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Handelsgeschäft


Dieser Artikel befasst sich mit Handelsgeschäften allgemein. Für die spezielle Bedeutung des Begriffs im Bankwesen siehe Handelsgeschäft (Finanzinstrument).

Unter einem Handelsgeschäft versteht man Rechtshandlungen oder Rechtsgeschäfte eines Kaufmanns, die zum Betrieb seines Handelsgewerbes gehören (§ 343 HGB).

Allgemeines

Obige Legaldefinition des § 343 HGB bedarf zur Konkretisierung der weiteren Auslegung. Unter Geschäft versteht man zwei- oder mehrseitige Rechtsgeschäfte wie alle Arten von Verträgen, insbesondere Kaufvertrag, Mietvertrag, Arbeitsvertrag oder Kreditvertrag und einseitige Rechtshandlungen wie Mahnung oder Kündigung. Im Hinblick auf die Beteiligten muss mindestens ein Kaufmann im Sinne des § 1 HGB vorhanden sein. Funktional muss das Geschäft in einem zweckgerichteten betrieblichen Zusammenhang stehen bzw. zu einer betrieblichen Sphäre gerechnet werden können;[1] diese Verbindung - zum Betrieb seines Handelsgewerbes gehörig - wird gemäß § 344 HGB vermutet. Zudem wird verlangt, dass Handelsgeschäfte entgeltlich sein müssen (§ 354 HGB); Schenkungen oder Leihe können also nie Handelsgeschäft sein.

Arten

Ist das Handelsgeschäft nur für einen Beteiligten ein Handelsgeschäft, so liegt ein so genanntes einseitiges Handelsgeschäft vor (§ 345 HGB). Das ist der Fall, wenn eine Privatperson von einem Autohändler einen PKW kauft. Von einem zweiseitigen Handelsgeschäft spricht man, wenn beide Vertragsparteien Kaufleute sind und für beide das Geschäft ein Handelsgeschäft darstellt. Um ein solches Geschäft handelt es sich, wenn der PKW von einer Bank für den eigenen Geschäftsbetrieb vom Autohändler gekauft wird.

Sonstiges

Wichtigstes Handelsgeschäft bildet der Handelskauf. Der Gesetzgeber verwendet den Begriff Handelsgeschäft im doppeldeutigen Sinne. In den §§ 343 ff. HGB versteht er darunter einzelne Geschäftstätigkeiten, in den §§ 22 ff. HGB ist dagegen hiermit der Gewerbebetrieb als solcher oder das kaufmännische Unternehmen gemeint.[2] Die im Rahmen eines Handelsgeschäfts erstellten oder erhaltenen Schriftstücke heißen Handelsbriefe.

Einzelnachweise

  1. Peter Müssig, Wirtschaftsprivatrecht: Rechtliche Grundlagen wirtschaftlichen Handelns, 2013, S. 79
  2. Peter Müssig, a.a.O., S. 80
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