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Hanna Suchocka


Hanna Suchocka (* 3. April 1946 in Pleszew) ist eine polnische Politikerin und Juristin. Von 1992 bis 1993 war sie die erste weibliche Ministerpräsidentin der Republik Polen und von 1997 bis 2000 Justizministerin und Generalstaatsanwältin.

Leben

Die Apothekertochter studierte Rechtswissenschaft an der Adam-Mickiewicz-Universität in Posen. Nach ihrem Examen 1968 folgte 1975 ihre Promotion. Anschließend lehrte sie an derselben Hochschule bis 1990 Verfassungsrecht. 1985 bis 1986 forschte Suchocka am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg. 1988 bis 1993 war sie Professorin an der Katholischen Universität in Lublin.

Bereits 1968 wurde Suchocka Mitglied der Blockpartei Stronnictwo Demokratyczne (dt. Demokratische Partei, kurz SD), war ab 1980 zugleich aber auch in der oppositionellen Gewerkschaft Solidarność aktiv. Im gleichen Jahr wurde sie für fünf Jahre Abgeordnete der SD im Sejm, dem polnischen Parlament. 1982 stimmte sie dort gegen die Abschaffung der unabhängigen Gewerkschaften.

Nach dem Systemwechsel wurde sie 1989 Mitglied des ersten frei gewählten Sejm und wurde bis 1997 mehrfach als Abgeordnete wiedergewählt. Während dieser Zeit war sie ab 1990 Funktionärin der liberalen Partei Unia Demokratyczna (dt. Demokratische Union, kurz UD) sowie deren Nachfolgepartei Unia Wolności (dt. Freiheitsunion, kurz UW).

Ab Juli 1992 amtierte Suchocka als Ministerpräsidentin der Republik Polen. Am 28. Mai 1993 scheiterte sie jedoch an einem Misstrauensvotum konservativer Abgeordneter, die mit der von ihr vorangetriebenen beschleunigten Liberalisierung der Wirtschaft nicht einverstanden waren. Am 29. Mai wurde der Sejm aufgelöst, sie amtierte allerdings noch bis zum 17. Oktober 1993 und wurde anschließend von Waldemar Pawlak abgelöst.

Von 1997 bis 2000 gehörte Suchocka der Regierung von Ministerpräsident Jerzy Buzek als Justizministerin an und war zugleich Generalstaatsanwältin des Landes. Zwischen 2001 und 2013 vertrat sie Polen als Botschafterin beim Heiligen Stuhl. 2014 wurde sie von Papst Franziskus zum Mitglied in der neugeschaffenen Päpstlichen Kommission für Kinder- und Jugendschutz ernannt.[1]

Am 13. Juni 2015 überreichte der slowakische Staatspräsident Andrej Kiska Hanna Suchocka den internationalen Adalbert-Preis. Die Preisverleihung fand in der Burg Bratislava statt.[2] Seit 2016 ist sie Mitglied des Preiskomitees der Adalbert-Stiftung.

Weblinks

Quellen

  1. Pope Names Members of Pontifical Commission for the Protection of Minors . Zenit. 24. März 2014. Abgerufen am 30. März 2014.
  2. Prof. Dr. Hanna Suchocka - Preisträgerin des Adalbert-Preises 2015 . Botschaft der Republik Polen in Berlin. 16. Juni 2015. Abgerufen am 16. Juni 2015.


Kategorien: Generalstaatsanwalt (Polen) | Justizminister (Polen) | Botschafter beim Heiligen Stuhl | Ministerpräsident (Polen) | Polnischer Botschafter | Mitglied der Päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften | Sejm-Abgeordneter | Geboren 1946 | Jurist im auswärtigen Dienst | Rechtswissenschaftler (20. Jahrhundert) | Pole | Frau

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Hanna Suchocka (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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