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Hammah


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: StadeVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Samtgemeinde: Oldendorf-Himmelpforten
Höhe: 9 m ü. NHN
Fläche: 29,29 km²
Einwohner: 3054 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 104 Einwohner je km²
Postleitzahl: 21714
Vorwahlen: 04144, 04141
Kfz-Kennzeichen: STD
Gemeindeschlüssel: 03 3 59 022
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 49
21714 Hammah
Webpräsenz: www.hammah.de
Bürgermeister: Rainer Jürgens (CDU)
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Hammah ist eine Gemeinde im Landkreis Stade in Niedersachsen. Die Gemeinde gehört der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Himmelpforten hat.

Geschichte

Urgeschichte

Im Moor zwischen Hammah und Groß Sterneberg wurde auf dem Nordteil einer Sandinsel 1913 ein Großsteingrab entdeckt. Durch die seit Anfang des 20. Jahrhunderts einsetzende Moorsackung traten neben weiteren drei Großsteingräbern auch bronzezeitliche Hügelgräber zutage, von denen einige 1948 und 1983 ausgegraben wurden. Eine Karte von 1938 zeigt eine erhebliche Zahl weiterer Hünengräber, von denen allerdings die meisten zerstört wurden.[2] Bei den Grabungen fand man bronzene Artefakte, wie einen Dolch, eine Pinzette, eine Fibel sowie Pfeilspitzen aus Feuerstein. Pollenanalysen des Niedersächsischen Instituts für historische Küstenforschung konnten erweisen, dass das umliegende Hochmoor um 5000 v. Chr. begann zu wachsen und um 750 v. Chr. die Grabmonumente vollständig eingeschlossen hat. Studenten der HafenCity Universität Hamburg unter Leitung von Thomas Kersten untersuchten das Moor 2015 mit einem Laserscanner, wobei sich vier Gräber identifizieren ließen, weitere zwei sind noch ungesichert.

Anschluss an das Eisenbahnnetz (1881/82), Kreditinstitut

Anfang der 1880er Jahre wurden die Städte zwischen dem Bahnhof Hamburg-Harburg und Cuxhaven an die Niederelbebahn angeschlossen, darunter Hammah. Ab 1882 verkehrten regelmäßig Züge auf der Strecke.

Die Spar- und Kreditbank eG Hammah wurde am 19. Juni 1923 als Spar- und Darlehnskasse eGmuH in Hammah gegründet, wo sich bis heute ihre Hauptstelle befindet. Damit wurde die Kreditversorgung im ländlichen Bereich verbessert.

Zweiter Weltkrieg, Kriegsgefangene

Während des Zweiten Weltkriegs wurden Kriegsgefangene in der Landwirtschaft eingesetzt. Dies galt auch für den Kreis Stade. Sie unterstanden unmittelbar der Wehrmacht und wurden in Stalags untergebracht, die meisten dem Stalag X B Sandbostel. Auch in Hammah wurde eines der im Kreis eingerichteten, 24 sogenannten „Arbeitskommandos“ eingerichtet, um die Gefangenen nahe am Einsatzort unterzubringen. Im April 1944 waren es 5.473 Gefangene im Kreisgebiet, am 17. April 1943 befanden sich 20 Gefangene in Hammah.[3]

Eingemeindungen

Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Groß Sterneberg und Mittelsdorf eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung

  • 1824[5]: 60 Feuerstellen
  • 1848[6]: 298 Personen, 72 Häuser
  • 1871[7]: 367 Personen, 84 Häuser
  • 1910[8]: 564
  • 1925[9]: 530
  • 1933[9]: 553
  • 1939[9]: 586
  • 2005[10]: 2789
  • 2008[10]: 2849

Wappen

Blasonierung: Das Wappen der Gemeinde Hammah stellt ein Steingrab auf grünem Grund und darüber den reetgedeckten Fachwerkgiebel des Rathauses auf silbernem Grund dar.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Hammah hat einen Haltepunkt an der Niederelbebahn, der ab Dezember 2007 von der Metronom Eisenbahngesellschaft bedient wird.

Sport

Der MTV Hammah spielt in der Faustball-Bundesliga.

Ansässige Unternehmen

Kreditinstitute

Neben der Spar- und Kreditbank eG Hammah, die ihren Hauptsitz in Hammah hat, verfügt der Ort über eine Filiale der Kreissparkasse Stade.

Weblinks

 Commons: Hammah  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2014  (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Hammah, Art. Hünengräber .
  3. Daniela Münkel: Nationalsozialistische Agrarpolitik und Bauernalltag, Campus, 1996, S. 402, Anm. 299.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 245.
  5. {{C. H. Jansen: Statistisches Handbuch des Königreichs Hannover. 1824, Seite 238: http://books.google.de/books?id Vorlage:=tG0AAAAAcAAJ&pgVorlage:=PA238}}
  6. {{Friedrich W. Harseim, C. Schlüter: Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. 1848, Seite 135: http://books.google.de/books?id Vorlage:=eOI-AAAAcAAJ&pgVorlage:=PA135}}
  7. {{Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung. Berlin 1873, Seite 142: https://books.google.de/books?id Vorlage:=qTZDAQAAMAAJ&pgVorlage:=RA2-PA142}}
  8. http://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?hannover/stade.htm
  9. 9,0 9,1 9,2 http://www.verwaltungsgeschichte.de/stade.html
  10. 10,0 10,1 http://www.himmelpforten.de/2101.php

Kategorien: Ort im Landkreis Stade | Hammah | Gemeinde in Niedersachsen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Hammah (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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