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Hamina


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Hamina (Begriffsklärung) aufgeführt.
Haminan kaupunki
Wappen Karte
Basisdaten
Staat: Finnland
Landschaft: Kymenlaakso
Verwaltungsgemeinschaft: Kotka-Hamina
Fläche: 1.155,17 km²[1]
davon Landfläche: 609,50 km²
davon Binnengewässerfläche: 23,18 km²
davon Meeresfläche: 522,49 km²
Einwohner: 20.806 (31. Mär. 2016)[2]
Bevölkerungsdichte: 34,1 Ew./km²
Gemeindenummer: 075
Sprache(n): Finnisch
Website: hamina.fi

Hamina [ˈhɑminɑ] (schwedisch Fredrikshamn [freːdriksˈhamn]) ist eine südostfinnische Hafenstadt am Finnischen Meerbusen, 150 km östlich von Helsinki.

Geschichte

Im Jahre 1653 wurde an der Stelle des heutigen Hamina an der alten Königsstraße die typische Renaissance-Stadt Vehkalahden Uusikaupunki (Veckelax Nystad) angelegt. Das fächerförmige Straßennetz ging von einem achteckigen Platz aus, auf dem noch heute das Rathaus steht.[3] Als 1721 im Großen Nordischen Krieg Wyborg an Russland fiel, begann die schwedische Schutzmacht, Vehkalahti in eine Festung umzuwandeln. Um einer schwedischen Festung würdig zu sein, wurde sie von König Fredrik I. kurzerhand in Frederikshamn umbenannt. Die Bauern und Fischer der Region kürzten den Namen fortan auf Hamina, was einfacher erschien. 1742 musste Schweden jedoch den umbenannten Ort ebenfalls an Russland abtreten. Neue Grenzstadt wurde Loviisa. 1809 wurde in Hamina der Vertrag von Hamina (auch: Vertrag von Fredrikshamn) unterzeichnet. Damit wurden die von Russland eroberten Ostgebiete, darunter auch Hamina, wieder mit dem übrigen Finnland vereint.

Sehenswürdigkeiten

Hamina zählt zu den schönsten Städten Südfinnlands. Im Stadtkern befindet sich das ursprünglich von 1797 stammende Rathaus. Nach einem Brand im Jahre 1840 wurde es von Carl Ludwig Engel im neoklassizistischen Stil renoviert und mit einem Turm versehen.

Die Marienkirche ist eine Steinkirche aus dem 15. Jahrhundert. Die Kirche erhielt bei Renovierungsarbeiten 1820 ein neoklassizistische Fassade, ebenfalls entworfen von Carl Ludwig Engel. Die Kirche ist das älteste Gebäude der Region Kymenlaakso. Der Kirche angeschlossen ist ein Kirchenmuseum.

Die orthodoxe Kirche Peter und Paul hat eine markante Kuppel und ist einem Rundtempel nach gebaut worden. Die Kirche wurde zwischen 1832 und 1837 als Garnisonskirche für russische Soldaten gebaut.

Die Johanniskirche gegenüber dem Rathaus stammt von Carl Ludwig Engel und wurde im Jahre 1843 erbaut. Die Kirche hat die Form eines griechischen Tempels. Vor dem Bau der Kirche stand hier das Gebäude mit der Wohnung des Festungskommanden. Hier wurde 1809 der Vertrag von Hamina unterzeichnet. Ein Gedenkstein neben der Kirche erinnert daran.

Hamina ist der Standort der Reserveoffiziersschule. Sie ist in einem prächtigen Gebäude aus dem Jahre 1898 untergebracht, das eher an Sankt Petersburg als an eine finnische Kleinstadt erinnert.

Die Zentralbastion oder Hamina Bastion wurde von 1801 bis 1811 gebaut. Die 58 Räume wurden als bombensichere Lager angelegt. Heute wird die Bastion als Veranstaltungsort und für touristische Zwecke genutzt. Das Militärmusikfestival Hamina Tattoo findet hier alle zwei Jahre statt. Außer der Zentralbastion gibt es noch die Bastion Hamina, Bastion Savonlinna, Bastion Hämeenlinna und die Bastion Lappeenranta.

2009 kaufte Google Inc. eine ehemalige Papierfabrik und errichtete ein Datencenter.

Verkehr

Hamina liegt an der E 18. Der Hafen hat sich auf Holzprodukte und den Handel mit Russland spezialisiert.

Demografie

Entwicklung der Einwohnerzahl (Stand: 31. Dezember):

  • 1990 – 22.589
  • 2000 – 21.847
  • 2002 – 21.720
  • 2004 – 21.887

Söhne und Töchter der Stadt

Einzelnachweise

  1. Maanmittauslaitos (finnisches Vermessungsamt): Suomen pinta-alat kunnittain 1. 1. 2010. (PDF; 199 kB)
  2. Statistisches Amt Finnland: Bevölkerung der finnischen Gemeinden am 31. März 2016.
  3. Brockhaus, Band 9 von 1989

Weblinks

 Commons: Hamina  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Gemeinde in Kymenlaakso | Hamina | Gemeinde in Finnland | Ort mit Seehafen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Hamina (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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