt gleichzeitig einen Lehrauftrag an der Universität Halle-Wittenberg. Im Wintersemester 1991/1992 vertrat er die Gründungsprofessur Strafrecht an dieser Universität. 1992 wurde er zum Gründungsprofessor für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsvergleichung und Medizinrecht an der Juristischen Fakultät dieser Universität ernannt. 1995 bis 1996 war Hans Lilie Dekan und seit Oktober 1997 ist er Mitglied der Struktur- und Finanzkommission der Juristischen Fakultät der Universität Halle-Wittenberg. Seit 2001 ist er geschäftsführender Direktor des Interdisziplinären Wissenschaftlichen Zentrums Medizin-Ethik-Recht der Universität Halle-Wittenberg.[1][2]

Hans Lilie wurde 2012 mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.[3]

Mitgliedschaften

Hans Lilie war er von September 1992 bis Dezember 2005 Richter am Landgericht Halle. Ferner ist er seit August 1992 Vorsitzender des Verwaltungsrates des Studentenwerkes Halle. Von 1996 bis 2002 Mitglied war er Mitglied im Arbeitskreis Ärzte und Juristen der deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe. Von September 1995 bis März 2005 war Hans Lilie Präsident und bis Oktober 2011 war er Vizepräsident der Deutsch-Koreanischen Juristischen Gesellschaft. Seit Oktober 1998 ist er Mitglied des Arbeitskreises der sogenannten Alternativprofessorinnen und –professoren (AE) und seit Oktober 1999 Mitglied im Vorstand des Arbeitskreises Ärzte und Juristen der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Darüber hinaus ist Hans Lilie seit 2001 Mitglied der Großen Strafrechtskommission des Deutschen Richterbundes. Von Februar 2002 bis November 2006 war Hans Lilie Mitglied der Ständigen Kommission Organtransplantation der Bundesärztekammer, seit Februar 2002 ist er Mitglied der Deutschen Delegation des Auswärtigen Amtes im Ad Hoc Committee der Vereinten Nationen „A Convention against Reproductive Cloning“, seit November 2003 ist er Mitglied der Ständigen Kommission assistierte Reproduktion der Bundesärztekammer, seit Juni 2004 ist er Mitglied der Kommission zur Überwachung und Einhaltung der Vertragsbestimmungen der Bundesärztekammer, seit Juni 2005 ist er Mitglied der Arbeitsgruppe „Richtlinie zur Unterrichtungspflicht über potentielle Organspender gemäß § 16 Abs. 1 Satz 3 TPG“ der Bundesärztekammer, seit August 2005 ist er Mitglied der Arbeitsgruppe „Erstellung eines Muster-Aufklärungsformulars zur Organtransplantation“ der Bundesärztekammer, seit Oktober 2005 ist er Mitglied der Arbeitsgruppe „Zellen und Gewebe“ der Bundesärztekammer, seit November 2005 ist er Federführender der Arbeitsgruppe „Non-ET-Residents“ der Bundesärztekammer, seit Dezember 2006 ist Hans Lilie Vorsitzender der Ständigen Kommission Organtransplantation der Bundesärztekammer. Seit November ist Hans Lilie stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrates der Deutschen Stiftung Organtransplantation und Mitglied des Ausschusses Transplantation und Organspende der Ärztekammer des Landes Sachsen-Anhalt.

Herausgeberschaften

  • Schriftenreihe: Recht und Medizin, Peter Lang Verlag
  • Schriftenreihe Medizin-Ethik-Recht
  • Mitherausgeber der Juristischen Rundschau

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.mer.uni-halle.de/mitglieder/
  2. Porträt Hans Lilie in: Zeitschrift für Medizin-Ethik-Recht, S. 50, ISSN 2190-5568 , http://www.meris-mer.de/fileadmin/media/MERkblatt_1_2010.pdf
  3. Pressemitteilung der Bundesärztekammer vom 13. April 2012 , abgerufen am 14. April 2012


Kategorien: Person (Duderstadt) | Geboren 1949 | Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse | Hochschullehrer (Halle (Saale)) | Rechtswissenschaftler (21. Jahrhundert) | Rechtswissenschaftler (20. Jahrhundert) | Herausgeber | Deutscher | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Hans Lilie (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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