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Hamme (Fluss)


Hamme

Lauf von Giehler Bach und Hamme von Langer Heide ins Teufelsmoor bis Mündung in Lesum

Daten
Gewässerkennzahl DE: 4948
Lage Niedersachsen, Deutschland
Flusssystem Weser
Abfluss über Lesum → Weser → Nordsee
Quelle Lange Heide (Giehler Bach)
Quellhöhe 45 m ü. NN
Mündung Vereinigt sich bei Ritterhude mit der Wümme zur Lesum
Mündungshöhe m ü. NN
Höhenunterschied 43 m
Länge 48,5 km[1]
Einzugsgebiet 549 km²[2]

Abfluss[3] an der Mündung
AEo: 549 km²
MQ
Mq
4,5 m³/s
8,2 l/(s km²)
Linke Nebenflüsse Schaufleet, Kollbeck, Rummeldeisbeek, Schmoo, Neu Sankt Jürgener Schiffgraben, Umbeck, Wörpedahler Graben, Semkenfahrt, Kirchenfleet, Neugrabenfleet, Deichkampfleet
Rechte Nebenflüsse Butterweidengraben, Beek, Fankstaken, Osterholzer Hafenkanal, Scharmbecker Bach, Ritterhuder Beeke
Kleinstädte Ritterhude
Schiffbar Bis Viehspecken oder zum Hafenkanal Osterholz-Scharmbeck

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Die Hamme ist der 48 km lange, rechte bzw. nördliche Quellfluss der Lesum, eines Nebenflusses der Weser im nördlichen Niedersachsen.

Sie entwässert das Teufelsmoor zwischen Worpswede und der Kreisstadt Osterholz-Scharmbeck und ist im Nordosten bei Bremervörde durch den Hamme-Oste-Kanal mit der Oste verbunden. Bei Ritterhude fließt sie mit der deutlich größeren Wümme (im Mittel 15,5 m³/s gegenüber 4,5 m³/s der Hamme) zusammen. Als Lesum erreicht ihr Wasser schließlich die Weser.

Flusslauf

Der Oberlauf der Hamme trägt den Namen Giehler Bach und entspringt in der Langen Heide nordöstlich von Osterholz-Scharmbeck. Die ausgewiesene „Quelle“ führt das Wasser mehrerer Entwässerungsgräben des heute landwirtschaftlich genutzten, etwa 45 m ü. NN hohen Geestplateaus ab. Diese Endmoräne der Saaleeiszeit ist auch das Quellgebiet anderer Geestrandbäche wie Drepte, Scharmbecker Bach, Schönebecker Aue und Wienbeck.

Zunächst fließt der Giehler Bach nach Nordosten und senkt sich dabei zwischen den Ortschaften Hülseberg und Freißenbüttel innerhalb weniger Kilometer bis auf ein Niveau von etwa 15 Metern ü.NN. Bei Ohlenstedt fließt Wasser aus den Ohlenstedter Quellseen zu, und der Fluss durchquert mit geringem Gefälle die Samtgemeinde Hambergen bis ins Springmoor bei Giehlermühlen (Vollersode) (5 m ü.NN).

Von dort senkt der Fluss sich nur noch minimal bis ins Teufelsmoor und wird dort schließlich im Giehler Moor bei Viehspecken (4 m ü. NN) zur Hamme. Hier fließt auch der zum Hamme-Oste-Kanal erweiterte einstige Bachlauf Kollbeck zu. Mit äußerst geringer Strömung fließt die Hamme nun nach Süden durch das nach ihr benannte Urstromtal.

Zwischen den ehemaligen Moorkolonien Bornreihe und Hüttenbusch hindurch geht es weiter Richtung Worpswede, wo die drei linken Zuflüsse Rummeldeisbeek, Schmoo und Umbeck münden. Wenige Kilometer flussaufwärts strömt von rechts die Beek zu, die den größten Teil des Moorgebietes westlich der Hamme entwässert. Kurz vor der Mündung der Beek in die Hamme liegt das unter Naturschutz stehende Breite Wasser, das größte erhaltene Stillgewässer der gesamten Niederungsregion. Von hier fließt die Hamme in südwestlicher Richtung an Osterholz-Scharmbeck vorbei Richtung Ritterhude.

Schon im 19. Jahrhundert ist dieser Teil der Hamme begradigt worden, und die zahlreichen Mäander wurden an insgesamt sieben Stellen durchstochen, so dass der Flusslauf auf dieser Strecke von 9 km auf 4,3 km verkürzt wurde. Hinter der im Jahre 1876 gebauten Schleuse in Ritterhude, durch die die Hamme gezeitenfrei gehalten wird, trifft die Hamme unweit der Stadtgrenze von Bremen auf die Wümme und bildet mit ihr den von Brackwasser beeinflussten Tidefluss Lesum, der 10 km unterhalb in die Weser mündet.

Auf einer Länge von 48 Kilometern überwindet der Flusslauf einen Höhenunterschied von rund 45 Metern.

Literatur

  • Hans Siewert: Hammefahrt. Hintergründige Betrachtungen sowie interessante Erlebnisse auf einer Torfschiffahrt vom Osterholzer Hafen über „Tietjens Hütte“ nach „Neu-Helgoland“. Verlag M. Simmering, Lilienthal 2010.

Weblinks

 Commons: Hamme  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Dieter Coldewey: Gebietsforum Wümme. Ergebnisse der Bestandsaufnahme Oberflächengewässer (PDF; 3,9 MB) (abgerufen am 21. August 2013)
  2. Franzius-Institut (Universität Hannover): Hochwasserschutzplan Wümme. Bericht Nr. 685. 2006, S. 276, abgerufen am 10. August 2013 (pdf; 7,52 MB).
  3. Anm.: Anwendung eines Gebietsabflusses von ca. 8,2 l/s km² (gemittelt aus den Daten der umgebenden Pegel Hellwege an der Wümme, Ahrensdorf am Giehler Bach (Hamme-Oberlauf) und Oberlethe an der Lethe) auf das Einzugsgebiet der Hamme

Kategorien: Flusssystem Lesum | Gewässer im Landkreis Osterholz | Fluss in Niedersachsen | Fluss in Europa

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